Meinungs-ECHO KW1: Blockchain wird langweilig – im besten Sinne

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Quelle: Shutterstock

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Nach dem Auf und – vor allem dem kurstechnischen – Ab von Bitcoin & Co. im vergangenen Jahr prognostiziert die MIT Technology Review ein „langweiliges“ Blockchain-Jahr 2019. Jed McCaleb hält den Krypto-Markt noch immer für überbewertet und gibt an, dass man bei Stellar nicht mehr auf die Kurse, sondern nur noch auf die Technologie schaut. Diese sei bei den meisten Projekten „Bullshit“. Letzteres hält John McAfee vom Prinzip des Steuerzahlens, weshalb er auf Twitter offenbart, seit acht Jahren keine Steuern mehr zu bezahlen. Das Meinungs-ECHO der ersten Kalenderwoche 2019.

John McAfee macht aus seinem Behördenhass keinen Hehl. Auf Twitter hat er nun verkündet, seit acht Jahren keine Steuererklärung mehr eingereicht zu haben. Das Enfant terrible der Krypto-Szene begründet dies mit fünf Argumenten:

  1. Die Besteuerung ist illegal.
  2. Ich habe bereits zig Millionen bezahlt und Jack Sh*t in Dienstleistungen erhalten.
  3. Mit dem Geldverdienen bin ich fertig.
  4. Ich lebe von Bargeld der McAfee Inc.
  5. Mein Nettoeinkommen ist negativ.

McAfee schießt sich zunehmen auf die US-amerikanische Steuerbehörde IRS ein, von der er sich (aus welchen Gründen auch immer) verfolgt fühlt.

Craig Wright verkriecht sich vorerst

Während McAfee vor allem die Steuerbehörde auf die Pelle rückt, fühlt sich Craig „Faketoshi“ Wright offenbar zunehmend von Altcoin-Anhängern genervt. Von diesen musste sich Wright spätestens seit der Durchführung der letzten Bitcoin Cash Hard Fork einiges anhören. Unter anderem, dass die Erschaffung von Bitcoin Satoshi Vision für die Verschärfung des Bärenmarktes verantwortlich war. Bevor Wright seinen Twitter-Account auf „privat“ gestellt hat, schoss er noch gegen den Krypto-Experten Andreas Antonopoulos:

„Der renommierte Shitcoin-Experte Andreas Antonopoulos ist so weit weg davon, Bitcoin zu verstehen, wie man nur sein kann. Das einzige, was [er] richtig macht, ist Bitcoin richtig zu buchstabieren.“

Nun erlaubt Wright in seinem Safe Space nur noch Meinungen, die mit seiner eigenen konform gehen. Chapeau!

Tom Lee: Dow Jones befindet sich in einer Midlife-Crisis

Der Bitcoin-Bulle und Fundstrat-CEO Tom Lee sieht den Dow Jones indes in einer Midlife-Crisis. Die US-amerikanische Zentralbank sei daran nicht ganz unbeteiligt. Ähnlich wie Präsident Trump sieht Lee die letzte Erhöhung des Leitzins im vergangenen Dezember kritisch:

„Ich denke, dass die Fed die liquiden Märkte wirklich untergraben hat. Das hat die Handelsdynamik wirklich verschlechtert“,

sagte Lee auf CNBC.

Was das Ganze mit einer Midlife-Crisis zu tun hat, ließ Tom Lee jedoch offen. Gerüchte, dass der Dow Jones sich ein Motorrad gekauft hat und mit einer deutlich jüngeren Partnerin ein neues Leben beginnen will, bleiben bislang unbestätigt.

Jed McCaleb: Welcher Bärenmarkt?

Dass auch der Krypto-Markt – zumindest aus Glücksritterperspektive – schon einmal bessere Zeiten gesehen hat, bestreitet wohl niemand. Ob er sich jedoch wirklich in einer Krise befindet, die über einen „Bärenmarkt“ hinausgeht, darüber lässt sich streiten. Ripple und Stellar Co-Founder Jed McCaleb findet es albern, bei Bitcoin & Co. von einem Bärenmarkt zu reden. Gegenüber Yahoo Finance sagte McCaleb:

„Es ist lustig, wenn die Leute sagen, dass Krypto unten ist. Meiner Meinung nach ist [der Krypto-Markt] immer noch sehr weit oben. Er ist vom Gipfel runter, aber im Großen und Ganzen ist er noch ganz da oben. Wir konzentrieren uns nicht so sehr auf den Kurs, es ist uns egal.“

McCaleb beklagt, dass über 90 Prozent der Projekte „Bullshit“ seien. Besonders Tron ist ein rotes Tuch für ihn:

„Neunzig Prozent dieser Projekte sind B.S. Ich freue mich darauf, dass sich das ändert. Dinge wie Tron, sind nur Müll. Aber die Leute werfen Tonnen von Geld hinein, diese Kreationen, die technisch einfach nicht funktionieren.“

UPS: Blockchain wird 2019 noch nichts reißen

Die Blockchain-Technologie konnte die UPS bislang noch nicht hinter dem Ofen vorlocken. Auch für 2019 sieht Chief Engineering Officer Juan Perez:

„Ich erwarte für 2019 keine signifikanten Vorteile, vor allem, weil sich die Technologie selbst weiterentwickelt und reift…. es erfordert viele Parteien, die an den Tisch kommen, um an der Technologie teilzunehmen und sie zu bewerten”,

konstatiert Perez gegenüber dem Wall Street Journal.

MIT: 2019 wird langweilig im besten Sinne:

Ganz andere Töne vernimmt man indes von der MIT Technology Review. Nach dem Blockchain-Hype, dem damit verbundenen Bull Run an den Krypto-Märkten und dem dramatischen Kurseinbrüchen von 2018 werde 2019 das Jahr, in dem Blockchain beginnt, zur Normalität zu werden:

„Im Jahr 2018 war es eine Enttäuschung. Im Jahr 2019 wird es alltäglich werden“,

zeigt sich Verfasser Mike Orcutt optimistisch. Dieser Optimismus fußt auf den Bestrebungen zahlreicher größerer Konzerne wie Walmart, die Vorzüge der Blockchain-Technologie für sich nutzbar zu machen. Weitere Indikatoren für eine Normalisierung von Blockchain, Bitcoin & Co. seien der geplante OTC Trading Desk für Bitcoin von Fidelity. Außerdem gebe es eine zunehmende Anzahl „echter“ Einsatzmöglichkeiten für Smart Contracts. Auch der Umstand, dass immer mehr Zentralbanken die Möglichkeiten Blockchain ausloten, wird seinen Teil dazu beitragen, dass „Blockchain“ 2019 an Exotik verliert – und im besten Sinne „langweilig“ wird.

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