Produzent von #CryptopiaFilm „Mein absolutes Highlight war der berühmte Bitcoin-Bunker“

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Regisseur Torsten Hoffmann
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Vor Kurzem feierte der Film Cryptopia von Torsten Hoffmann Premiere und kam positiv beim Publikum an. Was Torsten bei seinen Dreharbeiten zur Krypto-Reportage alles erlebt hat und wie ihn die Gespräche mit den Größen der Blockchain-Szene geprägt haben. Ein Exklusiv-Interview.

BTC-ECHO: Du hattest bereits vor fünf Jahren einen Dokumentarfilm zu Bitcoin gedreht. Was war deine Motivation, einen weiteren Film zum Thema Blockchain und Kryptowährungen zu produzieren?

Torsten Hoffmann: Als ich 2014 meinen ersten Film zu den Themen Geld und Bitcoin gemacht habe – der Titel lautet „Bitcoin: The End of Money as we know it“ – gab es das ganze Blockchain-Ökosystem ja noch gar nicht. Damals war auch noch nicht klar, was Bitcoin eigentlich ist. Das Narrativ lautete: Digital Peer-to-Peer Cash. Mittlerweile gibt es 30 bis 40 verschiedene Visionen rund um Bitcoin. Daher war es höchste Zeit, einen Folgefilm zu machen. Zumal ich die Menschen, die ich damals interviewt habe, nochmal besuchen wollte. Bestes Beispiel: Der ehemalige Bitcoin-Jesus ist heute Bitcoin-Judas.

BTC-ECHO: Was hat sich zwischen deinem ersten Bitcoin-Film und dem jetzigen am stärksten verändert?

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Torsten Hoffmann: Was sich außerhalb der Blockchain-Szene geändert hat, ist einfach zu erklären. Ich bin zum Bespiel von einer sehr traditionellen Schweizer Bank eingeladen worden, den Film zu zeigen. Ferner saß neben mir in Luxemburg jemand von der EU-Kommission. Heute im Panel haben wir zudem einen Professor und den Blockchain-Verantwortlichen von der Deutschen Telekom sitzen. In kurz: Die Politik und die Wirtschaft nehmen das Thema ernst; das gab es damals noch nicht. Innerhalb des Space sind die Meinungen viel diversifizierter als damals. Bedingt auch durch die Vielzahl der verschiedenen Projekte und Möglichkeiten.

BTC-ECHO: Was hat dich besonders bei den Interviews überrascht?

Torsten Hoffmann: Alle sprechen über Dezentralisierung – von den Projekten, die ich mir angeschaut habe, sind allerdings die wenigsten wirklich dezentral.

BTC-ECHO: Was war dein Highlight bei den Dreharbeiten?

Torsten Hoffmann: Ich habe über die Jahre mit allen der großen Big Brains und Big Egos gesprochen – das macht immer Spaß. Aber mein absolutes Highlight war der berühmte Bitcoin-Bunker in der Schweiz. Und zwar liegen dort 10 Prozent der Private Keys von Xapo und Coinbase Custody. Bei dem Bunker handelt es sich um einen ehemaligen Militärbunker, der innerhalb eines Bergwerks gelegen ist. Die Keys liegen hinter Atomschutztüren. Dort gibt es natürlich die wildesten Sicherheitsmaßnahmen wie Fingerabdruck-Scanning mit Pulsmessung. Unten im Berg gibt es also dann diese Cold-Storage-Räume, in denen aber nur ein Fünftel der MultiSig Private Keys liegen, die anderen vier sind auf anderen Kontinenten sicher gelagert. Der Dreh dort war schon surreal.

BTC-ECHO: Hat dich die Reportage optimistisch gestimmt, was den aktuellen Krypto-Markt angeht? Oder sind die Probleme und Hürden größer als gedacht?

Torsten Hoffmann: Gute Frage. Ich habe in dem Film sowohl witzige Stories als auch einige Scams gezeigt. Und das hat mir gezeigt, dass selbst die dunkelsten Episoden der letzten paar Jahre etwas Positives haben. So etwas wie BitConnect wird es jetzt erstmal nicht mehr geben. Wir werden immer besser darin, Sinn und Unsinn voneinander zu unterscheiden. Insofern sehe ich die Krypto-Zukunft optimistisch.

BTC-ECHO: Du bist viel in der Welt herumgekommen. Wer wird deiner Meinung nach das Rennen bei Blockchain und Kryptowährungen machen: Europa, Asien oder die USA?

Torsten Hoffmann: Dahingehend tue ich mich schwer, eine Aussage zu treffen. Einer Studie zufolge ist Berlin zum Beispiel ziemlich weit vorne, wenn es um die Anzahl der Blockchain-Start-ups geht. Das könnte ein Anhaltspunkt sein. Was die Anzahl der Bitcoin-Besitzer angeht, sind die USA wiederum ziemlich weit vorne. Beim Mining sind es die Chinesen und beim Trading die Koreaner. Es kommt also immer auf den Use Case an. Ob sich in Deutschland die Blockchain durchsetzt, ist völlig offen. Schließlich funktioniert unser Finanzsystem aktuell einigermassen gut. In anderen Ländern braucht es hingegen einen digitalen Wertspeicher vielleicht dringender.

BTC-ECHO: Du hast deinen Film über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert. Unter anderem habt ihr auch Spenden in Kryptowährungen akzeptiert. Wie war die Resonanz? Wie viel haben Krypto-Spenden im Verhältnis ausgemacht?

Torsten Hoffmann: Mehr als 95 Prozent haben mittels Fiat über Kickstarter gespendet. Ein paar Bitcoin-Cash-Spenden (BCH) gab es – mit Bitcoin und Ethereum hingegen wurde überhaupt nicht gespendet. Bei meinem ersten Film hatte ich auch Spenden-Adressen eingerichtet. Damals hatten die Leute im Cent-Bereich gespendet. Im Zuge des Kursanstiegs sind diese Spenden aber heute deutlich mehr wert.

BTC-ECHO: Könntest du dir in Zukunft vorstellen, einen Film via Token Sale zu finanzieren? Wie müssten sich die Rahmenbedingungen dazu ändern?

Torsten Hoffmann: Generell ist es ziemlich schwierig, einen Film zu machen. Filmemacher müssen super kreativ darin sein, viel Geld einzusammeln. Deshalb stehe ich unkonventionellen Finanzierungsmethoden natürlich aufgeschlossen gegenüber. Ich glaube aber, für Token Sales braucht es einfach eine kritische Masse an Investoren. Ob ich die aufbringen kann, ist sehr fraglich.

BTC-ECHO: Wie ist deine persönliche Meinung zu Bitcoin, wird es zum Halving eine Kursexplosion geben?

Torsten Hoffmann: Meine Philosophie ist: Ich schaue nicht auf heute oder das nächste Halving, sondern auf die nächsten drei Halvings. Entweder ist Bitcoin dann ganz, ganz viel Geld wert oder gar nichts. Witzigerweise stellt sich heraus, dass je länger die Leute dabei sind, desto eher werden sie Bitcoin-Maximalisten. Natürlich heißt das nicht, dass alle anderen Projekte Scam sind. Es ist aber schon interessant, dass die Leute mit der meisten Erfahrung in Bitcoin am meisten vertrauen. Als Filmemacher habe ich zwar eine neutrale Position zu den Interviewten und überlasse es dem Zuschauer, sich seine Meinung zu bilden. Trotzdem habe ich Bitcoin als das solideste und am meisten dezentralisierte Projekt herausgestellt.

BTC-ECHO: Wo erscheint der Film zuerst, wo kann man ihn ansehen?

Torsten Hoffmann: Die beste Methode, um Filme zu zeigen, ist es, Premierenevents wie das hier in Berlin zu veranstalten. Mein Plan war es, um die Welt zu reisen und den Film an möglichst vielen Orten zu zeigen. Leider ist mir der Coronavirus in die Quere gekommen und es sind sechs der nächsten Städte bereits abgesagt worden. Ich muss also nun leider abwarten und spreche derzeit mit einigen Firmen über kleinere (interne) Vorstellungen.  Nach dieser Kinoauswertung werden wir auf iTunes, Amazon oder Netflix sein. In Deutschland wird es auch am Ende des Jahres eine Fernsehversion auf dem NDR geben. Diese wird aber nur 45 Minuten (statt der gesamten 85 Minuten Spiellänge) sein.

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