MasterChain enttäuscht: Russische Sberbank steigt aus

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Die Sberbank schaut sich nach neuen Partnern im Blockchain-Markt um. Die größte russische Bank ist unzufrieden mit den Blockchain-Fortschritten der Zentralbank. Insbesondere bei der Schnelligkeit und Sicherheit der MasterChain-Plattform sieht die Sberbank Mängel. Zwar verlässt die Sberbank das MasterChain-Programm nicht abrupt, sucht aber nach alternativen Blockchain-Plattformen.

Die größte russische Bank bemängelt die Entwicklungen bei MasterChain, dem Blockchain-Projekt der Zentralbank. Wie ein Sberbank-Vertreter am 2. Juli gegenüber der Krypto-Nachrichtenplattform Coindesk verriet, sucht das Finanzinstitut nach Alternativen für seine Blockchain-Pläne.

MasterChain erfüllt nicht die Anforderungen von Sberbanks Use Cases. Deshalb werden wir für unsere zukünftigen Entwicklungen Blockchain-Plattformen wie Hyperledger Fabric oder Quorom nutzen,


so sagte Oleg Abdrashitov, Chef des Blockchain Labs bei Sberbank. Er bezeichnete das MasterChain-System zudem als ineffizient, unsicher und langsam. Obwohl die Sberbank noch nicht vollständig aus der Initiative aussteigt, schaut sie sich nach neuen Partnern um. Weder die russische Zentralbank noch die FinTech Association (AFT), die an dem Projekt beteiligt ist, äußerten sich zu dieser Meldung.

MasterChain vornehmlich im Hypothekenmarkt aktiv

Laut Abdrashitov ist die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit MasterChain insbesondere deshalb relevant, weil MasterChain viele Aktivitäten in Russlands Hypothekengeschäft durchführt. Gleichzeitig ist Sberbank als Russlands größte Bank an 50 Prozent des nationalen Hypothekenmarkts beteiligt. Aufgrund der Rolle der Sberbank als solch großem Anteileigner am Bankengeschäft Russlands geschieht der schleichende Abgang nicht so diskret, wie es üblicherweise der Fall ist.

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Lanciert 2017, galt MasterChain kurzzeitig als die Hoffnung des institutionellen Blockchain-Markts in Russlands Bankenwesen. Unterstützt wurde MasterChain von fünf namenhaften russischen Banken: der Sberbank, Alfa Bank, VTB, Raiffeisenbank Russia und Otkritie. Laut inoffiziellen Angaben kostete die Initiative in den letzten zwei Jahren einige Millionen US-Dollar.

MasterChain gilt als langsam und ineffizient

Jedoch war das Projekt von Anfang an mit Schwierigkeiten verbunden. Einerseits kam MasterChain verspätet auf den Markt. Aufgrund verlangsamter technischer Fertigstellung ist ein konkretes Startdatum noch nicht bekannt. Weiterhin bemängelten Experten, dass die Blockchain zu zentralisiert aufgebaut ist. Als private Finanzinfrastruktur ist die Blockchain nur ausgewählten Akteuren exklusiv zugänglich. Zusätzlich ist das System zu langsam und damit ineffizient. Laut Abdrashitov braucht eine Hypothekenanleihe ganze drei Minuten für den Upload.

Daran sind Geschäftsleute nicht gewöhnt. Dass man einen Knopf drückt und erstmal eine Pause einlegen muss bis etwas funktioniert. Die Führungsriege schaut sich das an und wird enttäuscht von der Blockchain-Technologie. Wir geben das Geld der Shareholder aus. Insofern brauchen wir praktische Lösungen,

führte Abdrashitov aus. Frustriert zeigt sich der Banker auch von Sicherheitsmängeln und Hürden für die Benutzerfreundlichkeit.

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