Liechtenstein: Union Bank AG plant Security Token und Stable Coin

Liechtenstein: Union Bank AG plant Security Token und Stable Coin

Die Union Bank aus dem Fürstentum Liechtenstein lanciert als erste vollständig regulierte Bank einen eigenen Security Token. Außerdem plant die Bank die Herausgabe eines eigenen Stable Coins. Die „Union Bank Payment Coins“ sollen durch den Schweizer Franken gedeckt sein.

Wenn es um das Verwahren von Geld geht, waren Banken aus Liechtenstein schon immer ein beliebter Anlaufpunkt. Nicht umsonst gilt das gerade einmal 25 Kilometer lange Fürstentum zwischen Österreich und der Schweiz als Steuerparadies. Auch in Sachen Kryptowährungen und deren Regulierung setzt sich Liechtenstein nun gekonnt in Szene. So kündigte die Union Bank AG in einer Pressemitteilung an, künftig einen eigenen regulierten Security Token herauszubringen. Diesem soll außerdem bald ein Stable Coin folgen. Entsprechend will sich die Bank letztlich an die Spitze der Finance-Blockchain-Szene in der D-A-CH-Region setzen:

„Durch die heute angekündigten Maßnahmen wird die Union Bank AG ihre bestehenden Dienstleistungen und Angebote erweitern und verbessern und die ersten Schritte unternehmen, um sich als Full-Service-Blockchain-Investmentbank zu positionieren. Die Vorteile der Blockchain sollen zudem vollständig in die Prozesse und Technologien der Bank eingebunden werden. Die Union Bank AG wird bei dieser Initiative mit der Verum Capital AG zusammenarbeiten, einer führenden, in der Schweiz ansässigen Blockchain-Boutique.“

Liechtenstein will an die D-A-CH-Spitze

Sollte sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzen, wäre die Union Bank AG in ihrem unmittelbaren Konkurrenz-Umfeld tatsächlich weit vorne zu verorten. Dementsprechend optimistisch gibt sich M. H. Dastmaltchi, der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Union Bank AG:

„Unser Ziel ist es, die erste Blockchain-Investmentbank der Welt zu werden und mit konkreten Lösungen unseren Kunden und Intermediären dabei zu helfen, effizienter zu werden, die Kostenbasis zu reduzieren und neue Ertragsmöglichkeiten zu eröffnen.“

Wie man am Beispiel Tether immer wieder sieht, sind vertrauenswürdige Stable Coins – vor allem im regulierten Sektor – eher Mangelware. Gerade, um kurzfristig zwischen verschiedenen Kryptowährungen zu wechseln und damit etwaige Gewinne vom Hodln oder Traden zu sichern, eignen sich Stable Coins – zumindest theoretisch – recht gut.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er sammelte während des Studiums mehrjährige Redaktionserfahrung und war danach als freiberuflicher Journalist tätig, bevor er im Januar 2018 begann, als Redakteur bei BTC-ECHO zu arbeiten. Phillip hat einen Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, für den er an der Uni Konstanz und an der Universidad de Valparaíso studierte.

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