Keine Auszahlung von Rewards: Tezos in der Krise?

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Tezos Block-Validatoren, die sog. „Baker“, scheinen ihre Kapazitätsgrenze erreicht zu haben. Das ist insofern problematisch, als dass Nutzer, die ihre Proof-of-Stake-Token bei überforderten Baker hinterlegt haben, den versprochenen Reward nicht erhalten können. In letzter Konsequenz droht dem Netzwerk eine zunehmende Zentralisierung.

Der Tezos-Algorithmus beruht auf Proof of Stake. Das bedeutet, dass Transaktionen von qualifizierten Entitäten, den sogenannten Bakers, verifiziert und publiziert werden. Baker kann nur werden, wer mindestens 10.000 XTZ hinterlegt. Die Chancen, sich als Block-Validator zu qualifizieren, steigen indes mit der Höhe des hinterlegten Stakes. Nun können die Baker zusätzlich auch auf Token zurückgreifen, die andere XTZ-Nutzer bei ihnen hinterlegt haben, um somit ihren Stake abermals zu erhöhen. Und hier liegt das Problem.

Denn die Menge an XTZ, die Nutzer an die Baker delegieren können, ist begrenzt. Wie hier zu sehen ist, ist die Kapazität von einer Vielzahl der Block-Validatoren bereits erreicht.

Zentralisierung als Folge

Das bringt eine Reihe von Problemen mit sich. Denn einerseits sind überlastete Baker nicht in der Lage, anteilige Rewards auszuzahlen. Andererseits kann sich aus der Krise eine zunehmende Zentralisierung ergeben. Das liegt daran, dass die großen Baker wie TF und Polychain sogenannte Steals durchführen können. Auf Reddit äußert sich jonaslamis, einer der Validatoren, folgendermaßen zu dem Fall:

„Das Problem der Overdelegation wird immer hässlicher. Wenn viele Baker overdelegated sind, wird die Blockchain beeinträchtigt. Eine Bedrohung für die Dezentralisierung ist, dass unsere größten Baker (TF, Polychain und vermutlich Draper) anfangen werden, viele Steals zu verdienen. Weil sie für sich selbst baken, haben sie einen großen Stake zur Verfügung, um all die Steals mitzunehmen, die die öffentlichen Delegation-Services verpassen.“

Automatisierung als Lösung

Ein wenig Hoffnung schimmert trotzdem durch. Es zeichnet sich ab, dass Tezos bereits an einer automatisierten Lösung für das Problem arbeitet. Denn im Grunde müsste ein Algorithmus nur dafür sorgen, dass keine Token mehr an Baker an der Kapazitätsgrenze delegiert werden. Wenn sich die Funds gleichmäßiger verteilen, nimmt auch die Netzwerksicherheit zu.

Über die Risiken und Nebenwirkungen von Proof of Stake als Konsensmechanismus könnt ihr euch in Folge 13 des BTC-ECHO Podcasts informieren.

BTC-ECHO

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