Kaffee für Krypto – Slowenisches Einkaufszentrum akzeptiert Bitcoin

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: coffee cappuccino in a white cup with a symbol Bitcoin of cinnamon on milk foam via shutterstock

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Im größten Einkaufszentrum Sloweniens BTC City in Ljubljana kann man schon bald mithilfe der App Elipay seine Einkäufe in Bitcoin bezahlen. Das slowenische Startup Eligma hat damit eine offenbar einfache Lösung geschaffen, um Kryptos weiter in den Mainstream zu bringen.

BTC City hört sich schon verdächtig nach Bitcoin an. Bislang hatte hier jedoch kein Zusammenhang bestanden – das Einkaufszentrum mit derzeit über 450 Geschäften besteht schon seit 1954. Allerdings „flirtet es mit der Zukunft“, wie es im eigenen Magazin behauptet, und wolle sich nun der Blockchain-Technologie annehmen. Da viele der Geschäfte ab Mitte Juni auch Bitcoin als Zahlungsmethode akzeptieren, erhält der Name der Mall nun nachträglich eine erweiterte Bedeutung. Bereits Ende letzten Jahres hatte die Goto Mall in Seoul die Bezahlmöglichkeit mit Bitcoin eingeführt, wie BTC-ECHO berichtete.

QR-Code scannen, bestätigen und fertig

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Das slowenische Startup Eligma, dessen ICO erst im April diesen Jahres endete, hat es sich zum Ziel gesetzt, einfach und effektive Kryptolösungen für den täglichen Einkauf zu entwickeln. So wollen sie es mithilfe ihrer App Eligma ermöglichen, „mit Krypto in Offline-Stores“ zu bezahlen. Damit sollen vor allem auch Nutzer angesprochen werden, die Kryptowährungen nicht zum Traden verwenden wollen, sondern an dem ganz ursprünglichen Use Case, dem Bezahlen von Waren, interessiert sind. Tatsächlich scheint dies auch einfach umgesetzt. Die Waren der teilnehmenden Geschäfte werden mit einem speziellen QR-Code ausgestattet, der mit Elipay auf dem Smartphone gescannt wird. Nach Bestätigung des Kaufs ist die Transaktion auch schon abgeschlossen. Sicherheit zum Beispiel bei Verlust des Smartphones sei laut Eligma dadurch gegeben, dass das Krypto-Guthaben in einer geschützten Offline-Wallet aufbewahrt wird. Zugriff darauf hat nur, wer den Login kennt.

Kaffee für Krypto

Bereits im April hatte Eligma ihr Elipay-System dem slowenischen Präsidenten Borut Pahor und den slowakischen Präsidenten Andrej Kiska vorgestellt. Ende Mai folgte ein Treffen mit dem slowenischen Premierminister.

Wie Eligma in ihrem Blog bekannt gab, hatten sie die App, die künftig das Bezahlen mit Bitcoin ermöglichen soll, im Rahmen des Festival of Shopping of Fun in dem Einkaufszentrum vorgestellt. In diesem Zuge wurde der slowenische Premierminister Miro Cerar Zeuge, wie Elipay eingesetzt wird. So kaufte ihm der Staatssekretär Tadej Slapnik einen Kaffee mit Bitcoin. Eligma ist überzeugt, dass die Treffen mit den Staatsobersten das Interesse für Eligma und ihre Pionierleistungen in der Geschäftswelt weiter wachsen lassen wird.

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Im Februar dieses Jahres hatte eine Fake-News-Seite in Slowenien für Furore gesorgt. Diese behauptete, dass ein Künstler eine „Bitcoin City“ aufgebaut habe. Dafür habe er mit der slowenischen Regierung und der Universität Ljubljana zusammengearbeitet. In der Stadt sollten bereits 4.000 Menschen wohnen. Zudem sollte sie komplett auf der Blockchain-Technologie basieren. Diese Stadt habe er BTC City getauft. Entsprechend posierte er für das Artikelbild vor dem Schriftzug des Einkaufszentrums. Wer hätte gedacht, dass nur wenige Monate später zumindest ein Schritt in diese Richtung an jenem fotografierten Ort gegangen werden würde.

BTC-ECHO

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