Iran: Bitcoin-Kurs bei Allzeithoch, Bitcoin als Rettung für die Wirtschaft

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Bitcoin-Kurs erreicht im Iran sein bisheriges Allzeithoch. Wie die iranische Börse Exir berichtet, lag der Kurs des Bitcoin zwischenzeitlich bei über 24.000 US-Dollar. Im Hinblick auf US-Sanktionen und eine steigende Inflationsrate gelten Kryptowährungen hier als sicherer Zufluchtsort.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

In den vergangenen Tagen wurde Bitcoin im Iran zwischenzeitlich für umgerechnet 24.000 US-Dollar gehandelt. Das hängt vor allem mit den US-amerikanischen Sanktionen zusammen. So ist es die Regierung, die sich gegenüber Kryptowährungen öffnet und damit den Bitcoin-Kurs indirekt befeuert.

Bitcoin wird im Iran momentan zu Rekordkursen gehandelt. Wie die iranische Kryptobörse Exir meldete, zahlte man dort für einen Bitcoin zwischenzeitlich 1.020.000.000 Iranische Rial – umgerechnet etwa 24.000 US-Dollar. Das geht aus einem Tweet von Exir, einer der größten iranischen Börsen, hervor:


Außerdem erreichte der Ether-Kurs zwischenzeitlich die 1.000-US-Dollar-Marke und damit fast das Dreifache des durchschnittlichen Kurses der Kryptowährung von Ethereum.

Bitcoin zur Rettung – nicht nur im Iran

Die Nutzung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen hatte während der letzten Jahre stark zugenommen. Bereits im Januar 2018 gab es Berichte, dass der Handel mit Bitcoin innerhalb kurzer Zeit um über 1.000 Prozent gestiegen war. Dabei handelte es sich letztlich um eine Reaktion auf Sanktionen der USA. Diese hatte zwischenzeitlich das Vermögen einiger Unternehmen eingefroren, die in Verbindung mit dem iranischen Raketenprogramm standen. Als sich US-Präsident Donald Trump dann im Mai dazu entschloss, das Atomabkommen mit der Islamischen Republik Iran zum 12. Mai zu beenden, kam auch die Nationalwährung in Bedrängnis.

Ähnlich wie in Simbabwe oder Venezuela begann die krisengeschüttelte Bevölkerung damit, sich Bitcoin und anderen Kryptowährungen zuzuwenden. Trotz der oft bemängelten hohen Volatilität und den Problemen mit der Skalierung, erschienen die Kryptowährungen als eine Möglichkeit, um Wert aufzubewahren, die sicherer ist als die Nationalwährung. Ein interessanter Use Case für das digitale Kryptogeld, an dem man einmal mehr beobachten kann, warum große, zentralistische Strukturen noch immer mit Argusaugen auf Bitcoin & Co. blicken.

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