Social Media Revolution? IOTA soll Twitter, Facebook und Co. verbinden

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Ein Bildschirm, auf dem verschiedene Social Media Symbole angezeigt werden, darunter vimeo google plus reddit twitter facebook instagram linked in tumblr youtube pinterest und skype, ansicht von schräg oben, in der mittleren reihe befinden sich zentral twitter facebook instagram und linked in, bei facebook ist eine weiße eins in einem roten kreis

Quelle: Shutterstock

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Ein Start-up will die Social-Media-Welt revolutionieren. Die IOTA-Technologie soll dabei helfen.

IOTA – Connecting People?

Spätestens seit dem Cambridge-Analytica-Skandal rund um den Social-Media-Konzern Facebook dürfte das Vertrauen in Anbieter von sozialen Medien beziehungsweise deren Umgang mit Nutzerdaten gelitten haben. Ob nun Facebook, Instagram oder Twitter – die meisten Pattformen speichern die Informationen ihrer Benutzer auf zentralen Servern, die Verwendung der Daten ist oft undurchsichtig. Dezentrale Alternativen wie etwa Steemit konnten sich bisher nicht durchsetzen. Eine Lösung könnte ein dezentrales Rahmenwerk bieten, das Twitter, Facebook & Co. miteinander verbindet. Das Start-up Society2 will das mithilfe der IOTA-Technologie erreichen.

Society2: Kleines Team, große Ambitionen

Wie Society2 in einer Pressemitteilung verlauten lässt, arbeitet es an einem dezentralen Netzwerk für soziale Medien. Damit will das Start-up einen neuen Standard in Sachen Privatsphäre, Kontrolle und Interoperabilität zwischen Social-Media-Plattformen erreichen.

Dabei, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, baue man auf das technologische Fundament von IOTA Streams. Nutzern soll es möglich werden, ihre Daten zu verschlüsseln, um sie dann über das Society2-Netz zu versenden. Momentan befinde sich das Projekt noch in der Planungsphase – der erste Prototyp soll im dritten Quartal 2020 erscheinen.


Ben Royce, Head of Development bei Society2 und einer der beiden Mitglieder identifiziert die aktuellen Probleme bei Social Media vor allem in der Wahrung der Privatsphäre der Nutzer:

In den letzten 15 Jahren sind soziale Medien zu einem Eckpfeiler unseres Lebens geworden. Leider geht dies zu Lasten unserer Privatsphäre, der Kontrolle über unsere persönlichen Daten und der Entscheidung darüber, woher wir Informationen über die Welt um uns herum bekommen und wem wir vertrauen. Dies sind einige der Schlüsselprobleme, die wir mit SOCIETY2 lösen wollen.

Ben Royce

Joseph Skewes, Head of Operations bei dem Start-up mit IOTA-Wurzeln:

Dezentralisierte soziale Medien [DeSM] wurden bisher noch nicht allgemein angenommen. Einer der größten existierenden DeSM-Dienste hat nur mehrere Millionen Nutzer (von denen weniger als zwei Millionen aktiv sind). Für uns deutet das darauf hin, dass diese anderen Plattformen (noch) kein Problem lösen, das groß genug ist. Wir erwarten eine breitere Akzeptanz, wenn die Mainstream-Plattformen die Vorteile erkennen, die die Verwendung eines dezentralisierten Standards mit sich bringen kann. Twitter ist eine Plattform, die Interesse zeigt und vor kurzem damit begonnen hat, unabhängige Forschungsarbeiten über Standards zu finanzieren, die sich für die künftige Nutzung von Twitter eignen könnten.

Joseph Skewes

Mehr zu IOTA

IOTA ist ein dezentrales Krypto–Projekt, das als technologische Grundlage für das Internet der Dinge dienen soll. Der Bitcoin Blockchain setzt die IOTA Foundation das Tangle entgegen, das auf einem gerichteten azyklischen Graphen basiert. Mit instantanen und gebührenfreien Transaktionen will IOTA vor allem im Bereich der Mikrotransaktionen glänzen. Zuletzt war das IOTA-Ökosystem jedoch von internen Verwerfungen erschüttert worden, die in einem Streit zwischen Entwicklern gipfelten. Auch Sicherheitsprobleme machten dem Projekt zu schaffen, worunter zumindest indirekt auch der IOTA-Kurs erheblich gelitten hatte.


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