Indische Polizei beschlagnahmt Bitcoin-Geldautomat

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Der Tausch von Fiat- in Kryptowährungen ist in Indien seit dem 3. Juli verboten. Aufgrund der dennoch hohen Nachfrage hat die Krypto-Börse Unocoin Krypto-Geldautomaten aufgestellt. Der vermeintliche Sieg über die regulatorischen Schranken währte jedoch nur kurz. Nun ist die indische Polizei dagegen vorgegangen – der Bitcoin-Geldautomat ist beschlagnahmt.

Wie BTC-ECHO erst am 15. Oktober berichtete, hat die indische Krypto-Börse Unocoin damit begonnen, Bitcoin-Geldautomaten aufzustellen. Der erste seiner Art, der Indische Rupien (INR) gegen 30 Kryptowährungen eintauscht, wurde am 14. Oktober in Bangalore eingeweiht. Unocoin plante bereits die Aufstellung weiterer Automaten in Mumbai und Delhi. Interessant wird diese Einführung von Krypto-Geldautomaten vor allem durch die Tatsache, dass der Tausch von Fiat- in Kryptowährungen und umgekehrt in Indien seit Anfang Juli eigentlich verboten ist. Dieses Verbot setzte die örtliche Polizei nun um.

Ein kurzes Vergnügen


Am 24. Oktober berichtete die Times of India, dass die indische Polizei in der Stadt Bangalore bereits kurz nach seiner Aufstellung einen Geldautomaten der lokalen Krypto-Börse Unocoin beschlagnahmt hat. Dem Bericht zufolge wurde zudem der Mitgründer und CTO von Unocoin, Harish BV, am 23. Oktober festgenommen. Außerdem beschlagnahmte die Kriminalpolizei der örtlichen Polizei neben dem Geldautomaten zwei Laptops, ein Handy, drei Kreditkarten, fünf Debitkarten, einen Reisepass und indische Rupien im Wert von etwa 2.500 US-Dollar. Der Kommissar der Stadtpolizei von Bangalore, Alok Kumar, begründet diese Schritte in einem Bericht des Bangalore Mirror vom 24. Oktober:

„Sie [Unocoin] hatten keine Lizenz von der RBI [Reserve Bank of India, die indische Zentralbank], der Sebi [Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde von Indien] oder irgendeiner anderen Behörde, um die Bitcoin-Transaktion durchzuführen. Sie führten sie ohne eine Handelslizenz von der BBMP [Regierung von Bangalore] ein.“

In der Tat ist Unocoin zwar eine der Krypto-Börsen in Indien, die das Bankenverbot überstanden haben, das Anfang des Jahres von der RBI erlassen wurde. Dennoch bestand das Verbot zum Fiat-Krypto-Handel bereits vor der Errichtung des Automaten.

Der kleine, aber feine Unterschied

Dennoch weist der Mitbegründer und CEO von Unocoin, Sathvik Viswanath, diese Anschuldigung zurück und erklärte der Times of India:

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„Die Erklärung des [Finanz-]Ministers war klar: Kryptowährungen sind in Indien kein gesetzliches Zahlungsmittel. Er sagte nicht ‚illegales Tender‘. Es gibt einen großen Unterschied. Es bedeutet, dass Sie das Risiko Ihrer Investition tragen und es keine Regulierung für die Branche gibt.“

Inwiefern Unocoin auf diesen Unterschied beraten und mögliche Schritte gegen die Beschlagnahmung einleiten will, ist bislang noch nicht bekannt.

BTC-ECHO


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