HSBC: Milliarden-Potential durch Blockchain

Stefan Schäfges

von Stefan Schäfges

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Stefan Schäfges

Stefan Schaefges ist studierter Wirtschaftsingenieur und Unternehmer. Als Berater, Trainer und Speaker berät er Unternehmen bei den Themen Digitalisierung, Robotics, Marketing und Mindset. Im Bereich Blockchain-Technologie befasst er sich insbesondere mit den Anwendungsmöglichkeiten im Businessbereich.

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HSBC erkennt in Blockchain-Technologie Milliarden-Potential

Quelle: Shutterstock

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Die HSBC Bank verkündet die erste erfolgreiche Akkreditiv-Transaktion in Yuan und setzt damit den nächsten Meilenstein. Die Nutzung der Distributed-Ledger-Technologie kann ein Multi-Milliarden-Potential bereithalten, sorgt gleichzeitig für den Abbau von bürokratischen Hürden und stärkt den Umweltschutz.

In einer Pressemitteilung vom 2. September teilte Europas größte Bank mit, dass die erste Akkreditivtransaktion in Yuan auf Blockchain-Basis erfolgreich abgewickelt wurde.

Bei einem Akkreditiv handelt es sich um ein Zahlungsversprechen einer Bank eines Importeurs gegenüber dem Exporteur der Ware oder einer entsprechenden Dienstleistung.

HSBC: Der Abbau von bürokratischen Hürden und Umweltschutz

Bei Akkreditiv-Transaktionen handelt es sich um Geschäfte mit einem hohen bürokratischen und papierbasierten Aufwand. Um hierbei die Prozesse schlanker und ressourcensparender zu gestalten, setzt die HSBC wie andere ihrer Wettbewerber auf die Distributed-Ledger-Technologie.


Die erste Transaktion in Yuan über die Voltron-Trade-Finance-Plattform stellt somit einen Meilenstein dar. Der Austausch der elektronischen Dokumente erfolgte binnen 24 Stunden. Üblich sind für derartige Transaktionen fünf bis zehn Tage. Bei der Transaktion handelt es sich um eine Exportlieferung des Elektronikherstellers MTC Electronics aus Hongkong an die Muttergesellschaft Shenzhen MTC nach China. Bisher sind Transaktionen über Voltron jedoch Einzelfälle. Ajay Sharma, der regionale Leiter im asiatisch-pazifischen Raum für die globale Handels- und Forderungsfinanzierung der HSBC, sagte hierzu:

Wir hoffen, bis Ende des Jahres, vielleicht im ersten Quartal des nächsten Jahres zu wissen, was Voltron kostet. An diesem Punkt werden viele Banken, die aktuell am Rande stehen, in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen.

Ferner ergänzt Ajay Sharma:

Wir hoffen natürlich, dass durch diese Technologie die Stückkosten für eine Transaktion sinken, verbunden mit anderen Vorteilen, wie beispielsweise Geschwindigkeit.

Die Distributed-Leder-Technologie könnte ein Multi-Milliarden-Geschäft werden

Nach der ersten kommerziellen Handelsfinanzierungstransaktion der HSBC im Jahr 2018 ist die Abwicklung in Yuan nun ein weiterer erfolgreicher Meilenstein. Die HSBC sieht hierbei ein enormes Potenzial, denn alleine in und aus China wurden im Jahr 2018 Akkreditive im Wert von 750 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Die Open-Source-Blockchain-Plattform R3 Corda startete Voltron zusammen mit acht Banken (HSBC, Bankok Bank, BNP Paribas, CTBC Holding, ING, NatWest, SEB und Standard Chartered) im Oktober 2018. Das Ziel ist die Digitalisierung der Handelsfinanzierungsdokumente und das Gewinnen neuer Partner.

Bereits im Februar hatte BTC-ECHO über die HSBC berichtet. Denn die Großbank konnte durch die Nutzung der Distributed-Ledger-Technologie im Jahr 2018 rund ein Viertel der Verwaltungskosten im Devisenhandel einsparen.


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