Unklare Ansage Goldman Sachs: Bitcoin ist gereift, aber noch zu volatil

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Statue im Pariser Tuileriengarten

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Laut Goldman Sachs Manager Jeff Currie ist Bitcoin gerade dabei, „reifer“ zu werden. Das Institutionelle Interesse an dem digitalen Gold sei jedoch noch deutlich ausbaufähig.

So ganz geheuer ist Bitcoin den institutionellen Investoren – Unternehmen und Organisationen, die Gelder für Kunden anlegen – noch nicht. Zumindest, wenn es nach Jeff Currie geht. Currie besetzt bei der US-Großbank Goldman Sachs den Posten des „Global Head of Commodities Research“. Gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNBC konstatierte Jeff Currie am 12. Januar zwar, dass BTC dabei sei, zu „reifen“. Für den großen Durchbruch müsse der Bitcoin-Kurs jedoch stabiler werden. Für diese Stabilität müsse wiederum mehr institutionelles Kapital in BTC fließen.

Der Schlüssel zur Schaffung einer Art von Stabilität auf dem Markt ist es, eine Erhöhung der Beteiligung von institutionellen Anlegern zu sehen und im Moment ist diese klein.


Currie schätzt, dass nur ein Prozent des Geldes, das im Bitcoin-Markt steckt, von institutionellen Investoren stammt. Wie der Großbanker auf diesen Wert kommt, verrät er im CNBC-Interview nicht. Das ist bedauerlich, wirkt die von Currie kolportierte Zahl von 600 Millionen US-Dollar institutionellem Kapital doch auffallend niedrig – um nicht zu sagen: falsch.

Bitcoin-Daten widersprechen Goldman Sachs-Einschätzung

So zeigen die Daten von BitcoinTreasuries.com, dass alleine der BTC-Fonds aus dem Hause Grayscale mittlerweile auf 572.644 BTC angeschwollen ist. Das entspricht bereits 2,73 Prozent aller 21 Millionen Bitcoin, die es jemals geben wird. In Fiat-Sprech bedeutet das, dass alleine im Bitcoin Trust Grayscale fast 20 Milliarden US-Dollar geparkt sind. Insgesamt „hodln“ Unternehmen und Investmentfonds damit über 40 Milliarden US-Dollar in BTC. Das entspricht einem Anteil von über vier Prozent an der Marktkapitalisierung von BTC. Von den nackten Zahlen abgesehen gibt es auch empirische Belege für ein reges Interesse von Institutionellen beziehungsweise Großinvestoren. Erst am 11. Januar meldete der notorische BTC-Gegner Peter Schiff Zweifel an der Bitcoin-Begeisterung vom „Big Money“ an. Daraufhin wurde er unter anderem von Gemini-Chef Tyler Winklevoss eines besseren belehrt. Auch der deutsche Finanzexperte Marc Friedrich hat Schiff darauf verwiesen, dass er mit seinem Mutual Fund zu 5 Prozent in Bitcoin investiert ist.

Generell scheint es Currie im Interview mit den Zahlen nicht allzu eng zu sehen. So eröffnet er das Gespräch mit einem Rückblick auf den Bullenmarkt von 2017, der im Januar 2018 ein abruptes Ende gefunden hat. Wie Currie allerdings auf den Wert von 27.000 US-Dollar kommt, den Bitcoin in 2018 erreicht haben soll, bleibt ebenso fraglich wie der Ursprung seiner Einschätzung zu den institutionellen Bitcoin-Investments.

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