GMO gibt ersten japanischen Bitcoin-Miner heraus

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Quelle: Bitcoin mining farm. IT hardware. Electronic devices with fans. Cryptocurrency miners. via Shutterstock

Das japanische Unternehmen GMO Internet Inc. hat seinen ersten Bitcoin-Miner herausgegeben. Damit ist es auch das erste Unternehmen von den japanischen Inseln, das in das Feld Bitcoin-Mining vorstößt. Jetzt will man versuchen, den Platzhirsch anzugreifen.

Bereits im September vergangenen Jahres berichtete BTC-ECHO über die Ankündigung von GMO, in 2018 groß in das Mining-Geschäft einzusteigen. Damals kündigte man an, ein „Mining-Center der nächsten Generation“ betreiben zu wollen, in dem das Unternehmen erneuerbare Energie und hochmoderne Halbleiter-Chips nutzt. Man sei davon überzeugt, „dass Kryptowährungen sich in die Richtung von neuen universellen Währungen entwickeln werden“, die von jedem Menschen, unabhängig vom jeweiligen Land oder der jeweiligen Region, zum „freien Warenaustausch genutzt werden können und so einen neuen grenzenlosen Wirtschaftsraum schaffen werden“.

Ankündigung wahrgemacht

Nun hat das Warten ein Ende und GMO kann die angekündigten Bitcoin-Miner endlich der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei wurde das Gerät nicht nur als erster Miner komplett in Japan entwickelt – wenn auch in Taiwan gebaut. Das Modell B2 verwendet auch erstmals 7-Nanometer-Halbleiter-Chips anstatt der 16-Nanometer-Nodes, die beispielsweise Bitmains Antminer S9 nutzt. Die neue Technologie soll rund vier Mal energieeffizienter sein als die vorherige.

So ist es keine Überraschung, dass GMO sich Bitmain als Hauptkonkurrenten gesucht hat. Bitmain stellt momentan die mit Abstand größte Kraft im Mining-Geschäft dar, mit einem Marktanteil von fast 80 Prozent aller produzierten ASIC-Minern kann man schon fast von einer Monopolstellung sprechen. Der Machtkonzentration und Zentralisierung tritt GMO nun entgegen. „Ich respektiere Bitmain, aber wir werden sie übertreffen“, so Masatoshi Kumagai, CEO von GMO.


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Der B2 kostet 1.999 US-Dollar, Bitmains Antminer S9 lediglich 837 US-Dollar. Den Preisunterschied rechtfertigt das GMO-Produkt jedoch in Sachen Qualität. Dabei könne der B2 bei einem Energieverbrauch von 1950 W pro Einheit 24 Terahashes (TH/s) erreichen, der S9 kommt bei derselben Leistung nur auf 14TH/s. Vorbestellungen für die Einheiten sind ab sofort möglich, geliefert werden kann das Produkt jedoch erst ab Oktober.

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