Genesis Mining: Unrentable Verträge sollen beendet werden

Quelle: shutterstock

Genesis Mining: Unrentable Verträge sollen beendet werden

Der Cloud-Mining-Service-Anbieter Genesis Mining möchte Mining-Verträge, die keinen oder nur sehr wenig Profit abwerfen, zeitnah kündigen. Als Begründung dafür nennt das Unternehmen zum einen den Sinkflug des Bitcoin, zum anderen jedoch auch eine Erhöhung der Mining-Schwierigkeit. Für die Kunden von Genesis Mining gibt es jedoch noch die Möglichkeit, auf einen höher dotierten Vertrag umzusteigen.

Genesis Mining ist ein Dienstleister, der Cloud Mining Services anbietet. Dabei kann der Kunde Mining-Kapazitäten von bereitgestellten Rechnern mieten und diese zum Minen von Kryptowährungen bieten. Viele dieser Cloud-Mining-Anbieter unterhalten sogenannte Mining-Farmen, die dank der Skaleneffekte um einiges effizienter funktionieren als kleinere, private Miner. Der Kunde wird für sein Investment anschließend mit einem Teil der Profite belohnt, die durch das Mining erwirtschaftet werden.

Mining wird weniger rentabel – Das Geschäftsmodell gerät ins Wanken

Was passiert jedoch, wenn diese Profite ausbleiben? Diese Erfahrung musste Genesis Mining in den letzten Wochen und Monaten machen. Wie das Unternehmen in einem Blog-Post bekannt gab, ist das Geschäft für Miner seit dem Ende des vergangenen Jahres härter geworden. Dies schlage sich auch in den Erträgen der Kunden nieder, die geringer ausfallen als zum Zeitpunkt des Investment angenommen. Diese Entwicklung führt zu Enttäuschung und Frustration.

Als Cloud-Mining-Anbieter könne Genesis Mining jedoch nicht alle Faktoren des Mining Rewards beeinflussen. Außerdem entziehen sich Bitcoin-Kurs und Mining Difficulty dem Einfluss des Anbieters. Lediglich die Infrastruktur sei von Genesis Mining kontrollierbar. In diesem Feld sei man mit den Mining-Farmen auf Island nach wie vor gut ausgestellt.

Genesis Mining zieht Konsequenzen – Unrentable Verträge werden gekappt

In den anderen beiden Feldern entwickelte sich der Markt für den Cloud-Mining-Anbieter allerdings weniger gut. Genesis Mining macht die anhaltende Talfahrt des Bitcoin – bzw. des gesamten Kryptomarktes – in Verbindung mit dem Anstieg der Mining Difficulty im April und Mai für die magere Ausbeute verantwortlich.

Aktuell erwirtschaften daher einige Kundenverträge weniger Profit, als sie an Instandhaltungskosten beanspruchen. Deshalb hat sich Genesis Mining dazu entschlossen, die unrentablen Verträge in eine 60-tägige Übergangsperiode zu überführen. Enden diese 60 Tage, laufen die Verträge automatisch aus – auch wenn sie zuvor unbefristet waren.

Mit einem Upgrade der Kündigung entgehen

Kunden, die auch weiterhin in den Mining-Farmen von Genesis Mining minen wollen, können ihre laufenden Verträge jedoch noch retten. So bietet das Team ein Upgrade der Bitcoin-Mining-Verträge auf sogenannte Radiant Verträge an. Diese laufen mit einer festgeschriebenen Laufzeit von 5 Jahren anstatt der vorher geltenden unbefristeten Laufzeit. Zudem reduziert sich der Preis pro 1 TH/s von 285 US-Dollar auf 180 US-Dollar. Damit trägt man der Marktlage Rechnung und kalkuliert fortan vorsichtiger.

BTC-ECHO

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Phēnix X1: Prototyp für Blockchain-Smartphone angekündigt
Phēnix X1: Prototyp für Blockchain-Smartphone angekündigt
Mining

Mit Phēnix X1 gibt es offenbar einen ersten Prototypen für ein mining-fähiges Smartphone. Mit dem geplanten Modell soll es möglich sein, Kryptowährung zu schürfen. Außerdem wartet das Blockchain-Smartphone mit einer eigenen Krypto-Wallet auf.

Illegales Bitcoin Mining in China: Stromdiebe verursachen Schaden in Millionenhöhe
Illegales Bitcoin Mining in China: Stromdiebe verursachen Schaden in Millionenhöhe
Mining

Der chinesischen Polizei gelang ein Schlag gegen einen Ring illegaler Bitcoin-Miner. Aufgeflogen sind die Mining-Aktivitäten wegen des stark gestiegenen Stromverbrauchs, den der betroffene Energieversorger meldete.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: