Franklin Templeton: Vermögensverwalter plant Fonds auf Blockchain

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Franklin Templeton: Vermögensverwalter plant Fonds auf Blockchain

Franklin Templeton Investments möchte seinen Aktionären mit der Nutzung der Blockchain-Technologie mehr Transparenz verschaffen. Gleichzeitig sollen die Kosten für die Fondsverwaltung sinken.

Einer Pressemitteilung vom 3. September zufolge plant Franklin Templeton Investments, die Stellar Blockchain für einen Fonds zu nutzen.

Franklin Templeton Investments hat seinen Sitz in San Mateo, Kalifornien und gehört mit einem verwalteten Vermögen von über 700 Milliarden US-Dollar zu den 35 größten Vermögensverwaltern weltweit. Zudem ist das Unternehmen als Franklin Resources im Aktienindex S&P 500 gelistet.

SEC prüft die Planung von Franklin Templeton

Am 3. September hat das Unternehmen Franklin Templeton Investments ein offizielles vorläufiges Werbeprospekt für einen Geldmarktfonds, bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), eingereicht. Denn Franklin Templeton plant die Fondsanteile über das Stellar-Netzwerk zu erfassen. Der Plan bedarf der Zustimmung der SEC.

In dem offiziellen Prospekt wird aufgeführt, dass der Fonds „keine Investitionen in Kryptowährungen oder andere virtuelle Währungen tätigen wird“. Der Fonds plant mit einem Wert von einem US-Dollar pro Aktie. Zudem werden 99,5 Prozent der Investitionen in Staatspapiere, Barmittel und Pensionsgeschäften abgesichert.


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Hierbei wird das Stellar-Netzwerk verwendet, um das Eigentum der Fondsanteile in einem Distributed Ledger elektronisch zu erfassen.

Stellar ist ein quelloffenes Protokoll und Netzwerk und strebt nach einem dezentralen Zahlungsverkehr. Das Unternehmen möchte Zahlungen so einfach wie E-Mails gestalten. Stellar Lumens (XLM) ist die entsprechende Kryptowährung und dient als eine Art Brückenwährung für grenzüberschreitende Zahlungen.

Wird der Kauf von blockchainbasierten Aktien bald möglich?

Aktuell sind Fondsanteile noch nicht zum Kauf, Verkauf oder zu Übertragung auf Blockchain-Basis verfügbar. In Zukunft verspricht sich der Fondsverwalter durch die Blockchain-Technologie mehr Transparenz und geringere Kosten. Der Handel soll dann über eine App des Vermögensverwalters laufen, jedoch nicht über einen Sekundärmarkt.

Blockchainbasierte Aktien können in Zukunft den Fondsaktionären mehr Transparenz bieten und eine kürzere Abwicklungszeit ermöglichen.

Zudem sieht Franklin Templeton aber auch, dass blockchainbasierte Aktien mit einem eigenen Risiko einhergehen sowie dass das Risiko von Hacks bzw. Geldverlusten besteht.

Laut Franklin Templeton handelt es sich bei dem Projekt und der Einbindung des Stellar-Netzwerks um einen Test sowie der Tatsache, dass der Fonds der Liquidation unterliegt.

Nicht nur Franklin Templeton beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie. Denn wie BTC-ECHO im Februar berichtet hatte, sind zwei große amerikanische Pensionsfonds mit 40 Millionen US-Dollar in einen Krypto-Risikokapitalfonds eingestiegen.

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