First Global Credit – Aktienhandel mit Bitcoin

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First Global Credit – Aktienhandel mit Bitcoin

First Global Credit ermöglicht mehr als den üblichen Bitcoin - Fiat - Handel - hier kann man Aktien oder Terminkontrakte mit Bitcoin handeln.

Bitcoin ermöglicht jedem, arm wie reich, durch intelligentes Trading Profite zu machen. Gerade in Dritte Welt- und Schwellenländern kann man sehen, wie Bitcoin als Hedge gegen schwache Fiatwährungen genutzt wird. Diese Absicherung, die auch normalen, einfachen Leuten zur Verfügung steht, war vor Bitcoin nicht oder nur sehr aufwändig möglich.

Was sich jedoch noch nicht so durchgesetzt hat, was jedoch der Bitcoin-Akzeptanz große Dienste leisten könnte, wäre, wenn Leute nicht nur Fiat in Bitcoin tauschen, sondern Bitcoin vollständig wie eine Fiatwährung nutzen würden. Und dazu würde gehören, dass Bitcoin als Zahlungsmittel genutzt wird,um mit Bitcoin Aktien zu traden und Bitcoin zu investieren.

Möglichkeiten, Profit zu machen

Bitcoin, frei nach dem Motto “be your own bank”, steht für eine Vision eines dezentralen Wertguts, über die keine zentrale Autorität Macht hat. Diese Vision muss bei allem Bemühen um Profit beibehalten werden.

Eine Möglichkeit könnte die Nutzung von Bitcoin im Zusammenhang des Wertpapierhandels sein, als Medium, welches Menschen aus Entwicklungsländern den Aktienhandel auf einfache Weise ermöglicht würde dem Ideal der Dezentralität entsprechen. In diese Richtung denkt auch Marcie Terman, Gründerin von First Global Credit:

“Das Ziel unseres Unternehmens ist, Leuten mit Kryptowährungen dieselben Investmentmöglichkeiten zu geben, die Leute in Ländern mit stabilen Fiatwährungen schon seit längerem haben. Das ist nicht nur für einzelne Leute, die erst via Bitcoin am Wertpapierhandel teilnehmen können, sinnvoll. Wenn das Bitcoin Ökosystem wirklich Teil der Weltwirtschaft werden möchte sind solche Entwicklungen notwendig.”

First Global Credit möchte Dienstleistungen anbieten, die Bitcoin als Handelsgut akzeptieren. Das Unternehmen hat deshalb jüngst die eigenen Möglichkeiten, mittels Bitcoin Aktien zu kaufen, um 50 Investmentmöglichkeiten vom HKEX (der Aktienbörse von Hongkong) erweitert.

Durch diese Erweiterung können Nutzer Aktien von unterschiedlichen chinesischen Firmen mittels Bitcoin erwerben. Namhafte Unternehmen wie die Galaxy Entertainment Group oder die Lenovo Group gehören dazu.

Terminkontrakte und Aktien für Bitcoin

Vor dieser Erweiterung wurden schon Aktien aus England zum Verkauf angeboten. Seit dies letztes Jahr ermöglicht wurde konnte das Unternehmen einen Anstieg des Handelsvolumens um 350% verbuchen.

“Aktien waren für uns der optimale Testballon. Leute verstehen Aktien, wir konnten also damit rechnen, dass dieser Service genutzt wird. Doch dabei darf es nicht stehen bleiben: erst über eine sinnvolle Diversifizierung des Investment Portfolios können langfristig Gewinne erzielt werden. Damit unsere Kunden mit der Implementierung von Anlagestrategien beginnen können. haben wir zu den Aktien aus dem US Bereich weitere aus dem Vereinigten Königreich, Hongkong und China angeboten. Inzwischen bieten wir noch weitere Arten von Wertgütern wie Terminkontrakte (im englischen Sprachraum als Futures bekannt) oder Edelmetalle an.”

Das Unternehmen hat außerdem mehrere ETFs als Investmentmöglichkeiten auf ihre Plattform geholt. Mit dem Brazil Small Cap Fund ETF, dem Mexico Market Index Fund ETF und anderen haben Nutzer noch bessere Möglichkeiten der Diversifizierung.

Ähnlich wie auf wohlbekannten Bitcoin-Börsen kann man auf First Global Credit auch Fiat in Bitcoin und umgekehrt tauschen. Gemeinsam mit der Möglichkeit des Investments in Aktien ergeben sich daraus interessante Möglichkeiten. Gavin Smith, seines Zeichens CEO von First Global Credit, erklärt diesbezüglich:

“Eine Taktik namens Currency Switching basiert darauf, dass es letztlich egal ist, ob man eine Sicherheit in Bitcoin oder Fiat hinterlegt hat. Damit kann der Anleger die Kursbewegung von Bitcoin zu seinen Gunsten simultan zum an sich getätigten Handel nutzen. Sollte also ein Trader sehen, dass alles nach einem Preissturz bei Bitcoin aussieht, könnte er sein Kapital schnell in eine Fiatwährung seiner Wahl tauschen – ohne vorher seine Aktien oder Terminkontrakte zu verkaufen. In der Hinsicht können unsere Nutzer gleichzeitig auf zwei Wegen Profit machen.”

Vorteile und Risiken beim Trading mit Bitcoin

Trading auf diese Art hat Vorteile, aber auch viele Risiken. Ein fundamentales Risiko ist natürlich, dass man dem Inhaber der Börse vertrauen muss. Fälle wie MtGox haben gerade den Bitcoin-Nutzern hier ein gesundes Mißtrauen beigebracht. In der Hinsicht betrachten wir mal das Geschäftsmodell von First Global Credit.

Um die Sicherheit der Nutzer zu garantieren bewertet das Unternehmen bestehende Bitcoin-Börsen. Diese Bewertung, bei der Fragen bezüglich der Transparenz, der Management-Struktur oder der regulatorischen Basis der Börse eine Rolle spielen, dient First Global Credit als Filter: Nur Börsen, die hier gut abschneiden, werden genutzt, um die Assets der Firma auf denselben anzulegen. Es ist zu betonen, dass diese Assets verteilt werden, um nicht alles Vertrauen in eine einzige Börse setzen zu müssen.

So findet letztlich eine Diversifizierung schon auf Unternehmensseite statt: Man ist weniger von einer einzelnen Börse abhängig. Neben dieser Diversifizierung ist eine weitere Maßnahme zur Risikominimierung, die Zeit, in der die Funds außerhalb der Kontrolle von First Global Credit sind,zu verringern. Dazu werden sie, sofern sie nicht aktiv zum Trading genutzt werden, in ständiger Bewegung gehalten.

Schließlich werden nicht die Bitcoins der Kunden für das Trading genutzt. Der Kunde bleibt im Besitz seiner Bitcoins, während First Global Credit quasi den Wert in Fiat verleiht, den wiederum der Kunde an der Börse investieren kann.

First Global Credit – Fernost im Blick

First Global Credit bietet seine Dienstleistung inzwischen vielen Leuten in Afrika und Lateinamerika an. Aktuell kommen immer mehr Kunden aus Asien dazu. Man erkennt ein Pattern: Die Nutzung von Kryptowährungen wird dort immer mehr akzeptiert, wo nur die absolute Oberschicht auf regulärem Weg Profit machen kann. Die Wirtschaftsräume in Asien bieten für Bitcoin-basierte Projekte viele Möglichkeiten – kein Wunder also, dass wir in China und Indien, aber auch in Indonesien oder Malaysia einen riesigen Bitcoin-Boom sehen.

“Lange Zeit hat der Westen die Finanzmärkte kontrolliert. Speziell die Vereinigten Staaten hatten hier bezüglich Investmentkapital große Vorteile. Die Dominanz des Westens beginnt hier zu bröckeln. Nicht nur dank Kryptowährungen: In China und anderen Standorten Asiens versuchen sich Wirtschaftssysteme in direkter Konkurrenz zum Westen aufzubauen. Deshalb sehen wir eine Verlagerung des Machtschwerpunktes gen Osten. Unternehmen in China und Hongkong sind deutlich aggressiver als ihre westlichen Pendants. Unser Ziel ist aus diesem Grund, dass Kunden Zugang zu Märkten im Westen und im Osten haben, um so in diesen Zeiten der Machtverlagerung das Geld sinnvoll anlegen zu können.”

Bitcoin – schon heute sinnvoll

Was wird die Zukunft für Bitcoin bringen? Auch in Zeiten, in denen Bitcoin das All Time High mehrfach testet, gibt es natürlich viele, die meinen, dass das Bitcoin-Experiment vergehen wird. Auf der anderen Seite gibt es die Bitcoin Maximalisten, die meinen, dass Bitcoin nicht nur bleiben wird, sondern in zehn, zwanzig Jahren nach und nach die traditionellen Währungen verdrängt hat.

So oder so: Ob der Tag, an dem Bitcoin nur noch für ein weltweites Abenteuer stand, oder der Tag, an dem Fiatwährungen in Museen bestaunt werden, kommt – wor wissen es nicht. Statt auf eine dieser Zukunftsvisionen zu setzen, sollte man eher schauen, wie Bitcoin in die jetzige Welt passt: Eine Welt, in der mit Fiatwährungen und anderen Werten gehandelt wird. Mit First Global Credit geht Bitcoin vielleicht einen weiteren Schritt in diese Richtung.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Alicia Naumhoff via CoinTelegraph

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