Hodler wider Willen Finnischer Zoll wird Bitcoins nicht los

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Finnischer Zoll wird Bitcoin nicht los

Quelle: Shutterstock

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Die finnische Zollbehörde zerbricht sich aktuell den Kopf über den unverhofften Besitz einer ansehnlichen Menge Bitcoin und wirkt bei der Suche nach geeigneten Abnehmern etwas unbeholfen.

Die Zollbehörde Finnlands ist ratlos. Seit nunmehr fast vier Jahren verwaltet sie ein stattliches Bitcoin-Vermögen, das keine Käufer zu finden scheint. In den freien Verkehr möchte die Behörde die Coins aber nicht geben, da sie die Verwendung der Kryptowährung für illegale Zwecke befürchtet. Das vermeintliche Dilemma verdeutlicht, dass die Behörden die Funktion von Kryptowährungen noch immer nicht ganz verstanden haben.

Finnland fürchtet Finanzkriminalität


Wie die staatliche Nachrichtenplattform Yle berichtet, versucht sich die finnische Zollbehörde, auch bekannt als Tulli, der rund 1.666 Bitcoin im aktuellen Wert von knapp 15 Millionen US-Dollar zu entledigen. Die Beute stammt aus der Zerschlagung einer Darknet-Plattform im September 2016.

Zum freien Verkauf möchte die Behörde den digitalen Schatz aber nicht stellen. Die Behörde fürchtet den Gebrauch der Kryptowährung für kriminelle Aktivitäten. Von dem urprünglichen Vorhaben, die Bitcoins öffentlich zu versteigern, ist die Tulli daher bereits abgerückt. Die Beamten haben scheinbar Bedenken, dass eine Auktion die falsche Art von Aufmerksamkeit und Käuferschaft auf sich zieht.

Gegenüber Yle teilte Tulli-Direktor Pekka Pylkkanen seine Bedenken:

Aus unserer Sicht sind die Probleme speziell mit dem Risiko der Geldwäsche verbunden. Die Käufer von Kryptowährungen verwenden sie selten für normale Zwecke.

Die Aussage zeugt von einer naiven und undifferenzierten Sichtweise auf Kryptowährungen. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass die Behörde mit den Bitcoins nichts anzufangen weiß.

Broker-Qualitäten hat die Behörde ohnehin nicht. Durch das zögerliche Verhalten hat sie es schließlich versäumt, die Bitcoins beim Allzeithoch von fast 20.000 US-Dollar im Dezember 2017 zu verkaufen. Beim damaligen Kurs hätte die Behörde den potenziellen Gewinn im Vergleich zur jetzigen Kursentwicklung mehr als verdoppeln können. Die finnische Regierung hatte jedoch interveniert und den Verkauf verboten.

Andere Länder, andere Sitten

In Deutschland hingegen hat die Kölner Staatsanwaltschaft kürzlich erstmals Bitcoin versteigert. BTC im Gegenwert von 600.000 Euro sind bei Cyberkriminellen beschlagnahmt worden. In Zukunft könnten Kryptowährungen also auch hierzulande immer häufiger ihren Weg in die Auktionshäuser finden.

In den USA gehören Bictoin-Auktionen indessen schon fast zum Tagesgeschäft. Anfang Februar gab der US Marshal Service bekannt, 4.000 beschlagnahmte Bitcoin versteigern zu wollen. In den Schatten gestellt werden die Bitcoin-Auktionen aber allesamt von der Menge, die im Zuge der spektakulären Zerschlagung der Darknet-Plattform Silk Road beschlagnahmt und anschließend verkauft wurden. Insgesamt sind den Strafverfolgungsbehörden im Rahmen der Ermittlungen 144.000 Bitcoin in die Fänge geraten.

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