FinCEN Files US-Bank verarbeitete 137 Millionen US-Dollar für OneCoin

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

Teilen
Bankgebäude

Quelle: Shutterstock

Jetzt anhören
BTC13,725.30 $ 3.66%

Der Schatten des FinCEN Files Leaks reicht bis in die Krypto-Welt. Einige der Dokumente rundum Geldwäsche und Bankbetrug handeln von OneCoin – dem vermeintlich größten Krypto-Scam der Geschichte.

Die US-Amerikanische Bank of New York Mellon (BNY Mellon) hat 137,6 Millionen US-Dollar für Körperschaften verarbeitet, die mit dem vermeintlichen Pyramiden-Scam OneCoin in Verbindung stehen. Im Februar 2017 meldete das Finanzinstitut die entsprechenden Transaktionen, da bei ihnen ein Verdacht auf Geldwäsche bestand.


OneCoin soll seinen kriminellen Betreibern über 4 Milliarden US-Dollar eingebracht haben. Die neuerlichen Transaktionsdaten gelangten indes als Teil der geleakten FinCEN Files an die Öffentlichkeit. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von mehr als 2,5 Tausend Dokumenten. Sie stammen vom Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums. Im Mai 2019 gelangten die Dokumente an BuzzFeed News. Das Nachrichtenportal analysierte die Dokumente gemeinsam mit dem Internationalen Konsortium für Investigativen Journalismus (ICIJ).

Dokumenten-Leak mit Folge

Bei einem Großteil der Dokumente handelt es sich um Verdachtsberichte (SARs), die Banken und andere Institutionen an das Finanical Crimes Enforcement Network übermittelten. Sie stammen von mehr als 90 Geldinstituten aus aller Welt und decken den Zeitraum zwischen 1999 und 2017 ab. Aus den geleakten Unterlagen geht hervor, dass bei Transaktionen im Wert von mehr als 2 Billionen US-Dollar ein Verdacht auf kriminelle Machenschaften besteht. Dabei geht es etwa um Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Bankbetrug.

Die Angaben zu OneCoin stammen ebenfalls aus zwei derartigen Berichten. Aus Sicht der BNY Mellon bestand bei den Zahlungen ein Verdacht auf Layering. Das Layering ist eine Geldwäschetechnik, bei der der Ursprung von Geldern durch mehrfache Überweisungen verborgen werden soll. Die Bank gab diesbezüglich das folgende Statement ab:

Die BNY Mellon nimmt ihre Rolle beim Schutz der Integrität des globalen Finanzsystems ernst, einschließlich der Einreichung von Berichten über verdächtige Aktivitäten (Suspicious Activity Reports – SARs).

Da es sich bei den FinCEN Files um Verdachtsmeldungen der Bankangestellten handelt, sind sie selbst kein Beweis für ein Verbrechen. Aus Sicht der an der Auswertung beteiligten Journalisten belegen die Dokumente aber auf eindrückliche Weise, dass Banken in Sachen Geldwäsche und Co. oftmals Bescheid wissen und interne Warnsignale ignorieren. In den USA wurden bereits erste Forderungen nach einem entschiedeneren Vorgehen gegen illegale Finanzgeschäfte laut.

30 Millionen US-Dollar für OneCoin

Die FinCEN Files geben detaillierten Einblick in eine Transaktion, die mit OneCoin und seiner Gründerin Ruja Ignatova in Verbindung steht. Im Juli 2016 schickte Fenero Equity Investments, ein Unternehmen mit Sitz auf den British Virgin Islands, 30 Millionen US-Dollar an BNY Mellon. Fenero Equity nutzte hierfür ein Konto auf den Cayman Inseln beim Geldinstitut DMS Bank & Trust. Fenero bezeichnete die Zahlung als ein Darlehen an CrytoReal. Bei CryptoReal handelte es sich indessen um die Kapitalanlagegesellschaft von OneCoin.

Während sich die „Cryptoqueen“ Ignatova weiterhin auf der Flucht befindet, machten US-Behörden ihrem Bruder sowie einen Anwalt, der mit OneCoin in Verbindung stand, den Prozess.

Anzeige

Bitcoin handeln auf Plus500

Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen (CFD) auf Plus500 sicher handeln.

Warum Plus500? Führende CFD Handelsplattform; 40.000 EUR Demo-Konto; Mobile Trading-App; starker Hebel; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Gold Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt Konto eröffnen

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter [Anzeige].



Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #40

Der Finanzmarkt im Fegefeuer

Polkadot (DOT)

Der Brückenbauer für das Internet von Morgen

Peter Großkopf

Der Blockchain CTO oder „der Banker mit Mütze“

Bitcoin.de

Der Bitcoin-Marktplatz Made in Germany

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter