EZB-Präsident Draghi: Haben nicht die Macht, Bitcoin zu regulieren

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Euro sign at European Central Bank in Frankfurt, Germany
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Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), tut es vielen Zentralbänkern und Regulierern gleich und äußert sich zu regulatorischen Maßnahmen in Bezug auf Kryptowährungen. Dabei verfolgt er offenbar jedoch einen etwas anderen Ansatz als seine Amtskollegen.

Rund um den Globus wächst der Markt für Kryptowährungen stetig, was auch von den einzelnen Staaten und deren Regierungsinstitutionen nicht unbemerkt bleibt. So hat es – verstärkt im letzten Monat – von Seiten der Zentralbanken oder Regulierungsbehörden vieler Länder Bemühungen gegeben, den bisher unregulierten Krypto-Markt einzudämmen und zu kontrollieren. Neben der US-amerikanischen Finanzmarktaufsicht SEC hatten unter anderen auch die Behörden in Südkorea, der Volksrepublik China, Kanada und des Vereinigten Königreichs Meldungen herausgegeben, in denen angekündigt wurde, regulativ eingreifen zu wollen.


Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), der bedeutendsten Finanzinstitution der Eurozone, gab nun in seiner einleitenden Rede vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europaparlaments (ECON) preis, dass er keine Grundlage für eine konkrete Handhabung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen sehe, da es „eigentlich nicht in unserer Macht sei“, diese zu regulieren oder gar gänzlich zu verbieten.

Darüber hinaus gab Draghi an, dass die EZB das genaue Potential von Kryptowährungen noch nicht eingehend diskutiert hat, sich jedoch – wie die meisten anderen regulativ tätigen Institutionen – durchaus der Chancen und Risiken bewusst sei, die sich durch ein verstärktes Investment der Bevölkerung in Kryptowährungen ergeben. Für die EZB stehe dabei die Frage der Cyber-Sicherheit an oberster Stelle.

Die EZB hatte sich zuvor bereits zu ein paar Gelegenheiten zu Kryptowährungen sowie zu der der Anwendung zugrundeliegenden Distributed Ledger Technology geäußert. So hatte sich Mario Draghi selbst erst vor ein paar Wochen zu dem Versuch Estlands geäußert, eine eigene nationale digitale Währung auf die Beine zu stellen. Er sagte darauf, dass kein Mitgliedsstaat der Eurozone eine eigene Währung einführen dürfe und bezog damit staatlich herausgegebene und kontrollierte digitale Währungen mit ein. Die einzig gültige Währung der Euro-Zone müsse immer der Euro bleiben.

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Die EZB hatte zudem, gemeinsam mit der Bank of Japan, testweise eine Implementierung der DLT als zukünftiges Zahlungsabwicklungssystem geprüft, dieses allerdings als zu unausgereift eingestuft, um das aktuelle angewendete Real-Time-Gross-Settlement-System zu ersetzen.

BTC-ECHO


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