Everipedia, Everipedia: Wie Wikipedia, nur mit Token, Blockchain und Standortbestimmung

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Everipedia: Wie Wikipedia, nur mit Token, Blockchain und Standortbestimmung

Everipedia, das Krypto-Pendant zu Wikipedia, will die Entscheidung über den Wahrheitsgehalt der Beiträge nicht mehr nur in die Hände der Community legen. Gemeinsam mit einem weiteren Blockchain-Unternehmen, XYO, wird die Enzyklopädie nun standortbasierte Daten nutzen, um Einträge zu verifizieren.

Eine der größten Verdienste des Internets besteht in der Möglichkeit, dass wir jegliches Wissen in Sekundenschnelle abrufen können. Entscheidenden Anteil daran hat die Open-Source-Enzyklopädie Wikipedia. Deren Vorteil ist allerdings gleichzeitig auch ihr Nachteil: So kann, wenn auch inzwischen eingeschränkt, theoretisch jeder Artikel verändern. Dadurch bleibt oft auch eine leise Skepsis bei den Nutzern zurück: „Ist das wirklich wahr?“ Zwar werden unsinnige Artikel und falsche Daten relativ schnell von der Qualitätssicherung entlarvt, aber ob diese den Beitrag bereits gesehen hat, weiß der Nutzer im Moment des Lesens nicht. Mit Everipedia drängte sich bereits 2014 eine weitere digitale Enzyklopädie auf den Markt, die genau diese Schwachstelle vermeiden will – mithilfe der Blockchain-Technologie.

Wie Wikipedia mit Token

Als Wikipedia 2001 das Licht der Welt erblickte, war der sagenhafte Erfolg der digitalen Enzyklopädie noch nicht abzusehen. Heute umfasst die Seite mehr als 49,4 Millionen Artikel (2,27 Millionen davon in deutscher Sprache). Wie das Blockchain-Unternehmen XYO auf ihrer Medium-Seite sagt, muss sich auch ein digitales Nachschlagewerk mit neuer Technologie weiterentwickeln. Aus diesem Grund ist Everipedia nun eine Kooperation mit XYO eingegangen.

Everipedia funktioniert ähnlich wie Wikipedia: Die Community verfasst Beiträge, die für alle Nutzer öffentlich einsehbar sind. Dabei müssen die Schreiber aber nicht nur von rein altruistischen Gründen getrieben sein. Für jeden Post lockt zudem auch ein finanzieller Anreiz – sofern der Beitrag wahr ist.


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Hierin liegt der große Unterschied zwischen Wikipedia und Everipedia. Um auf der blockchainbasierten Plattform einen Artikel zu veröffentlichen, muss der Nutzer zunächst einen sogenannten IQ-Token einzahlen. Wenn der Beitrag von der Community als wahr bewertet wird, bekommt er nicht nur diesen eingezahlten Token wieder, sondern darüber hinaus eine entsprechende Belohnung, die wiederum in Form von IQ-Token vergeben wird. Sofern sich der Artikel als unwahr herausstellt, verliert der Schreiber seinen Token.

Zusätzlich können sich Everipedia-Nutzer Token verdienen, in dem sie zum Beispiel Inhalte teilen. Auf diese Weise soll die Aktivität innerhalb der Community verstärkt werden.

Was verrät der Standort über den Wahrheitsgehalt?

Mit der Zusammenarbeit von Everipedia und XYO wird die Verifizierung der Beiträge nun nicht mehr allein in den Händen der Community belassen. Die Standortdaten der Schreibenden (POI) sollen Auskunft darüber geben, ob sie in der Lage sind, wahrheitsgetreu über das gewählte Thema einen Artikel zu verfassen. Wie CCN am 10. Februar berichtete, erklärt der Mitgründer von XYO, Markus Levin, diese Annahme folgendermaßen:

Wir ermöglichen Benutzern, ihr Wissen zu beweisen. Angenommen, Sie schreiben über die Freiheitsstatue und sind in Indien. Sie waren noch nie an der Freiheitsstatue. Ihr Wissen stammt aus zweiter Quelle. Es ist ein anderes Qualifikationsmerkmal, wenn Sie ein Professor für Geschichte sind und viele Male an der Freiheitsstatue waren. Dann sind Sie eine primäre Quelle.

Zwar verfügt Everipedia bereits über mehr POI-Einträge als Wikipedia. Um diesen Dienst jedoch flächendenkend nutzen zu können, bedarf es noch weitaus mehr Daten. Entsprechend wird XYO die hierfür benötigten POI-Daten liefern. Das Unternehmen gibt sich ob dieser Kooperation euphorisch:

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Everipedia, um die Wissensbasis der Peer-to-Peer-Blockchain der Welt zu verbessern!

Warum der New Yorker Geschichtsprofessor in seinem Indien-Urlaub eine weniger glaubwürdige Quelle darstellen soll, beantwortet allerdings keines der beiden Unternehmen.

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