Europäische Bankenaufsichtsbehörde: Blockchain bietet große Vorteile im Fintech-Bereich

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: European Union flag on blue sky background via Shutterstock

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Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 3. Juli einen Bericht über aktuelle Fintech-Lösungen veröffentlicht. So wurde auch die Verwendung der Distributed Ledger Technologie (DLT) untersucht. Dabei konzentrierte sich die Behörde auf zwei bankenbezogene Use-Cases und kommt zu dem Schluss: Es gibt einige Vorteile, aber auch Risiken.

Der Bericht der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat es sich zum Ziel gesetzt, „das Bewusstsein für aktuelle und potenzielle FinTech-Anwendungen innerhalb der Aufsichtsbehörden und der Branche zu schärfen, um eine ausgewogene Analyse der potenziellen aufsichtsrechtlichen Risiken und Chancen, zu ermöglichen“. Allerdings will die Behörde lediglich informieren und keine Empfehlungen aussprechen. In den Abschnitten zur DLT hat sich die EBA auf zwei Anwendungsfälle konzentriert: grenzüberschreitende Handelsfinanzierung und Identitätsauthentifizierung.

„Eine Reihe von Möglichkeiten“

Die EBA erklärt im Detail, wie Smart Contracts und DLT bei grenzüberschreitenden Transaktionen genutzt werden können. Dabei sei die Technologie in der Lage, eine Vielzahl von Problemen zu lösen:

Durch den Einsatz von DLT und Smart Contracts für Handelsfinanzierungen ergeben sich eine Reihe von Möglichkeiten. Die vielversprechendsten sind die potenziellen Effizienzgewinne, die Kostensenkung und das geringere Risiko von Doppelfinanzierungen sowie Verlust oder Manipulation von Dokumenten.

Erst am Tag der Veröffentlichung des Berichts gab die Blockchain-Lösung we.trade bekannt, dass die ersten Live-Trades über die Blockchain abgeschlossen wurden. So haben innerhalb von fünf Tagen zehn Unternehmen Transaktionen über vier Banken durchgeführt. We.trade nutzt für die Transaktionen die Blockchain-Plattform von IBM. Parm Sangha, Leiterin der Blockchain-Abteilung bei IBM betont:

Da we.trade sich von Pilotanwendungen zu grenzüberschreitenden Live-Transaktionen bewegt hat, konnte es die Leistungsfähigkeit der Blockchain-Technologie in einem Unternehmen unter Beweis stellen.

Laut der EBA eigne sich die DLT auch dafür, den ID-Verifizierungsprozess in der Sorgfaltspflicht der europäischen Banken zu optimieren. Schließlich könne man mit der Technologie Daten in einem verteilten Netzwerk sicher teilen.

Risiken durch lückenhafte Regulierung

Trotz der Vorteile der DLT im Fintech-Sektor meint die EBA aber auch potentielle Risiken in der Technologie zu entdecken. Den Grund hierfür sieht sie in der lückenhaften Regulierung. Derzeit herrscht an vielen Stellen noch rechtliche Ungewissheit. So erläutert die Behörde in ihrem Bericht:

Beispielsweise ist ein digital unterzeichneter Vertrag möglicherweise nicht in allen Gerichtsbarkeiten durchsetzbar. Es ist wichtig, im Konfliktfall die anwendbare Rechtsordnung und im Streitfall die Streitbeilegungsmechanismen festzulegen.

BTC-ECHO


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