Kurz vor Phase 0 Ethereum sucht Validatoren für „Medalla“

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Nach langem Warten und einigen Verzögerungen steht das Ethereum-Upgrade allmählich in den Startlöchern. Zuvor braucht es jedoch noch personelle Verstärkung.

Das Ethereum-Ökosystem steht vor einschneidenden Veränderungen. Die Umstellung auf das Proof-of-Stake-Konsenverfahren, ein neues Asset ETH2 und die Implementierung der Beacon Chain: Bei Ethereum bleibt kein Stein auf dem anderen.


Im Kern soll das umfangreiche Upgrade „Serenity“ die Leistungsfähigkeit des Netzwerks steigern und die bisherigen Skalierungsprobleme lösen. Schon vor dem DeFi-Hype stießen die Kapazitäten der Blockchain an ihre Grenzen. Der konstant wachsende Sektor dezentraler Finanzdienstleistungen (DeFi), macht das Upgrade umso dringlicher.

Ein weiter Weg

Dass das nicht von heute auf morgen geschieht, ist dem Umfang von Serenity geschuldet. Bis zur finalen Version von Ethereum 2.0 können laut Chefentwickler Vitalik Buterin noch fünf bis zehn Jahre vergehen.

Bis dahin wird das Netzwerk drei Phasen durchlaufen, in denen immer mehr Bausteine integriert werden. Den Anfang macht – die Ziffer lässt es erahnen – Phase 0. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen in mehreren Testnetumgebungen auf Hochtouren.

Ethereum sucht Verstärkung

Einem Blogeintrag zufolge sucht das Ethereum-Entwicklerteam nun nach Validatoren für das Multi-Client-Testnet „Medalla“, das die letzte Testnet-Umgebung vor Phase 0 darstellt:

Um diesen Übergang zu ermöglichen, benötigt eth2 aktive Teilnehmer – so genannte Validatoren. Validatoren sind für die Sicherung des Netzwerks verantwortlich und erhalten kontinuierliche Auszahlungen für Aktionen, die dem Netzwerk helfen, einen Konsens zu erreichen.

Dahingehend steht potenziellen Validatoren nun ein Launchpad zur Verfügung, um den Prozess, „ein Eth2-Validator zu werden, so einfach wie möglich zu gestalten“.

Wir veröffentlichen es jetzt, damit ihr das bevorstehende Medalla-Multiclient-Testnet verfolgen und Einzahlungen in das Medalla-Multiclient-Testnet vornehmen könnt.

Interessierte hinterlegen mindestens 32 Ether, um einen Validierungsknoten betreiben zu können. Insgesamt müssen zum Start von Medalla 524,288 ETH aufgebracht und 16,384 Validatoren angebunden sein. Mit aktuell 219,328 „gestakeden“ ETH fehlt folglich noch mehr als die Hälfte. Laut Ethereum-Entwickler Danny Ryan wird der Start von Medalla um 48 Stunden verschoben, sollte der Staking-Topf bis zum 2. August nicht ausreichend gefüllt sein.

Ether-Kurs frohlockt

Die nach ihrer Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung hat in den letzten Wochen ein steile Wachstumskurve gezeigt. Mit über 30 Prozent Kursgewinn auf Wochensicht notiert der Ether-Kurs zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder über 300 US-Dollar. Im 52-Wochenvergleich verbucht Ether ein sattes Plus von über 50 Prozent.

Das sich abzeichnende Ethereum-Upgrade dürfte einen Kurskatalysator darstellen. Zudem profitiert das Asset vom der Goldgräberstimmung im DeFi-Sektor. Das noch junge Ökosystem der dezentralen Finanzen erlebt derzeit einen Aufschwung. Seit Jahresbeginn ist das in DeFi-Anwendungen eingebundene Vermögen um rund 440 Prozent auf aktuell 3,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Kann der Markt dieses Wachstum halten, dürfte der Ether-Kurs noch mehrere Eisen im Feuer haben.

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