Ethereum goes Istanbul: Neuer Algorithmus ProgPoW wird kommen

Max Halder

von Max Halder

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Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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In der hitzigen Debatte um den neuen Mining-Algorithmus ProgPoW bei Ethereum haben die Entwickler ein weiteres Mal abgestimmt: Die Implementierung wird kommen. Zwischen wirtschaftlichen Interessen und technischen Verbesserungen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Es geht Schlag auf Schlag. Seit Ethereum im Oktober 2017 in die Entwicklungsphase Metropolis eingetaucht ist, gehen immer mehr historische Namen von Städten und Königreichen durch die Presse: Byzantinum, Constantinople, St. Petersburg und Istanbul sind die Bezeichnungen für Updates der Blockchain. Schnell verliert man sich im Wettrüsten der Begrifflichkeiten. Nachdem das jüngste Update, bestehend aus den zwei Teilen Constantiople und St. Petersburg, Ende Februar durchgeführt wurde, drängt sich nun die nächste Hard Fork ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Istanbul. Innerhalb dieser geplanten Verbesserung gibt es ein strittiges Thema ob des Mining-Algorithmus. Das Wort der Stunde lautet Progressive-Proof-of-Work-Algorithmus, kurz ProgPoW.

Was spricht gegen eine technische Verbesserung?

Der jährliche Gewinn, den man durch das Mining von Ethereum erwirtschaftet, beläuft sich auf satte 655 Millionen US-Dollar. Die Mining-Farmen berechnen die Blöcke bisher mit dem Ethash-Algorithmus und nutzen dabei entweder die speziell auf das Mining ausgelegten ASIC-Miner oder herkömmliche Grafikkarten (GPU). Der neue Algorithmus ProgPoW soll den bisherigen Vorteil der ASIC-Miner gegenüber den herkömmlichen GPUs schmälern. Wie wir bereits berichteten, entfachte sich ein Streit zwischen den Lagern Pro-ProgPoW und Anti-ProgPoW. Ebenso könnte man die beiden Lager als Pro-ASIC-Hersteller und Pro-GPU-Hersteller bezeichnen. Es ist nur verständlich, dass die Entwickler von Ethereum, also die eigentlichen Macher, müde sind ob dieses Wetteiferns um die wirtschaftliche Vormachtstellung. Dazu Greg Colvin, einer der Akteure bei Ethereum:

Wir haben uns wieder auf eine Debatte eingelassen, die wir bereits vor Monaten glücklicherweise hinter uns bringen konnten! Wir verständigten uns damals darauf, dass wir den Algorithmus lediglich auf Fehler oder Hintertüren und dergleichen untersuchen […]. Die Debatte zwischen den Lagern [ASIC vs. Grafikkarten (GPUs)] sollte uns von da an nicht weiter tangieren. Das wird sich mit der Zeit von selbst lösen.

Wir machen das, ABER

Auch Eigentümer von Ethereum stimmten quasi einstimmig pro ProgPoW-Implementierung. In der letzten Abstimmung der Core Devs (= Kernentwickler) von Ethereum kam es nun ebenso zu einer mehrheitlichen Entscheidung für die Implementierung. Zwar kam man bereits im Januar zum selben Beschluss, aber die Risiken ob möglicher Fehler im Code ließen noch keine Freigabe des neuen Algorithmus zu. Zunächst sollten erst noch unabhängige Inspektionen des neuen Protokolls durchgeführt werden, die bis Anfang Februar angekündigt waren, aber noch nicht einmal begonnen haben. Geklärt werden müssten Fragen wie: Wie gut schneiden die unterschiedlichen Mining-Geräte mit dem neuen Algorithmus ab? Kann für den neuen Algorithmus spezielle Hardware gefertigt werden, die wiederum einen Vorteil bedeuten würde? Auch für Insider ist es schwierig, zu beurteilen, was die unabhängigen Inspektionen eigentlich ans Tageslicht befördern sollen, meint der Entwickler Alexey Akhunov:

Was ist das Ziel von ProgPoW? Wann spricht man von einem Erfolg? Bisher bekam ich von keinem Befürworter eine zufriedenstellende Antwort.

Dass die Implementierung von ProgPoW kommen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Ob als Teil der geplanten Hard Fork Istanbul oder eines anderen Upgrades – am besten man hält Ausschau nach Städten.

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