Ethereum: Constantinople Hard Fork erfolgreich abgeschlossen – ETH-Kurs unbeeindruckt

Quelle: Shutterstock

Ethereum: Constantinople Hard Fork erfolgreich abgeschlossen – ETH-Kurs unbeeindruckt

Das Ethereum-Netzwerk hat am 28. Februar erfolgreich „geforkt“. Die Implementierung der Updates Constantinople und St. Petersburg ging reibungslos vonstatten. Die für Ether-Normal-Verbraucher wohl greifbarste Neuerung besteht in der Senkung des Block-Rewards von drei auf nunmehr zwei ETH. Der ETH-Kurs lässt sich von diesem deflationären Signal bislang nicht beeindrucken.

Gut Ding will Weile haben: Nachdem der letzte Hard-Fork-Termin für das Ethereum-Netzwerk in letzter Minute verschoben wurde, lief das Constantinople-Update diesmal ohne Zwischenfälle ab. Nicht zuletzt deshalb, weil die Entwickler dieses Mal auf die Integration des Ethereum Improvement Proposal EIP 1283 verzichteten. Letzterer beinhaltete die potenzielle Sicherheitslücke, die für die Constantinople-Absage vom 15. Januar ursächlich war. Testnetzwerke, auf denen EIP 1283 integriert war, durchliefen das Update St. Petersburg, das synchron zu Constantinople und ebenso erfolgreich stattgefunden hat.

Wider die Inflation: Das „Thirdening“

Neben einigen Updates, die vornehmlich für Ethereum-Entwickler relevant sind, besteht die größte Neuerung in der Verringerung des Block Rewards. Durch die Integration von EIP 1234 erhalten Ether-Miner fortan nur noch zwei ETH für einen erfolgreich geminten Block. Zuvor betrug die Block-Belohnung noch drei ETH, weshalb die Absenkung den unheilvollen Namen „The Thirdening“ erhielt.

Der um ein Drittel geringere Block Reward soll dabei unter anderem der Inflation von Ether entgegenwirken. Diese soll sich in den kommenden Jahren immer weiter Richtung Null bewegen. Ethereum-Entwickler Eric Conner teilte im September 2018 auf Twitter einen Graphen, der die Entwicklung der Ether-Inflation beschreibt. Allerdings ging Conner seinerzeit noch davon aus, dass das Constantinople-Update bereits im November 2018 stattfinden würde:

Anstatt einer Inflationsrate von über sieben Prozent, soll das Thirdening nun für eine Rate von knapp über vier Prozent sorgen. Ein Signal für einen Kursanstieg, könnte man meinen. Das wäre es sicher auch gewesen, hätte das Update zum ursprünglich angedachten Zeitpunkt stattgefunden. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass Constantinople von Investoren bereits weitestgehend eingepreist wurde – zumindest sorgte die Hard Fork bislang für keine Kursrallye. Mit 136,60 US-Dollar (zu Redaktionsschluss) verlor der ETH-Kurs einen knappen Prozentpunkt im Vergleich zum Vortag.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Tech

Ein kanadisches Unternehmen hat eine dezentralisierte Anwendung (dApp) entwickelt, die das Konzept des „Waste Mining“ populär machen soll. Mit KleanLoop soll zunächst das Problem alter Autoreifen angegangen werden. Doch die Visionen von Klean Industries Inc. gehen noch weit darüber hinaus.

Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Blockchain

Als jüngstes Mitglied tritt die Deutsche Bank dem Interbank Information Network (IIN) vom Branchenkonkurrenten JPMorgan bei. Über den Austausch von Transaktionsdaten soll das Blockchain-Netz internationale Überweisungen schneller und günstiger gestalten. JPMorgan erhofft sich von dem Beitritt weiteren Zuwachs vonseiten großer Geldhäuser. Die derzeit strauchelnde Deutsche Bank wiederum will sich mithilfe des Netzwerks auf das Zukunftsgeschäft im Bereich von Echtzeitüberweisungen einstellen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Libra-Treffen in der Schweiz: Ein langer Weg für den Facebook Coin
Altcoins

In Basel trafen sich am 16. September Vertreter von Facebooks geplanter Kryptowährung Libra mit insgesamt 26 Zentralbanken-Vertretern. Dabei wurde die Zukunft des Bitcoin-Abkömmlings aus dem Hause Zuckerberg diskutiert.

Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof
Tech

Ein kanadisches Unternehmen hat eine dezentralisierte Anwendung (dApp) entwickelt, die das Konzept des „Waste Mining“ populär machen soll. Mit KleanLoop soll zunächst das Problem alter Autoreifen angegangen werden. Doch die Visionen von Klean Industries Inc. gehen noch weit darüber hinaus.

OKEx verbannt Privacy Coins
OKEx verbannt Privacy Coins
Märkte

FATF sei Dank: Die südkoreanische Bitcoin-Börse OKEx verbannt diverse anonyme Kryptowährungen sowie „Super Bitcoin“ von ihrer Plattform. Insgesamt sind vier sogenannte „Privacy Coins“ betroffen – darunter auch Monero (XMR), der Privacy Coin mit der höchsten Marktkapitalisierung.

Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Kursanalyse

Die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes schaffte es diese Woche weder ein neues Wochenhoch noch ein neues Wochentief auszubilden. Der Widerstand bei 268 Milliarden US-Dollar wie auch die Unterstützung im Bereich von 240 Milliarden US-Dollar haben weiterhin Bestand. Die Kapitalisierung konnte sich nicht entscheidend absetzen und liegt mit aktuell 258 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf Vorwochenschluss.

Angesagt

Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Blockchain

Als jüngstes Mitglied tritt die Deutsche Bank dem Interbank Information Network (IIN) vom Branchenkonkurrenten JPMorgan bei. Über den Austausch von Transaktionsdaten soll das Blockchain-Netz internationale Überweisungen schneller und günstiger gestalten. JPMorgan erhofft sich von dem Beitritt weiteren Zuwachs vonseiten großer Geldhäuser. Die derzeit strauchelnde Deutsche Bank wiederum will sich mithilfe des Netzwerks auf das Zukunftsgeschäft im Bereich von Echtzeitüberweisungen einstellen.

Warner Music investiert in CryptoKitties-Entwickler Dapper Labs
Blockchain

Das Medienunternehmen Warner Music Group unterstützt das neue Projekt der Entwickler des Ethereum-Projekts CryptoKitties. Auf „Flow“ sollen einzigartige digitale Sammelgegenstände geschaffen und getauscht werden können.

BeeCoin: Berlin Art Week verbindet Bienen und Blockchain
Blockchain

Bienen, die auf Blockchain-Basis sozialen Mehrwert generieren? Das gab es dieses Wochenende auf der Berlin Art Week zu sehen. Eine Kooperation verschiedener Künstlerkollektive in Berlin lancierte eine eigene Kryptowährung namens „BeeCoin“. Das Besondere daran: Über Sensoren erfassen die Netzwerkknoten das Wohlergehen der Bienen und wandeln die Parameter in Ethereum-basierte Assets um. Diese nutzen die Künstler für die Finanzierung gemeinnütziger Projekte.

Plötzlich fiel der Bitcoin-Kurs: Probleme bei Binance
Bitcoin

Auf der Binance-Futures-Plattform schwankte der Bitcoin-Kurs am 16. September erheblich. Der vermeintliche Grund löste eine Tweet-Serie des Geschäftsführer Changpeng Zhao aus. Und zeigte die mangende Reife der weltweit größten Krypto-Börse.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: