Teure Lektion Ethereum 2.0 Staking: Passives Einkommen mit Risiken

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Ethereum-Münze

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Ethereum 2.0 Staking ist live und bereits jetzt machen Zehntausende täglich Rendite mit Ether. Doch Staking birgt auch Risiken. Staked, einer der bekanntesten Staking-Anbieter der Welt, ist jüngst bestraft worden, weil das Unternehmen im Streben nach noch mehr Profit gegen Sicherheitsstandards des ETH 2.0 Netzwerks verstoßen hat. Was lief falsch?

Seit dem 1. Dezember 2020 ist es möglich, mit Ethereum 2.0 Staking ein passives Einkommen zu verdienen. Darüber, wie man mit ETH Staking Gewinne erzielen kann, hat BTC-ECHO bereits in der Vergangenheit berichtet. Staking mit Ethereum ist noch sehr neu, doch bereits jetzt gibt es eine Vielzahl von Anbietern. Kunden können bei diesen über sogenannte Staking Pools ganz einfach zu Ethereum 2.0 Validatoren werden. Mit der Hilfe von Staking Pools ist es für jeden möglich, über einen Drittanbieter wie Coinbase, Binance, Allnodes oder Kraken zum Staker zu werden.


Der Vorteil dabei ist, dass man zum einen nicht selbst die Hardware installieren muss, die man als ETH-Validator benötigt. Zum anderen kann man bereits mit deutlich weniger als 32 Ethereum am Staking teilnehmen. Der große Nachteil ist, dass man den verschiedenen Staking-Anbietern für längere Zeit vertrauen muss. Daher kommt es immer wieder zu Komplikationen.

Staking-Unternehmen Staked muss 18 ETH Strafe zahlen.

Erst vor Kurzem musste der Staking-Anbieter Staked eine teure Lektion lernen. Am 4. Februar sorgte ein Fehler dafür, dass 75 ETH 2.0 Validatoren 18 Ether Strafe zahlen mussten. Das entspricht derzeit knapp 30.000 US-Dollar.

Das Problem: Eine unvorhergesehene Reaktion auf Konfigurationsänderungen führte dazu, dass mehrere von Staked verwaltete ETH 2.0 Validatoren-Nodes neu gestartet werden mussten. Das hatte wiederum zur Folge, dass sie fälschlicherweise eine zweite Version eines bereits bestätigten Blocks neu signierten. Dadurch entstand für kurze Zeit das Potenzial für eine Spaltung der Ethereum Blockchain.

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Dieses unbeabsichtigte Fehlverhalten der ETH 2.0 Validatoren-Nodes führte zu einem sogenannten Slashing-Ereignis. Bei einem solchen Ereignis werden ETH 2.0 Validatoren für falsches Verhalten im Netzwerk bestraft. Insgesamt wurden 75 von Staked verwaltete ETH-Validatoren-Nodes bestraft. Der Schaden belief sich auf 18 ETH. Laut beaconcha.in führte das Chaos bei Staked zum größten Validator-Slashing-Ereignis seit dem Start von Ethereum 2.0.

Daraufhin gab Staked zu, dass es Fehler gemacht habe und technische Leistung und Rendite über die Sicherheit der Validatoren-Nodes stellte. Zudem gab Staked in einem Statement bekannt, dass es für die verlorenen ETH aufkomme und jeden einzelnen Kunden entschädigen werde.

Die Vorfreude auf Ethereum 2.0 wächst

Aufgrund der hohen ETH-Transaktionsgebühren der letzten Wochen können viele Ether-Nutzer das große Upgrade kaum noch erwarten. Allerdings dient der Fehler des Staking-Unternehmens Staked als Erinnerung, dass noch erhebliche Tests erforderlich sind, bevor Ethereum 2.0 in die nächste Phase übergehen kann.

Trotz des Slashing-Ereignisses bei Staked liegt die Anzahl der ETH 2.0 Validatoren derzeit bei einem Allzeithoch von 92.786. Darüber hinaus beträgt der Gesamtwert aller ETH, die bereits am Staking teilnehmen, zu Redaktionsschluss 4,8 Milliarden US-Dollar.

Ethereum 2.0 Staking
Quelle: CryptoQuant

Auch wenn das Slashing-Ereignis die Risiken von Ethereum 2.0 Staking nochmals verdeutlicht hat, ist die gesamte Entwicklung des Netzwerks weiterhin als positiv einzustufen.

Wer noch mehr über andere Staking-Kryptowährungen erfahren möchte, kann einen Blick in die aktuelle Ausgabe des Kryptokompass werfen.

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