ETH-Netzwerk lehnt EIP 999 ab

Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alex Roos

Alex Roos absolvierte einen B.Sc. in "Management, Philosophy & Economics" an der Frankfurt School of Finance & Management und schrieb seine Bachelorarbeit über die "Anwendungsfelder und Adaption der Blockchain Technologie". Ihn begeistern vor allem "pure" Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero.

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Quelle: Business man show thumbs down via Shutterstock

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Im Jahr 2017 „tötete“ ein Programmierer unter dem „Psydonym devops199“ die Ethereum Multi-Sig-Wallet Parity. Viele Projekte im ETH-Netzwerk waren beeinflusst und der Schaden belief sich auf 300 Millionen US-Dollar. Heute wurde über die Restauration des Smart Contracts (EIP 999) abgestimmt. Das Resultat: Alles bleibt beim Alten. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

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Es war ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen in den letzten Tagen. Im EIP 999 (Ethereum Improvement Proposal 999) konnten Besitzer der zweitgrößten Kryptowährung abstimmen, ob sie für oder gegen eine Wiederherstellung des Parity-Multi-Sig-Vertrags sind. Jetzt sind die Würfel gefallen.

Zuerst dafür, dann doch dagegen

Anfänglich sah es gut aus für Parity – 70 Prozent für „Ja, wiederherstellen“. Doch dann folgten die Negativ-Stimmen. Schließlich schloss die Wahl am Morgen des 24. Aprils. Im End-Resultat stimmen 55 Prozent gegen die Wiederherstellung, knapp 40 Prozent dafür und dem Rest ist es egal. Folglich wird Parity unbrauchbar bleiben.

Eine geringe Wahlbeteiligung

Bei der Wahl für EIP 999 haben knapp 4 Millionen Ether abgestimmt. Im Umlauf sind gut 99 Millionen Ether. Die Wahlbeteiligung liegt damit bei unter 5 Prozent. Parity selbst gab eine Stimme mit 306.000 ETH für die Restauration ab. Das entspricht ungefähr 7,7 Prozent aller abgegebenen Stimmen.


Mit weniger als 5 Prozent Wahlbeteiligung kann man wahrlich nicht von einer repräsentativen Wahl sprechen. Beruhigend für das Ethereum-Netzwerk, dass sich Parity dennoch nicht durchgesetzt hat – so müssen sie sich nicht dem Willen einer Minderheit beugen. Nichtsdestotrotz war es ein knappes Rennen und hätte beinahe ein anderes Ende genommen.

Der State-Change ist eine Hard Fork

EIP 999 wird auch als sogenannter „State-Change“ bezeichnet. Devops199, der für das Debakel verantwortliche GitHub-User, hatte aus Versehen den Suicide-Contract für die Parity-Multi-Sig-Wallet ausgelöst und damit alle Bestände eingefroren. EIP 999 schlug vor, die WalletLibrary wiederherzustellen und damit den Nutzern Zugang zu ihrem Geld zu gewähren. Dieser State-Change hätte allerdings gewisse Rückwärts-Inkompabiliäten eingeführt. Mit anderen Worten: Es handelt sich um eine Hard Fork.

Diese Hard Fork hätte eventuell zu Problemen zwischen den einzelnen Projekten führen können, die mittlerweile auf der Ethereum-Blockchain existieren.


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