EOS 2.0 Update verspricht 8x schnellere Smart Contracts

Nils Hermann

von Nils Hermann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Nils Hermann

Nils Hermann hat Anglistik studiert und setzt sich seit 2015 mit den verschiedenen technologischen Ansätzen in der Krypto-Industrie auseinander, wobei er sich vor allem für Alltagstauglichkeit, Dezentralisierung und die Lösung echter Probleme interessiert.

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Quelle: Shutterstock

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Die Kryptowährung EOS ist vielen Krypto-Nutzern als längstes ICO aller Zeiten bekannt. Im Zuge des EOSIO 2.0 Updates bietet sich die Gelegenheit, das Projekt und die jüngsten Änderungen detaillierter zu betrachten. Diese sind von besonderem Interesse, da sie das Netzwerk leistungsfähiger machen und dApp-Entwicklern die Arbeit erleichtern.

Geschaffen wurde EOS von Dan Larimer, der zuvor an der Entwicklung von BitShares (2014) und STEEM (2016) beteiligt war. EOS hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Infrastruktur für dezentrale Anwendungen zu schaffen. Diese soll in hohem Maße skalierbar sein und schnelle Transaktionen ermöglichen.

Als Grundlage hierfür dient ein Konsens-Algorithmus namens Delegated Proof of Stake (DPOS). Dieser gibt den Besitzern der EOS Token die Möglichkeit, darüber abzustimmen, wer die Blöcke der EOS Blockchain schreiben soll.

Block Producer als zentrale Infrastruktur des Netzwerks

Das System ist dynamisch, da Nutzer die sogenannten Block Producer jede Minute neu wählen. Dies hat den Vorteil, dass sie diese jederzeit abwählen können, wenn sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Jede Minute schreiben die Producer 126 Blöcke, wobei ein Producer für sechs dieser Blöcke verantwortlich ist. Für jeden geschriebenen Block erhält er neugeschaffene EOS Token. Anders als beim Bitcoin Mining geht es nur um die Auszahlung von Block Rewards. EOS kennt keine Gebühren und keine maximale Anzahl an Token.


Das Netzwerk erkennt einen Block als gültig an, wenn 15 Producer ihn bestätigen. Das Gleiche gilt für besondere Abstimmungen, wenn sich das Netzwerk z. B. auf eine Verfassung einigt, gestohlene Accounts einfriert oder eine fehlerhafte dApp stoppt. Kritiker des Projekts sprechen von einer mangelnden Dezentralisierung. Sie äußern sich besorgt darüber, dass sich die Mehrheit der Producer in China befindet. Die Gefahr, die hiervon ausgeht, ähnelt 51-Prozent-Angriffen durch Mining-Zentralisierung.

Anders als bei vielen anderen Kryptowährungen, konfrontiert EOS den Endnutzer nicht mit langen kryptographischen Adressen. Der Nutzer kann stattdessen auf ein Benutzernamen-System zurückgreifen, um mit dApps und anderen Nutzern zu interagieren. Wenn ein Nutzer eine dApp in Anspruch nehmen möchte, kostet ihn dies nichts, er muss jedoch genügend EOS in seiner Wallet halten, um einen Anspruch auf die verwendeten Ressourcen (CPU, Speicherplatz & RAM) stellen zu dürfen.

Bedeutung des Updates für dApps auf der EOS Blockchain

Anfang Oktober veröffentlichte Block.one, das Entwicklerteam hinter EOS, das neue EOSIO 2.0 Update. Die Neuerungen, die mit dem Update einhergehen, konzentrieren sich vor allem darauf, Entwicklern einen einfacheren Zugang zur Blockchain zu verschaffen. Dies soll das Verknüpfen von dApps mit der EOS Blockchain vereinfachen und ihnen eine schnellere Kommunikation ermöglichen. Unter den Inhalten des veröffentlichten Updates sind die EOS VM, die EOSIO Quickstart Web IDE und WebAuthn hervorzuheben.

Zweck der EOS VM ist es, die vorherige WebAssembly Machine (WASM) zu ersetzen. Die neue VM soll die Geschwindigkeit der Kommunikation zwischen dApps und der Blockchain auf das 8-Fache erhöhen. Das EOSIO 2.0 Update ist nicht das erste seiner Art. Im September 2018 vollzog EOS 1.3 den Wechsel von Binaryen auf WABT. Hierdurch war eine Verdopplung der Geschwindigkeit gegenüber EOS 1.0 möglich. Die EOS VM ist anpassungsfähig, weswegen Entwickler sie auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Smart Contracts zuschneiden können.

Über die Web IDE können Entwickler sofort damit beginnen, an ihren Projekten in der Cloud zu arbeiten. Sie sind nicht dazu gezwungen, die Infrastruktur bereitzustellen, um eine lokale Entwicklungsumgebung zu schaffen. Entwickler können hierdurch die Änderungen direkt über den Browser in die Repositorien eintragen und die Auswirkungen in Echtzeit mitverfolgen.

WebAuth ermöglicht es den Nutzern, ihre Transaktionen durch ein Hardware Device zu signieren, ohne zusätzliche Software installieren zu müssen. Entwickler können die Technologie verwenden, um ihren Nutzern ein sicheres Verwenden von dApps zu ermöglichen. Wichtig ist dies, wenn es darum geht, den Private Key vor Phishing-Angriffen zu schützen.


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