Elon Musk äußert sich erstmals zu Ethereum – wegen eines Scams

Quelle: Los Angeles, september 28, 2017: Official twitter account of Elon Musk, a South African-born Canadian American business magnate via Shutterstock

Elon Musk äußert sich erstmals zu Ethereum – wegen eines Scams

Kryptowährungen haben es schon vor einiger Zeit in die Mainstreammedien geschafft. Spektakuläre Anstiege und Fälle im Preis von Bitcoin, Hundert Millionen schwere Hacks bei Mt.Gox & Co. und skandalöse Betrugsmaschen à la Bitconnect. Die Berichterstattung ist überwiegend negativ und das ist auch dieses Mal wieder der Fall. Denn Elon Musk hat sich zum ersten Mal zu Kryptowährungen geäußert.

Der Gründer von Tesla wundert sich, wer wohl die „Etherium“ Scambots betreibt. Dabei lässt der Schreibfehler beim Namen der zweitgrößten Kryptowährung vermuten, dass er sich nicht allzu tiefgehend mit der Thematik beschäftigt hat. Nebenbei bemerkt, bezog sich der Tweet, auf den Musk antwortet, nicht auf einen Scambot und auch nicht auf Ethereum, sondern auf einen jungen Mann, der Musk darum gebeten hat, ihm Bitcoin zu senden. Dass das Thema jedenfalls früher oder später auch bei berühmten Persönlichkeiten außerhalb des Kryptospaces ankommt, war nur eine Frage der Zeit. Denn der Scam lebt von der Berühmtheit und Reichweite bekannter Personen.

Wie der ETH Scam abläuft

Bei dem Scam wird ein Fake-Account angelegt. Die Twitter-Adresse wird so ähnlich geschrieben, dass der Unterschied in hastigen Momenten nicht auffällt. So würde aus @elonmusk z. B. @elonmusc. Ein solcher Account kündigt dann in den Antworten zu einem echten Tweet von Elon Musk ein angebliches Giveaway an. Bei diesem soll man z. B. ein bis zehn ETH an eine ETH-Adresse schicken. Teilnehmern wird die Rücksendung der verdoppelten Menge versprochen. Es klingt simpel und durchschaubar. Aber genug Menschen fallen tatsächlich auf diesen Trick rein. Für die Betrüger ist die Sache sehr lukrativ: wenig Aufwand und Einnahmen von Ethereum im Wert von hunderten bis tausenden Euros.

ETH Scams werfen ein schlechtes Licht – nicht nur auf Ethereum

Opfer dieser Scams sind meist Neulinge im Kryptospace. Suchen sie nach Hilfe in den Foren der Krypto-Community, erfahren sie dort leider, dass sich nicht viel für sie machen lässt. In den Foren wird sich auch über die Scammer und sogar die Opfer lustig gemacht. Es sei die eigene Naivität oder Gier, die für diese Vorfälle verantwortlich sei. Natürlich erweckt das einen sehr schlechten Eindruck bei Leuten, die Kryptowährungen abwartend oder skeptisch gegenüberstehen. Auch Twitter muss sich negative Publicity durch diese Betrugsmasche gefallen lassen.

So tweetete John McAfee:

Ist die Kritik an Twitter berechtigt?


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Es ist nicht so, dass Twitter nichts gegen diese Scams unternimmt. Meldungen werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden überprüft. Sie können dabei sowohl von den Personen, denen man die Identität gestohlen hat, als auch von anderen Usern durchgeführt werden. Das Problem dabei ist, dass ein Tweet schon innerhalb der ersten Stunde nach Absendung Opfer finden kann. Was Kritiker wie McAfee missachten, ist, dass Twitter alleine schon durch Gesetze wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und die neue EU-weite Datenschutzregelung massiv überfordert ist. Die Betrugsmasche ist neuartig und Antworten müssen erst noch gefunden werden.

Wie kann das Problem gelöst werden?

Radikale Lösungen wie das Einführen von Stopwords auf Twitter stellen wahrscheinlich keine Lösung dar. Die Einführung eines Stopword-Mechanismus, in dem man „Ethereum“ und „Giveaway“ nicht nennen darf, würde wenig bringen. Da diese Wörter ganz einfach umschrieben werden können. Andere mögliche Kombinationen wie „Ethereum“ und „send“ kämen einer Zensur gleich und würden ähnlich negativ in der Kryptowelt aufgenommen wie die ICO-Werbeverbote auf Facebook und Twitter.

Tatsächlich besteht bereits eine einfache und schnelle Lösung des Problems. Durch die Blockfunktion kann man bestimmte Accounts daran hindern, auf eigene Tweets zu antworten. Auch vergangene Tweets werden dadurch von der eigenen Timeline gelöscht. Zwar kann man nicht verlangen, dass ein McAfee dies bei jedem einzelnen Scam-Account durchführt. Allerdings sollte man sich dann auch bei der Kritik etwas zurückhalten.

Der einzig konstruktive Beitrag zu dem Thema kommt übrigens vom Ethereum-Gründer selbst:

Hoffen wir, dass Twitter oder die Schwarmintelligenz der Ethereum-Community bald eine Lösung parat haben, die alle zufrieden stellt.

BTC-ECHO

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