Fair durch Blockchain Eine Blockchain für alle: Weltwirtschaftsforum lanciert universelle Plattform für Lieferprozesse

Anna Shemyakova

von Anna Shemyakova

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anna Shemyakova

Anna Shemyakova ist freie Journalistin für mehrere Zeitungen, Magazine und Online-Medien. An Blockchain-Technologien interessiert sie, wie dezentrale Systeme Beteiligung und Kontrolle umstrukturieren können.

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Während einzelne Unternehmen eigene Blockchain-Plattformen zur digitalen Rückverfolgung nutzen, möchte das Weltwirtschaftsforum eine umfassende Version für Produzenten und Kunden aufbauen.

Als sich die Elite aus Wirtschaft und Politik diese Woche in Davos traf, um ökonomische Entwicklungen zu besprechen, war – vielleicht besonders in Bezug auf diesen ökonomischen Wandel – auch die Krypto-Branche vertreten. Thema war die Tokenisierung, digitale Identitäten und Internet of Things (IoT), aber auch Blockchain-Technologie und ihre Rolle in der Wirtschaft. Denn während die Fertigungsindustrie 16 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts ausmacht, bleiben die Hintergründe zu den Produktionsbedingungen sowie die Lieferprozesse größtenteils verborgen. Für die Wirtschaft stellt das ein großes ökonomisches, soziales und ökologisches Risiko dar. Die Lieferprozesse werden komplexer, Kunden verlangen mehr Transparenz und gleichzeitig steigt der Nachhaltigkeitsstandard.

WEF kritisiert: Zu viele einzelne Plattformen

Aus diesem Grund lancierte das Weltwirtschaftsforum (WEF) eine Blockchain-Plattform für die Rückverfolgbarkeit der Lieferprozesse. An bestehenden Lösungen kritisiert das WEF, dass Kunden und Käufer separate Plattformen für jedes Produkt nutzen. Deshalb soll nun eine universelle Single-Source-Plattform erschaffen werden. Kunden sollen so Informationen zu unterschiedlichen Branchen und Herstellern in einer neutralen Anwendung haben.

Dazu kooperierte ein Programm des Weltwirtschaftsforums mit dem Blockchain-Start-up Everledger, dem International Trade Centre (ITC) und der Lenzing Group, einem Hersteller für nachhaltige Rohstoffe. Die Zusammenarbeit begann vor einem Jahr, die Visualisierung kam vom International Trade Centre und ihrer „Sustainability Map“. Die Produktinformationen können dabei über UN-Datencenter laufen und von der Immunität profitieren. Zudem soll die Plattform Nachweise über bestimmte Nachhaltigkeitszertifikate führen – beispielsweise ob einige Fabriken gewisse Energiestandards erfüllen. Später sollen Informationen zur Nachhaltigkeit gesamter Regionen folgen, so auch wie die soziale Struktur der Gegend ist oder welche klimatischen Bedingungen herrschen.

Das Pilotprojekt des Weltwirtschaftsforums möchte zeigen, dass es möglich ist, Daten von unterschiedlichen Plattformen in einem gemeinsamen System zu sammeln. So wie die bereits bestehenden Produktionsdaten von Everledger und der Lenzing Group während der Entwicklung zusammenliefen. Mit dieser Basis soll eine digitale, vor allem aber universelle und dadurch auch nachhaltige Produktionsverfolgung Standard in der Industrie werden.


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