Listicle Drei ernstzunehmende Konkurrenten für Ethereum im Jahr 2021

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Ethereum ist für viele Entwickler von dezentraler Anwendungen (dApp) zur Blockchain der Wahl geworden. Ethereum hat die bei weitem größte Entwickler-Community, die sogar die von Bitcoin übertrifft. Dennoch gibt es in letzter Zeit immer ernstzunehmendere Projekte, die Ethereum das Wasser abgraben könnten. Die drei vielversprechendsten Ethereum-Konkurrenten unter der Lupe.

Nach mehreren Jahren der Entwicklung ist die erste Phase von Ethereum 2.0 gestartet. Seit 2015 ist das umfassende Upgrade in Planung und die Tatsache, dass es weitaus schwieriger ist, den Motor in einem fahrenden Fahrzeug zu ändern als in von Grund auf neu zu bauen, spricht für sich. Deshalb haben viele ehemalige ETH-Entwickler die Gelegenheit genutzt und ihre eigene Blockchain entwickelt. Wird Ethereum seinen First-Mover-Vorteil verlieren?

Cardano vs. Ethereum

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Cardano (ADA) ist seit einiger Zeit eine der vielversprechendsten Smart-Contract-Plattformen des Krypto-Space. Das Projekt ist ursprünglich von dem Mathematiker Charles Hoskinson, einem Mitbegründer von Ethereum, gegründet worden. Charles Hoskinson hat Ethereum 2014 verlassen und anschließend die profitorientierte IOHK Stiftung geschaffen.

Die Kryptowährung ADA stand dieses Jahr vermehrt in den Schlagzeilen, da Cardano das Shelly-Upgrade auf seinem Mainnet eingeführt hat. Shelly ermöglicht das Staken von Cardano und ist ähnlich wie Ethereum 2.0 nur eine von vielen Phasen. Shelly ist erst die zweite Phase des ADA-Updates und drei weitere Upgrades folgen. Am Ende soll Cardano eine skalierbare Blockchain sein, auf der auch Smart Contracts programmiert werden können.

Darüber hinaus will Cardano letztendlich ein On-Chain-Governance-Modell betreiben, bei dem für jeden ADA-Halter die Teilnahme möglich sein soll. In Zukunft wird sich Cardano voraussichtlich am besten für Anwendungen im Finanz -und Organisationssektor eignen. Das liegt daran, dass Cardano im Gegensatz zu Ethereum in Haskell programmiert ist. Haskell ist eine Programmiersprache, die sich vor allem für Geschäftsanwendungen und Datenanalysen eignet.

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Tezos vs. Ethereum

Tezos ist im Jahr 2018 gegründet worden und die Foundation hinter Tezos befindet sich ebenso wie bei Ethereum in Zug, dem Krypto-Vallye der Schweiz. Arthur und Kathleen Breitman entwickelten Tezos. Jedoch waren die Anfangsjahre des Blockchain-Projekts oftmals von internen Machtkämpfen zwischen den Breitmans und der Tezos Foundation geprägt.

Tezos arbeitet mit einem delegierten Proof-of-Stake-Konsens-Mechanismus, den es “Liquid Proof-of-Stake” nennt. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Tezos, obwohl es nicht den gleichen Grad an Dezentralisierung wie Ethereum besitzt, dezentraler ist als viele andere DPoS-Blockchains.

Das liegt vor allem daran, dass Tezos keine Obergrenze für die Anzahl der Nodes vorgeschrieben hat. Dadurch ist es möglich, dass Tezos mit zunehmender Größe immer dezentraler werden kann. Tezos und Ethereum 2.0 könnten zukünftig also durchaus in Sachen Sicherheit und Dezentralisierung miteinander konkurrieren. Der Hauptunterschied der beiden Blockchain-Projekte ist das On-Chain-Governance-Modell von Tezos.

Als die Breitmans den Ethereum-Konkurrenten konzipierten, war ihre Vision, dass sich die Tezos-Plattform selbständig upgraden kann. Das Ziel dabei ist es, eine wettbewerbsfähige Blockchain zu erschaffen, die sich von innen heraus effektiv weiterentwickeln kann. Jeder Tezos-Halter kann darüber abstimmen, was als nächstes mit der Plattform passieren soll.

Im Gegensatz dazu hatte Ethereum schon immer eine Off-Chain-Governance. In Zukunft wird sich daran aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht so schnell etwas ändern. Dennoch ist unklar, welches System sich dem anderen als überlegen erweisen wird.

Polkadot, der ETH-Killer?

Gavin Wood ist der Co-Founder von Ethereum. Nachdem er mehrere Jahre als Chief Technology Officer der Ethereum Foundation gearbeitet hat, hatte er das Gefühl, dass das Design von Ethereum letztlich einschränkend sei. Aus diesem Grund hat er 2016 das Whitepaper von Polkadot entworfen. Er entschied sich für den Namen Polkadot, weil das ein Muster ohne Anfang und Ende ist, dass das Verständnis von dezentralen Anwendungen aufgreift.

Laut dem Krypto-Analyse-Unternehmen Messari ist Polkadot ein Blockchain-Projekt, das sich deutlich von der Konkurrenz abhebt:

Es sticht absolut heraus, sowohl vom Standpunkt des Designs als auch von der Größe der Community um Polkadot herum.

Mehr als 250 Projekte, die von Stablecoins bis hin zu sozialen Netzwerken reichen, werden laut dem Tracker PolkaProject auf dem im Mai gestarteten Netzwerk aufgebaut. Das ist ein unglaublicher Anstieg. Während das Entwicklerinteresse an Bitcoin und Ethereum zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der monatlich aktiven Entwickler auf Polkadot seit der Einführung des Projekts im Mai um mehr als 40 Prozent gesteigert.

Anstatt Apps wie bei Ethereum über Smart Contracts zu betreiben, die auf einer Blockchain laufen, erlaubt Polkadot jedem App-Entwickler, seine eigene Blockchain zu erstellen. Diese Blockchains sind interoperabel, was bedeutet, dass sie mit anderen Blockchains kommunizieren können. Dadurch ist es möglich, dass Entwickler ihre Blockchains individuell designen können. Beispielsweise kann festgelegt werden, wie hoch Transaktionsgebühren sind oder wie schnell bestimmte Transaktionen bestätigt werden können.

Gavin Wood glaubt daher, dass sich eine Menge von innovativen Produkten auf Polkadot entwickeln werden, die sich nicht in der Smart-Contract-Umgebung von Ethereum etablieren können. Als Beispiel nennt er vor allem Blockchain-Games oder Blockchain-Anwendungen innerhalb von Konsortien.

Fazit

Zwar haben alle dieser Plattformen bestimmte Vorteile, aber keine hat es bisher geschafft, Ethereum zu stürzen. Angesichts der Tatsache, dass die vollständige Implementierung von Ethereum 2.0 aller Wahrscheinlichkeit nach noch einige Jahre entfernt ist, können sich die Dinge jedoch schnell ändern. Doch selbst wenn Ethereum es schafft, seine Krone zu behalten, könnten einige andere Ethereum-Konkurrenten bestimmte Nischen finden, in denen sie aufblühen können.

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