DoS-Attacke auf Electrum führt zu Verlusten in Millionenhöhe – keine Entwarnung

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Ein Netzwerk aus bis zu 140.000 Bots führt seit etwa 48 Stunden eine massive DoS-Attacke auf die populäre Bitcoin Wallet Electrum durch. Medienportale sprechen von „Verlusten in Millionenhöhe.“ Da seitens des Wallet-Anbieters noch keine Entwarnung zu hören war, muss man davon ausgehen, dass die Attacke zur Stunde weiterläuft.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Electrum sieht sich einer großangelegte Denial-of-Service-Attacke (DoS) ausgesetzt. Etwa 140.000 Bots versuchen derzeit, Electrum-Nutzer auf eine kompromittierte Version der populären Wallet umzuleiten und sie sodann zu einem Update zu bewegen. Folgt der User der Aufforderung, installiert er damit Schadsoftware, die zum sofortigen Verlust der hinterlegten BTC führt.

Via Twitter warnte Electrum die Wallet-Nutzer allerdings bereits am 7. April vor einem Angriff. User sollen demzufolge die Auto-Connect-Funktion ihrer digitalen Brieftasche deaktivieren, um möglichen Fund-Verlusten vorzubeugen:

Electrum-Server sind derzeit einem DoS-Angriff ausgesetzt. Wir arbeiten an einer robusteren Version des Electrum-Servers. In der Zwischenzeit sollten die betroffenen Anwender die automatische Verbindung deaktivieren und ihren Server manuell auswählen.


Die Angreifer haben es dem Vernehmen nach ausschließlich auf Nutzer der älteren Versionen der Wallet abgesehen. Ein Update auf die neueste Electrum-Version könnte hier also Abhilfe schaffen (Obacht bei der Eingabe der URL).

Bis zu einer Million US-Dollar entwendet

Das Krypto-Nachrichtenportal Hard Fork spricht mit Bezug auf einen nicht näher identifizierten Insider von einem „Gesamtverlust in Millionenhöhe“; einem einzelnen User seien demgemäß etwa 140.000 US-Dollar abhanden gekommen.

Gegenüber Hard Fork bestätigte Electrum-CTO Thomas Voegtlin den Angriff, man hoffe aber „den Angriff in den nächsten Stunden in den Griff zu bekommen.“ Bisher gibt es seitens des Providers jedoch noch keine Updates in dieser Angelegenheit.

Nicht der erste Angriff auf Electrum

Bereits Ende Dezember konnten Hacker bei Angriffen auf Wallets von Electrum insgesamt 750.000 US-Dollar erbeuten. Im Zuge dessen berichteten wir von großen Schwierigkeiten seitens des Entwicklerteams, die Schwachstelle zu stopfen.


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