Die Winklevoss-Strategie – Warum der Dreiklang aus Börse, ETF und Stable Coin Erfolg haben wird

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Die Winklevoss-Strategie – Warum der Dreiklang aus Börse, ETF und Stable Coin Erfolg haben wird

Cameron und Tyler Winklevoss gehörten zu den ersten, die versucht haben, einen Bitcoin-ETF von der US-Börsenaufsicht SEC genehmigen zu lassen. Bereits 2017 waren die Hoffnungen der Krypto-Investoren auf einen Krypto-ETF groß, genau wie die anschließende Enttäuschung, die sich mit der Absage eingestellt hat. Inzwischen hat sich viel in der Krypto-Ökonomie getan und auch die Winklevoss-Brüder lassen nicht locker, um den Kryptomarkt für sich zu erobern.

Die letzte Abweisung seitens der SEC gegenüber Bitcoin-ETF-Anträge kam erst vor einigen Tagen. Die Hartnäckigkeit hat sich also auch nach anderthalb Jahren zwischen der ersten und letzten Absage noch nicht ausgezahlt. Die Chancen stehen dennoch gut, dass die Winklevoss-Brüder bekommen, was sie wollen.

Schließlich erhöht sich der Druck auf die Behörden mit jedem Antrag. Gleichzeitig sind die Brüder längst nicht mehr die Einzigen, die Druck auf die Regulierer ausüben. Es hat sich inzwischen eine Kryptolobby aus diversen Finanzdienstleistern zusammengefunden, die regulierte Kryptofinanzprodukte bei den Behörden durchboxen wollen. Die Produktnachfrage auf Kundenseite und die potentiellen Gewinne daraus für die Anbieter sind zu verlockend, als dass man der behördlichen Gegenwehr schnell klein beigibt.

Insbesondere mit Blick auf die letzten Jahrzehnte hat sich im Finanzsektor eine Erkenntnis durchgesetzt. Das Geld findet immer seinen Weg bzw. eine existierende Nachfrage wird über kurz oder lang immer bedient. Das war bei Hedge Fonds so, die überwiegend auf den Cayman Islands zugelassen wurden und das ist bei Kryptowährungen nicht anders. Es besteht also kein Zweifel daran, dass über kurz oder lang regulierte Krypto-ETFs kommen werden. Einzig unklar ist, wie viel Zeit bis dahin vergehen wird.

Kryptobörsen und Stable Coins als Wegbereiter

Für die Zulassung von regulierten Kryptoprodukten müssen diverse Voraussetzungen erfüllt werden. Dabei sind nicht einmal die Kryptoprodukte selbst die größte Hürde. Es ist vielmehr der Markt sowie die Marktplätze, an denen sie gehandelt werden. Einer der Hauptgründe für die Ablehnung der ETF-Anträge war das Fehlen einer voll regulierten Handelsbörse für Krypto-ETFs. Auch wurde die Unreife und Manipulationsanfälligkeit des Kryptomarktes als Zulassungshindernisse gesehen.

Daraus lässt sich schließen, dass sich die Chancen auf Zulassung verbessern, wenn Handelsbörsen einen höheren regulatorischen Standard erfüllen. Auch ein Ausbau und eine Verbesserung der Marktcharakteristika, wie z. B. Reduzierung der Volatilität oder von Pump-&-Dump-Scemes, tragen dazu bei, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zulassung für Kryptoprodukte zunimmt.

Winklevoss-Brüder drehen an den großen Schrauben

An genau diesen Schrauben versuchen auch die Winklevoss-Brüder zu drehen. So tragen sie mit ihrer von der New York State Department of Financial Services (NYSDFS) relativ hoch regulierten Kryptobörse Gemini zum Ausbau des Ökosystems bei. Außerdem bekam die gleichnamige Börse von der NYSDF für den Stable Coin Gemini Dollar (GUSD) grünes Licht. Mit dem neuen Stable Coin stabilisieren sie ebenfalls das Krypto-Ökosystem und verbessern damit die Rahmenbedingungen für eine Zulassung regulierter Finanzprodukte. Es wird daher nur eine Frage der Zeit sein, bis die Winklevoss-Brüder ihren regulierten ETF bekommen, um dann das ganz große Geld einsammeln zu können.

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