XMR Die Monero-Erpressung: Alles nur Betrug?
Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Die norwegische Polizei hat am 28. April den Multimillionär Tom Hagen festgenommen. Er steht unter Verdacht, seine Frau ermordet zu haben. Hagen behauptete bisher, er sei Opfer einer Erpressung. Die Lösegeldforderung betrug angeblich rund 1 Million US-Dollar – zu zahlen in Monero (XMR).

Anne-Elisabeth Hagen wird seit dem 31. Oktober 2018 vermisst. Die damals 68-jährige ist die Ehefrau von Tom Hagen (70). Die Polizei ging laut Reuters bislang von Kidnapping aus, denn die Familie gab an, dass Erpresser Lösegeld in Form der Kryptowährung Monero (XMR) forderten. Tom Hagen gilt als einer der reichsten Männer Norwegens. Sein Vermögen beträgt laut Schätzungen rund 170 Millionen Euro. Dementsprechend schien eine Entführung plausibel.


Jedoch schließen die Behörden die Erpressungs-Theorie inzwischen aus. Nach 18 Monaten Ermittlungsarbeit verdichten sich die Hinweise darauf, dass Tom Hagen für das Verschwinden seiner Ehefrau verantwortlich ist. Möglicherweise war die Entführung nur vorgetäuscht und Anne-Elisabeth Hagen ist längst nicht mehr am Leben. Unter anderem gilt es in solchen Fällen als ungewöhnlich, dass die Entführer kein Lebenszeichen der Frau lieferten. Der Verdächtige selbst hat sich nach Angaben von Polizeichefin Ida Melbo Øystese noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Monero – erste Wahl für Kriminelle?

Die angebliche Lösegeldforderung in der Kryptowährung Monero ist ein weiteres ungewöhnliches Detail. Dementsprechend sorgte der Fall für Aufsehen über die Grenzen Norwegens hinaus. Zwar geraten Kryptowährungen immer wieder in Kritik, beliebte Zahlungsmittel für kriminelle Zwecke zu sein. Und auch Erpressungen scheinen in diesem Zusammenhang zuzunehmen. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um Straftaten im Bereich der Wirtschaftskriminalität.

Beispielsweise gehen Experten davon aus, dass bereits jedes vierte Unternehmen in Deutschland schon einmal Opfer einer DDoS-Erpressung wurde. Eine „Distributed Denial of Service“-Attacke sabotiert die Internetservices eines Unternehmens durch gezielt herbeigeführte Überlastung. Hierfür greifen Erpresser häufig auf die Anonymität von Kryptowährungen zurück. In diesem Zusammenhang erscheint auch immer wieder der Privacy Coin Monero in den Medien.

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Monero bietet gegenüber anderen Kryptowährungen deutlich mehr Anonymität. Das Nachverfolgen von Monero-Transaktionen ist praktisch unmöglich. Unter anderem erfreut sich die Kryptowährung im Darknet zunehmender Beliebtheit. Aus diesen Gründen ist Monero auch dem Bundesfinanzministerium ein Dorn im Auge. Mehr Infos über Monero gibt es im BTC-ECHO-Podcast.

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