Deutsche Bank überrascht mit gewagter Krypto-Prognose

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die Deutsche Bank sieht die Zahl der Nutzer von Kryptowährungen in der kommenden Dekade auf 200 Millionen Hodlerinnen und Hodler anwachsen. Unterdessen entwickelt sich der Trend zu einer bargeldlosen Gesellschaft weiter.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2019 01:12 Uhr von Andre Winterberg

Die Deutsche Bank wagt einen Blick in die Zukunft. In der aktuellen Ausgabe seines Research-Magazins „Konzept“ stellt das größte deutsche Geldhaus eine Prognose für das Jahr 2030. Die Bank konstatiert in ihrem Bericht unter anderem ein sinkendes Vertrauen in Fiatgeld als Folge der expansiven Geldpolitk der Zentralbanken. Das könne in den kommenden Jahren zu einer größeren Nachfrage nach alternativen Währungen wie Bitcoin und Co. führen.

Eine tendenziell höhere Inflation wird dazu führen, dass die Anleiherenditen sehr unsicher werden, insbesondere im Vergleich zu den heute zu beobachtenden Tiefstständen, die annähernd rekordverdächtig sind […]. Schließlich ist es möglich, dass die Inflation immer mehr in unser System eingebettet wird und Zweifel an der Nachhaltigkeit von Papiergeld aufkommen. Die Nachfrage nach alternativen Währungen wird daher bis zum Jahr 2030 voraussichtlich deutlich höher sein,

Das Schicksal von Fiatgeld sei mit den Bestrebungen der Zentralbanken verknüpft, wachsende Staatsverschuldungen mit steigenden Renditen bei Staatsanleihen zu vereinbaren. Dies sei die „Multi-Billionen-Dollar (oder Bitcoin-) Frage“ für das kommende Jahrzehnt.

Deutsche Bank stellt wachsende Blockchain-Adaption fest


Trotz der Inflationsproblematik bei Fiatgeld sei eine Ablösung von US-Dollar und Co. durch Kryptowährungen alles andere als in Stein gemeißelt. Bislang seien Bitcoin & Co. vor allem eine Ergänzung zu bestehenden Währungen, die trotz einiger nicht von der Hand zu weisender Vorteile noch keine flächendeckende Verbreitung gefunden haben. Damit es dazu kommen kann, müssten Kryptowährungen drei Hürden bewältigen:

  1. Legitimierung durch Staaten und Regulierungsbehörden soll für Kursstabilität sorgen
  2. Unterstützung durch Zahlungsdienstleister, Kreditkartengesellschaften sowie Händler für eine globale Reichweite
  3. Gewährleistung der Sicherheit vor Cyber-Attacken sowie vor großflächigen Stromausfällen

Dennoch stellt die deutsche Bank eine wachsende Akzeptanz von Bitcoin und Co. in der Weltbevölkerung fest – und zieht in dieser Hinsicht den beliebten Vergleich mit der Verbreitung des Internets seit dessen Entstehung.

 

Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, würde die Zahl der Nutzer Kryptowährungen in den kommenden 10 Jahren auf bis zu 300 Millionen anwachsen. Ferner sei damit zu rechnen, dass Bitcoin von einer anderen massentauglichen Kryptowährung Konkurrenz erhalten wird:

Wenn wir auf das kommende Jahrzehnt blicken, wäre es nicht verwunderlich, wenn unerwartet eine neue und gängige Kryptowährung entstehen würde,

spekuliert die Deutsche Bank in ihrem Ausblick.

Trotz dieser Erkenntnis hegt der deutsche Branchen-Primus bislang keine – zumindest offiziellen – Ambitionen, sich als Krypto-Verwahrer zu betätigen:

Die Deutsche Bank beobachtet das Thema, aktuell gibt es aber keine Pläne, in das Verwahrgeschäft von Kryptowährungen einzusteigen,

sagte das Unternehmen gegenüber BTC-ECHO.


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