Der EOS-Kurs startet durch – Was steckt hinter dem Micro-Bull-Run?

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der chinesische Ethereum-Konkurrent EOS vollzieht aktuell eine veritable Kursrallye. Mit einem Tagesplus von über 20 Prozent konnte der EOS-Kurs unter den Top-10-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung die stärksten Zuwächse verbuchen. Die Community sucht indes nach Gründen für den Micro-Bull-Run. Hat eine Telegram-Nachricht des Block.one-Chefs etwas damit zu tun?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Krypto-Investoren können ihre Augen derzeit auf den Kursseiten an grünen Zahlen weiden. Bitcoin wie Altcoins verbuchen seit dem Wochenende kräftige Kurszuwächse. Unter den größten zehn Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung konnte EOS dabei besonders glänzen. Der EOS-Kurs verzeichnet ein Wochenplus von beinahe 30 Prozent und damit noch größere Zuwächse als die Konkurrenz Ethereum. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,2 Milliarden US-Dollar befindet sich das „dezentrale Betriebssystem“ derzeit auf Rang vier der Krypto-Tabelle.

Die Community rätselt, was hinter dem Micro-Bull-Run stecken könnte. Häufig sorgen Bekanntmachungen über Kooperationen mit großen Wirtschaftsunternehmen oder Kapitalgeber für kurzfristige FOMO-Anfälle bei den Investoren. Ein Blick auf die Homepage der EOS-Entwickler von Block.One lässt eine solche Ankündigung vermissen. Allerdings verkündete Block.One am 24. Januar den Release von EOSIO 1.6.0, der aktuellsten Version des EOS-Protokolls.


Das Update verspricht eine Erhöhung der Transaktionsgeschwindigkeit um bis zu 35 Prozent – zumindest haben das interne Tests von Block.One ergeben. Zuvor lag der höchste (von Block.One) gemessene Wert auf der öffentlichen EOS-Blockchain bei 3.996 Transaktionen pro Sekunde (TPS). Allerdings ist diese Zahl mit Vorsicht zu genießen, weil sie bislang einen seltenen Ausreißer bildet. Auch wenn EOS derzeit knietief in den grünen Zahlen steht, sind die derzeitigen 70 bis 90 TPS weit von solchen Regionen entfernt.

Block.one-CEO: Gut Ding will Weile haben

Paradoxerweise hat Block.one-CEO Brendan Blumer erst am 16. Februar versucht, die Erwartungen der Community zu zügeln. In der Telegram-Gruppe EOS_V2 bat Blumer die EOS-Community um etwas Geduld:

Während wir weiter wachsen, werde ich als CEO keinen kurzsichtigen Hype fördern, der ausschließlich auf die Erfüllung nicht nachhaltiger Erwartungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus unterstütze ich es nicht, ungeschliffene Produkte aus rein kommerziellen Gründen aus der Tür zu schießen.

Außerdem weist Blumer in der Nachricht darauf hin, dass „Geld nicht sofort alle Problem löst“ und der Aufbau von Personalstab und Unternehmenskultur „Zeit und Geduld“ benötige. Gegen das satte Plus des EOS-Kurs wird Blumer jedoch vermutlich wenig einzuwenden haben.


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