Anzeige
Cryptsy CEO wird des Millionen-Diebstahls beschuldigt

Quelle: © Comugnero Silvana - Fotolia.com

Cryptsy CEO wird des Millionen-Diebstahls beschuldigt

Der Cryptsy CEO Paul Vernon soll einem gerichtlich bestellten Konkursverwalters zufolge die mittlerweile geschlossene Handelsplattform für digitale Währung um mehrere Millionen Euro bestohlen haben. Alle Beweise für seine illegalen Machenschaften soll Vernon sorgsam vernichtet haben.

Das geht aus einer Gerichtsakte, die im Zuge der Sammelklage gegen den Geschäftsmann erstellt wurde hervor. Der gerichtlich bestellte Konkursverwalter James Sallah veröffentlichte am 2. August Details über seine Versuche, Kontrolle über die mit Cryptsy in Verbindung stehende Vermögenswerte zu erhalten. Im Fokus standen dabei insbesondere die Währungsguthaben der Kunden.

Nach dem Beginn des Cryptsy Debakels im vergangenen Januar behauptete Vernon noch, die Plattform sei einem Hacker zum Opfer gefallen um musste daher schließen. Vernon sprach damals von 13.000 gestohlenen BTC im Wert von 7,5 Mio US-Dollar und Litecoins im Wert von knapp 2 Mio US-Dollar. Die Kunden seinen mit Absicht in die Irre geführt worden um „Panik“ zu vermeiden, so Vernon damals in einem Interview mit CoinDesk.

In dem Gerichtsdokument ist zu lesen, dass die Pleite der Börse aufgrund mangelnder Gewinne bereits einen Monat vorher absehbar war. Der endgültige Zusammenbruch der Handelsplattform löste eine Klagewelle gegen den Betreiber aus, die ein einfrieren aller Vermögenswerte und letztendlich den Konkurs der Handelsplattform mit sich zog.

James Sallah beschuldigt jetzt den Betreiber selbst, über Jahre hinweg die Börse bestohlen zu haben:

„Über eine Zeitspanne von zwei Jahren und sieben Monaten tauschte Vernon mehr als 1.000 Bitcois im Wert von 3,3 Millionen US-Dollar. Die mehr als 3,3 Millionen US-Dollar hat Vernon dann auf das Gemeinschaftskonto mit seine jetzige Exfrau eingezahlt.“

Bitcoins im Wert von 2,2 Millionen USD sollen über die Bitcoin-Börse Coinbase eingetauscht worden sein. Die übrigen Coins sollen der Akte zufolge über Bittrex, BTER, CEX.io und andere Börsen den Weg auf das Konto des CEOs gefunden haben.

Vernon war bisher zu keiner Stellungnahme bereit.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinDesk

Anzeige

Ähnliche Artikel

Flüssige Bitcoin: Blockstream rüstet Liquid auf
Flüssige Bitcoin: Blockstream rüstet Liquid auf
Bitcoin

Bitcoin soll im Rahmen von Liquid bald vor allem für Unternehmen effektiver werden.

BTC-ECHO-Newsflash: Die Top Blockchain & Bitcoin-News der Woche
BTC-ECHO-Newsflash: Die Top Blockchain & Bitcoin-News der Woche
Bitcoin

In der letzten Woche wieder nur seitwärts gependelt und alle Bitcoin-News verpasst?

Das sind die fünf bullishsten Bitcoin-Prognosen
Das sind die fünf bullishsten Bitcoin-Prognosen
Bitcoin

1. Max Keiser: 100.000 US-Dollar, Zeitpunkt unbekannt
Fangen wir gemäßigt an.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Altcoin-Marktanalyse KW46 – Stellar steigt über EOS, Bitcoin-Cash-Rallye eher Eintagsfliege
Altcoin-Marktanalyse KW46 – Stellar steigt über EOS, Bitcoin-Cash-Rallye eher Eintagsfliege
Kursanalyse

Dargestellt ist die Kursentwicklung der zehn Kryptowährungen mit der höchsten Marktkapitalisierung, welche in Milliarden US-Dollar angegeben ist. 

Flüssige Bitcoin: Blockstream rüstet Liquid auf
Flüssige Bitcoin: Blockstream rüstet Liquid auf
Bitcoin

Bitcoin soll im Rahmen von Liquid bald vor allem für Unternehmen effektiver werden.

IBM: Blockchain-Lösung für die Wissenschaft
IBM: Blockchain-Lösung für die Wissenschaft
Unternehmen

Das Patent trägt den Namen “Blockchain for Open Scientific Research“, was sich mit “Blockchain für offene wissenschaftliche Forschung” übersetzen lässt.

Bitcoin-Trading: BaFin schließt Crypto Capitals
Bitcoin-Trading: BaFin schließt Crypto Capitals
Regulierung

Bitcoin-Handelsplattformen sehen sich in Deutschland nach wie vor einer ungeklärten Rechtslage gegenüber.

Angesagt

BlockRE: Versicherung und Risikomanagement für Blockchain-Unternehmen
Unternehmen

Wie BlockRe am 7. November über eine Pressemitteilung verkündete, verbesserte das Unternehmen sein Risikomanagement-Tool kontinuierlich, um nun bei der Risikobewertung 500 Datenpunkte über 18 Kategorien abdecken zu können.

Südkoreanische Anwaltskammer fordert Krypto-Gesetze – Regulierung, jetzt!
Regulierung

Es ist ein ungewöhnlicher Vorstoß der Korea Bar Association. Zwar hat die Anwaltskammer des Landes eine lange politische Tradition und steht den koreanischen Gesetzgebern oft mit rechtlichem Kommentar zu Seite.

Singapur nutzt Blockchain-Technologie für Handel mit erneuerbaren Energien
Blockchain

Mit sogenannten RECs (Renewable Energy Certificates, Zertifikate für erneuerbare Energien) können Unternehmen in Singapur ihre nicht umweltfreundliche Energieproduktion ausgleichen.

Meinungs-ECHO KW45: „Bitcoin ist Falschgeld“
Kolumne

 

Mike Novogratz: Ein Bulle ist ein Bulle ist ein Bulle….