Cryptsy CEO wird des Millionen-Diebstahls beschuldigt

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Comugnero Silvana - Fotolia.com

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Der Cryptsy CEO Paul Vernon soll einem gerichtlich bestellten Konkursverwalters zufolge die mittlerweile geschlossene Handelsplattform für digitale Währung um mehrere Millionen Euro bestohlen haben. Alle Beweise für seine illegalen Machenschaften soll Vernon sorgsam vernichtet haben.

Das geht aus einer Gerichtsakte, die im Zuge der Sammelklage gegen den Geschäftsmann erstellt wurde hervor. Der gerichtlich bestellte Konkursverwalter James Sallah veröffentlichte am 2. August Details über seine Versuche, Kontrolle über die mit Cryptsy in Verbindung stehende Vermögenswerte zu erhalten. Im Fokus standen dabei insbesondere die Währungsguthaben der Kunden.

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Nach dem Beginn des Cryptsy Debakels im vergangenen Januar behauptete Vernon noch, die Plattform sei einem Hacker zum Opfer gefallen um musste daher schließen. Vernon sprach damals von 13.000 gestohlenen BTC im Wert von 7,5 Mio US-Dollar und Litecoins im Wert von knapp 2 Mio US-Dollar. Die Kunden seinen mit Absicht in die Irre geführt worden um „Panik“ zu vermeiden, so Vernon damals in einem Interview mit CoinDesk.

In dem Gerichtsdokument ist zu lesen, dass die Pleite der Börse aufgrund mangelnder Gewinne bereits einen Monat vorher absehbar war. Der endgültige Zusammenbruch der Handelsplattform löste eine Klagewelle gegen den Betreiber aus, die ein einfrieren aller Vermögenswerte und letztendlich den Konkurs der Handelsplattform mit sich zog.

James Sallah beschuldigt jetzt den Betreiber selbst, über Jahre hinweg die Börse bestohlen zu haben:

„Über eine Zeitspanne von zwei Jahren und sieben Monaten tauschte Vernon mehr als 1.000 Bitcois im Wert von 3,3 Millionen US-Dollar. Die mehr als 3,3 Millionen US-Dollar hat Vernon dann auf das Gemeinschaftskonto mit seine jetzige Exfrau eingezahlt.“

Bitcoins im Wert von 2,2 Millionen USD sollen über die Bitcoin-Börse Coinbase eingetauscht worden sein. Die übrigen Coins sollen der Akte zufolge über Bittrex, BTER, CEX.io und andere Börsen den Weg auf das Konto des CEOs gefunden haben.

Vernon war bisher zu keiner Stellungnahme bereit.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinDesk

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