CryptoShuffler vertauscht Adressen im Zwischenspeicher

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Quelle: John Williams RUS via Shutterstock

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Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass jemand während des letzten Allzeithochs eine Pizza kauft, so kommt es doch mal vor, dass man sich ein Mittagessen mit Bitcoin gönnt. Die Zieladresse ist schnell per Copy&Paste ins Textfeld eingegeben – aber die Coins kommen nie beim eigentlichen Empfänger an.
Nicht auf dem Radar

Nicht auf dem Radar

Der Trojaner mit dem Namen CryptoShuffler ist keine Neuheit. Laut einem Bericht von Kaspersky soll der Einbrecher seit 2016 sein Unwesen treiben. Sein Ziel sind Nutzer von Kryptowährungen.


Anders als die bekannten Cryptolocker, macht sich CryptoShuffle nicht bemerkbar. Einmal eingefangen, liest der Trojaner die Zwischenablage aus und wartet auf den richtigen Moment. Wird eine Adresse eingegeben, erkennt das die Schadsoftware und tauscht sie im Handumdrehen aus. Ob Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Monero, Zcash oder Dogecoin, die Entwickler haben die Software auf jede Situation angepasst.

Schnelles Geld

Das Kaspersky Lab gab an, dass die Angreifer mit dieser Methode bereits 23 Bitcoin gestohlen haben (umgerechnet aktuell rund 145.000 Euro). Die anderen Währungen sollen sich ebenfalls im Bereich von umgerechnet 10.000 Euro drehen.

Obwohl CryptoShuffle seinen Höhepunkt 2016 erreichte, scheint seine Aktivität seit Mitte 2017 wieder zuzunehmen. Da Kryptowährungen größtenteils pseudonym, teilweise auch anonym sind, sind sie im Visier vieler Hacker. Neben Börsen sind so auch normale Nutzer betroffen. Wir empfehlen deswegen Adressen zweimal zu überprüfen. Aufgrund des Aufbaus von Adressen lohnt es sich, die ersten vier und die letzten vier Zeichen der Adresse anzuschauen. Die Chance, dass die Zeichen dazwischen verschieden sind, ist unglaublich gering.

Zusätzlich empfehlen wir eine generelle Internethygiene: keine zwielichtigen Links aufrufen und ebenso vermeiden, Dateien von Unbekannten herunterzuladen. Gerade weil die Software sich nur offenbart, wenn sie Adressen ändert, ist sie äußerst schwer zu finden.

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