Crowdfunding für Krypto: Kik sagt SEC den Kampf an

Brigitte Bernhardt

von Brigitte Bernhardt

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Brigitte Bernhardt

Brigitte Bernhardt hat Architektur studiert, PR und Redaktion gelernt und arbeitet als Fachautorin für verschiedene Medien. In die Kryptowelt ist sie 2017 eingetaucht und war vom ersten Moment fasziniert – von der Technik, von der Idee, den Menschen die Kontrolle über das eigene Geld zu geben und von den Möglichkeiten, die Kryptowährungen und Blockchain für unsere Welt bedeuten.

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Quelle: Shutterstock

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Messenger-App-Anbieter Kik bereitet sich mit einer Crowdfunding-Kampagne auf einen möglichen Rechtsstreit mit der SEC vor. Die US-Börsenaufsichtsbehörde ermittelt gegen das Unternehmen im Zusammenhang mit dem 2017 durchgeführten ICO. Laut SEC handle es sich bei den damals ausgegebenen KIN-Token in Wirklichkeit um Wertpapiere. Die Auseinandersetzung könnte zu einem Präzedenzfall für die Regulierung von Kryptowährungen werden.

Wegen mutmaßlichen Wertpapierverstoßes muss sich das Krypto-Start-up Kik mit Vorwürfen der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) auseinandersetzen. Im Jahr 2017 hatte Kik im Rahmen eines ICOs den Utility Token KIN herausgegebenen. Dies hat die Börsenaufseher auf den Plan gerufen. Sie stuften KIN als nicht reguliertes Wertpapier bzw. als Security Token ein. BTC-ECHO berichtete darüber bereits im Januar.

Die SEC sieht es in erster Linie als ihre Aufgabe an, Investoren zu schützen. Als unabhängige Behörde innerhalb der Regierung ist sie für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den USA zuständig. Die Börsenaufsicht ist bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber ICOs. In der Regel stuft die Behörde das Geschäftsmodell als Wertpapierhandel ein und sieht Regulierungsbedarf.

Regulierungsversuche – Kryptowährungen in Gefahr?

Kik wehrt sich nun gegen das Einschreiten der SEC und will per Crowdfunding die Kräfte für den drohenden Rechtsstreit bündeln. Unterstützer können ihren Beitrag in insgesamt 19 verschiedenen Kryptowährungen leisten. Auf der Website Defend Crypto erläutert das Unternehmen, dass es nicht nur um das eigene Unternehmen und den Token KIN geht, sondern ganz allgemein um Kryptowährungen:

Die SEC gestaltet die Zukunft der Kryptowährungen hinter den Kulissen mit Regulierungen, die einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen und Innovationen im Keim ersticken. Kin ist nicht gewillt, dies zuzulassen und hat fünf Millionen US-Dollar auf Coinbase bereitgestellt, um sie vor Gericht zu bringen.

Kik könnte zum Präzedenzfall werden

Wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, wird es also um die Frage gehen, ob ICOs generell als Wertpapierangebote zu betrachten sind und wie viel Macht die SEC über den sich entwickelnden Krypto-Markt hat.

Für die Blockchain Association steht der Fall Kik ebenfalls stellvertretend für die Entwicklungen in der Krypto-Szene. Auf Medium schrieb der Verband in einem Statement:

Sollte Kik verlieren, könnte die Innovation in der US-amerikanischen Blockchain- und Kryptowährungsbranche weiter eingeschränkt oder ganz unterdrückt werden. Wir wissen auch, dass die Anwendung des Wertpapierrechts auf bestimmte Arten von Kryptowährungstransaktionen US-amerikanische Investitionen und Innovationen in diese wichtigen und vielversprechenden Technologien behindern würde.

Hier geht es zur offiziellen Homepage.

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