Civil ist zurück: Blockchain-Journalismus-Plattform wieder online

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Das Projekt Civil, welches ethischen Journalismus auf globaler Ebene über Blockchain fördert, ist nach seinem Scheitern im Oktober 2018 wieder online. Die Plattform hat den Neustart bereits Ende 2018 angekündigt und nun mit einiger Verspätung in die Tat umgesetzt. 100 Prozent der Erlöse kommen einer eigenen Non-Profit-Organisation zugute.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

„Civil ist zurück und besser als je zuvor!“ Mit dieser ambitionierten Ankündigung gab das Journalismus-Projekt Civil am 1. März 2019 seine Rückkehr via Blogpost bekannt. Ab dem 6. März sind indes Mitgliedschaften verfügbar. Civil versteht sich als „gemeinschaftsbetriebene Plattform für unabhängigen Journalismus, die gegründet wurde, um Vertrauen und Nachhaltigkeit in die globale Medienwelt zu bringen.“

34 Millionen CVL-Token lanciert

Alle Mitglieder haben Zugriff auf ein Netzwerk für den Austausch mit anderen Medienschaffenden. Die Mitgliedschaften beinhalten außerdem eine Kaufoption für Civil Token. Sie bilden einerseits die Entwicklung des Portals in finanziellem Wachstum ab, welches zu 100 Prozent in eine gemeinnützige Stiftung fließt. Andererseits nutzen Mitglieder Token, um sie als Voting gegen ethisch problematische Newsrooms einzusetzen. Aktuell sind über 100 internationale Newsrooms bei Civil registriert und vernetzt. Die Civil Media Company bietet die CVL-Token mit einem Startpreis von 0,20 Euro an, der sich graduell erhöht, bis der letzte Token für 0,94 Euro an den Mann oder die Frau geht.

Civil scheiterte an 8 Millionen-US-Dollar-Softcap


Im Oktober 2018 hat Civil in der Krypto-Community allgemeine Bestürzung ausgelöst, als es das Scheitern seines ICOs an der Softcap von acht Millionen Dollar verkündete. Damals hatte auch die Kooperation mit Forbes nicht ausreichend geholfen, um das Mindestinvestitionsziel zu erreichen. Das Unternehmen musste alle Geldgeber auszahlen. Civils Scheitern war sicher einer der Gründe, ICOs als Finanzierungsstrategie grundsätzlich infrage zu stellen.

Neustart ohne Softcap

Bei dem neuen Versuch rückt das Unternehmen von einem zeitbasierten Finanzierungsmodell ab: „Es gibt kein Zeitlimit – es könnte Jahre dauern, bis wir alle Token verkauft haben und das wäre okay“, so Matthew Iles, der Gründer von Civil. Nach dem erfolglosen Token-Verkauf im letzten Herbst hätte das Team eine Fokussierung auf den Journalismus und weniger auf technische Details beschlossen.

Die Mission des Projektes sei es nun, das Vertrauen in den Qualitätsjournalismus über Dezentralisierung und Vernetzung zurückzuerobern. Das alternative Support-Model für die Befriedigung des Informationsbedürfnisses aller Bürger könne durch die Blockchain Unabhängigkeit garantieren.


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