Chronobank – Eine Kryptowährung will das bisherige Recruitment revolutionieren

Shake Hands

Chronobank, eine zeitbasierte Kryptowährung möchte eine Plattform für Recruitment sein. Über eine neue Webseite möchte man auf das baldige ICO hinweisen.

Ein Startup aus Australien plant, eine Blockchain-basierte Lösung zum Recruiting zu entwickeln. Die Distributed Ledger Plattform Chronobank baut auf einer zeitbasierten Kryptowährung auf. Mit dieser Kryptowährung möchte das Startup Human Resources, Recruiting und den Finanzsektor revolutionieren. Sie möchten sozusagen das für Recruiting sein, was Uber für Transport und Upwork für Freelancing ist.

Letztlich nutzt Chronobank ein zweihundert Jahre altes Prinzip. Zeitbasierte Währungen sind ein Wertäquivalent für Arbeit – sprich, man zahlt weniger konkrete Werte in einer regulären Währung, sondern verrechnet die Arbeitsstunden oder Personalmonate. Diese werden dann als Tauschwert genutzt. Ähnliche Konzepte werden durchaus auf freelancing-Netzwerken genutzt, in denen man Arbeitszeit gegen Arbeitszeit tauscht.

Die Kryptowährung hinter ChronoBank will dieses Konzept nutzen, um eine maßgeschneiderte Lösung für Recruiting für Kurzarbeitszenarien sowohl für Freelancer als auch Firmen, die nach Arbeitnehmern suchen, anbieten zu können. Hauptziel hinter ChronoBank ist, eine Garantie für eine faire Bezahlung zu schaffen. Die Wirtschaft hinter diesem Projekt wird durch Krypto-Token namens “Labor Hour” oder kurz LH Token. Der Wert dieser Tokens wird durch die Arbeitskraft der Firmen gesichert, weshalb Chronobank meinen, dass diese Tokens gegen Inflation gesichert wären und keine Volatilität aufweisen würden.

Das erste Ziel von Chronobank: Awareness

Chronobank hat aktuell einiges Geld in Werbekampagnen mit dem Ziel gesteckt, Blockchain-basierte Recruitment Lösungen in den Mainstream zu holen. Mithilfe dieser Kampagnen möchte die Firma über den Sinn hinter zeitbasierten Kryptowährungen aufklären, ihre Vorteile gegenüber traditionellem Arbeitszeitkonten darstellen und aufzeigen, wie diese Lösung sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber im Rahmen von Kurzzeitverträgen und Freelancing sinnvoll ist.

“Den nächsten Monat werden wir vor allem in Awareness investieren. Wir wollen nicht nur auf Chronobank und ein geplantes Crowdfunding aufmerksam machen, sondern generell über Zeitbasierte Währungen aufklären.”, so der CEO Alexander Rugaev.

Chronobank wird von verschiedenen Experten und Entwicklern der Kryptoszene unterstützt, Namen wie Bitpanda, Waves, Emercoin oder NEM seien hier zu nennen. Mit der Edway Group als einem der Gründer profitiert ChronoBank von der Expertise, die die Edway Group über die Jahre im Bereich Recruiting aufgebaut hat.

Nach der aktuellen Kampagne soll ein Crowdfunding ICO starten. Man avisiert einen ICO irgendwann im Dezember 2016. Als Vorbereitung für diesen ICO hat ChronoBank schon die Webseite überarbeitet, so dass potentielle Investoren sich für die Crowdfunding-Kampagne anmelden können. Investoren werden an dem ICO nicht nur über Bitcoin, sondern über verschiedene andere Blockchain Plattformen wie Ethereum, Ethereum Classic, Waves oder Lisk teilnehmen können.

Kommentar des Autors (Philipp Giese)

Man merkt mal wieder, dass es bezüglich der Verwaltung und Transaktion wenig gibt, wo nicht die Blockchain sinnvoll sein könnte. Anscheinend ist das Ziel von ChronoBank nicht einfach Recruitment, sondern den “Lohn” auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, so dass man unterschiedliche Gehaltsvorstellungen von Freelancern in München und in Hoyerswerda (um Beispiele aus Deutschland zu nennen) damit etwas ausgleicht. Sicherlich können LH Tokens unternehmensintern oder von Freelancern als eine Art Ersatzwährung für Dienstleistungen verwendet werden – Donald Reinertsen schlägt etwas ähnliches mit Bierdeckeln oä in dem grandiosen Buch The Principles of Product Development Flow vor – Nutzung einer Blockchain könnte eine entsprechende Lösung etwas globalisieren. Was mir aber noch nicht klar ist: Wie kommt es zum Cash Out?

BTC-ECHO

Englische Originalversion via NewsBTC

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet nebenberuflich als Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Zudem engagiert er sich aktiv für die Krypto-Community – sowohl online als zentraler Ansprechpartner im Slack-Channel von BTC-ECHO als auch offline als Speaker und Interviewer pflegt er stets den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären. Der promovierte Physiker kann auf jahrelange Berufserfahrung als Projektleiter und technologischer Berater zurückgreifen. Philipp begeistert sich dabei seit vielen Jahren nicht nur für die technologische Dimension von Kryptowährungen, sondern auch für die dahinterliegende sozioökonomische Vision.

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