Blockchain, China vernetzt Smart Cities mit Blockchain

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China vernetzt Smart Cities mit Blockchain

Chinas Städte wachsen, während die Infrastruktur überlastet ist. Ein neues Identifikationssystem soll die Abläufe innerhalb der Städte mittels Blockchain optimieren.

Seit Sonntag, dem 3. November, nehmen einige Städte Chinas an einem Smart-City-Netzwerk teil. Die in Shijiazhuang entwickelte Technologie vergibt digitale Identifikationscodes für eine klare Vernetzung und besseren Austausch, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Dafür bietet sich die Blockchain-Technologie dank ihrem unveränderbaren Code an.

Immer mehr Menschen ziehen in Städte

Um mit dem raschen Städtewachstum mitzuhalten, begann China bereits 2012 mit der Entwicklung von Smart Cities. Bis 2020 plant das Land, 100 Städte miteinander zu vernetzen und Abläufe innerhalb der Planung, des Städtebaus und des generellen Managements zu vereinfachen. Auch die steigenden Anforderungen im medizinischen Sektor, der Wasser- und Energieversorgung und im Verkehr sollen so besser gesteuert werden. 2016 startete ein entsprechendes Pilotprojekt, immer mehr Städte bekommen nun Identifikationscodes und schließen sich dem Netzwerk an.

Über 500 Blockchain-Projekte starten im laufenden Jahr

Die Maßnahme ist eine von Chinas Bemühungen, sich im Bereich der Blockchain-Technologie zu profilieren. Erst im vergangenen Monat sprach Regierungschef Xi Jingping von der Bedeutung der Blockchain für Chinas Innovationskraft. Daraufhin stieg der Bitcoin-Kurs um zeitweise 40 Prozent an. Der Präsident der Kommunistischen Partei erklärte seine Pläne, Informationstechnologien mit Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge zu verknüpfen. Die Regierung testet bereits die Anwendung der Technologie in der Administration. Zudem stellten sechs Banken, darunter die zwei größten staatlichen Institutionen, Blockchain-Projekte vor. Und auch die Tech-Riesen Alibaba, Baidu oder Huawei treiben ihre Cloud-Lösungen mittels Blockchain voran.

Shijiazhuangs Smart-City-Netzwerk ist dabei eins von 506 Blockchain-Projekten, die in diesem Jahr landesweit starteten. Neben infrastrukturellen Projekten im Städtebau soll die Technologie indes auch im Finanzwesen zum Einsatz kommen, um unter anderem internationale Zahlungen zu vereinfachen oder im Bereich des Handels die Logistik zu koordinieren.

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