China: Staatlicher Raumfahrtkonzern CASIC will Rechnungswesen mit Blockchain verwalten

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Der chinesische Luft- und Raumfahrtkonzern CASIC will sein Rechnungswesen künftig mit Blockchain-Technologie verwalten. Wie die Staatszeitung People’s Daily berichtet, erhofft man sich davon vor allem Einsparungen im Bereich der Verwaltungskosten.

Eine Grundfunktion der Blockchain-Technologie ist das automatisierte Verwalten von Datenbanken. Dies will sich nun der chinesische Luft- und Raumfahrtkonzern CASIC zu Nutze machen und sein Rechnungswesen mit Distributed-Ledger-Technologie aufrüsten.

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Wie die chinesische Staatszeitung People’s Daily am Montag, dem 13. August, berichtet, stoße das derzeitig aktive elektronische Rechnungssystem für beteiligte Unternehmen und Zulieferer der Staatsorganisation an „operative Grenzen“.

Mit der Umrüstung auf Blockchain-Software wolle man nun bisherige Fehler wie falsches oder doppeltes Versenden von Rechnungen vermeiden und eine effektive Sendungsverfolgung einrichten. Zudem plane man, steuerliche Standards einzuhalten und damit vor allem „indirekte Verwaltungskosten erheblich zu reduzieren.“

Die in Peking ansässige Staatsorganisation China Aerospace Science and Industry Corporation, kurz CASIC, entwickelt den Großteil der chinesischen Luft- und Raumfahrttechnik. Neben der Produktion von Satelliten und Raumschifftechnologie ist der Konzern Chinas größter Hersteller militärischer Geschoss- und Luftabwehrsysteme. Damit ist der Konzern unter anderem von einer Vielzahl von Zulieferern abhängig.

Grund für das technologische Umsatteln des Technologiekonzerns ist laut Artikel vor allem der Blick in die nahe Zukunft. Während im vergangenen Jahr lediglich 1,31 Milliarden elektronische Abrechnungen im Reich der Mitte zirkulierten, geht die Organisation von einer regelrechten Explosion für die kommenden Jahre aus. So rechneten Prognosen damit, dass die Anzahl elektronischer Rechnungen in China bis 2022 auf 54,55 Milliarden ansteige. Dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von über 100 Prozent.

China im Blockchain-Rausch

Einen ähnlichen Vorstoß wagt dieser Tage die im Südosten des Landes gelegene Metropole Shenzen. Berichten zufolge kooperiert die örtliche Stadtverwaltung derzeit mit dem Social-Media-Anbieter Tencent. Gemeinsam will man ein blockchainbasiertes Rechnungssystem für das Stadtgebiet auf die Beine stellen.

Derweil setzt vor allem die Regierung in Peking entschieden auf das Wachstumsmoment der Blockchain-Technologie.

Wie BTC-ECHO in dieser Woche berichtet, gibt die Kommunistische Partei ihrem Führungskader nun eine Blockchain-Fibel an die Hand. Neben dem kleinen Krypto-Einmaleins enthält der Reader Ausführungen zu zukünftigen Hürden und Herausforderungen der Technologie. Damit wolle man das Verständnis der Parteimitglieder für mögliche Blockchain-Anwendung erhöhen und so die Entwicklung im Land vorantreiben, berichten staatliche Quellen.

BTC-ECHO

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