China: Kommunistische Partei veröffentlicht Blockchain-Fibel für Führungskader

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Flickr/Remko Tanis

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Die Kommunistische Partei Chinas, die seit 1949 das Reich der Mitte regiert, gibt seinem Führungskader ab sofort eine Blockchain-Fibel an die Hand. Wie die Parteizeitung People’s Daily berichtet, steht den Parteimitgliedern seit diesem Montag, dem 13. August, ein entsprechender Reader zur Verfügung. Damit fügt die Volksrepublik ihrem Blockchain-Engagement offizielle Leitlinien hinzu. Während Peking Kryptowährungen den Kampf angesagt hat, versucht die Regierung derzeit, das Wachstumspotential der Technologien entschieden zu nutzen.

Nur was verstanden wird, kann Anwendung finden – dies hat auch die Kommunistische Partei (KP) begriffen. Um ihren Mitgliedern und vor allem dem Führungskader die Blockchain-Technologie näherzubringen, hat die chinesische Kaderpartei nun eine Blockchain-Fibel herausgegeben. Der Reader mit dem Titel „Blockchain – Leitlinien für Führungskräfte“ soll das Verständnis der Technologie erhöhen und somit zu mehr Entwicklung und Anwendung führen. Dies berichtet die Parteizeitung People’s Daily in dieser Woche.

So umfassen die Leitlinien sowohl Ursprünge und technische Hintergründe als auch mögliche Anwendungen. Neben dem kleinen Krypto-Einmaleins sind zudem Ausführungen zu zukünftigen Hürden und Herausforderungen der Technologie enthalten.

„Der größte Einfluss der Blockchain liegt in ihrer auf Konsens ausgerichteten Wirkungsweise“,

unterstreicht Ye Zhenzhen, Leiter des Parteiorgans, die überzeugte Haltung der KP. So ermöglichte die Technologie eine gänzlich neue Bewältigung gemeinschaftlicher Probleme im Land.

Die Kommunistische Partei lenkt seit 1949 die Geschicke der Volksrepublik. Als Kaderorganisation sieht sich die KP in China über dem Staat selbst und betont seit jeher den angestammten Führungsanspruch. Mit rund 90 Millionen Mitgliedern ist sie zudem die mitgliederstärkste kommunistische Partei der Welt.

China auf Blockchain-Kurs

Während Peking dieser Tage den Kampf gegen den Einfluss von Kryptowährungen im Land erfolgreich gewonnen zu haben scheint, tut die Regierung derzeit ihr Möglichstes, das Wachstumsmoment der Blockchain zu nutzen.

Bereits 2016 hatte China Distributed-Ledger-Technologien als eines der weltweit ersten Länder in die offizielle Regierungsagenda aufgenommen. Seitdem ist die Blockchain fester Bestandteil des chinesischen Wachstumsplans. Vor allem in den Sonderwirtschaftszonen im Osten des Landes hat sich seither viel getan. Die Regionalregierungen Shanghais, Shanxis, Henans, Guangzhous, Guiyangs und Hangzhous versuchen derzeit gezielt, Blockchain-Entwicklern unter die Arme zu greifen.

Bis 2019 will die chinesische Zentralregierung zudem landesweite Blockchain-Standards ausarbeiten und so Sicherheit für Investoren und Industrie schaffen. Bereits jetzt zeigt sich der Erfolg dieses Unternehmens. Berichten zufolge hat sich die Anzahl der Firmen und Unternehmen mit dem Zusatz ‚Blockchain‘ im Namen in diesem Jahr versechsfacht.

Erst im Mai lobte Staatspräsident Xi Jingping die Potentiale der Technologie im Rahmen einer öffentlichen Rede. Gemeinsam mit künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge (IoT) läute die Blockchain eine „neue technologische Revolution“ ein.

BTC-ECHO

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