Chain Split bei Ethereum: 10 Prozent der Miner verwenden Constantinople

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Im Ökosystem von Ethereum lässt sich momentan eine Art Mini-Chain-Split beobachten. Obwohl die Constantinople Hard Fork offiziell verschoben werden sollte, versäumte offenbar jeder zehnte Miner, die entsprechenden Updates zu installieren. 

Offenbar hat ein Teil der Ethereum-Miner den Knall nicht gehört: Trotz der kurzfristig erfolgten Verschiebung der Constantinople Hard Fork haben offenbar rund zehn Prozent der Miner die neue Ethereum-Implementierung übernommen. Das berichtete Trustnodes.com am 17. Januar unter Berufung auf Daten von forkmon.ethdevops.io.


Verglichen mit der Hash Rate vor der (eigentlich) abgesagten Hard Fork fehlen dem Ethereum-Netzwerk nun zwischen 10 und 20 TH/s. Das bedeutet, dass etwa zehn Prozent der Miner das Constantinople-Update durchgeführt haben.

Bislang ist noch unklar, ob und wie viele Ether-Miner sich bewusst für diesen Schritt entschieden haben. Wahrscheinlich ist, dass die Ankündigung der Verschiebung der Hard Fork nicht bis zu jedem Miner durchgedrungen ist. Dafür spricht, dass es für die Miner ökonomisch wenig Sinn ergibt, sich gegen die überwältigende Mehrheit der anderen Miner des Netzwerks zu richten und die für Reentrancy-Angriffe anfällige Version von Constantinople zu implementieren.  Außerdem nimmt die Mining Difficulty auf der Constantinople Blockchain langsam, aber sicher ab. Trotzdem muss sich erst noch zeigen, dass es sich nicht um einen beabsichtigten Chain Split handelte.

Vorsicht bei Transaktionen

Betreiber von Nodes sollten nun darauf achten, an welcher Blockchain sie sich beteiligen. Denn selbst Ethereum-Entwickler sind nicht davor gefeit, an der Constantinople-Blockchain zu partizipieren. So musste ausgerechnet „Hard Fork Coordinator“ Afrie Schoedon feststellen, dass ausgerechnet seine Node in die Constantinople-Blockchain eingebunden wurde.

„Nachdem ich der ganzen Welt zum Upgrade geraten habe, bleibt natürlich meine eigene Node auf der falschen Fork hängen“

https://twitter.com/5chdn/status/1085790387409747968

Wenn sich selbst die Devs ihrer Blockchain nicht sicher sein können, ist auch für Ethereum-Nutzer Vorsicht geboten. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass ETH-Transaktionen auf der falschen Blockchain landen. Bis mehr Klarheit darüber herrscht, ob sich die zehn Prozent der Ether-Miner eines Besseren besinnen und die am 15. Januar veröffentlichten Upgrade-Anweisungen befolgen, um wieder auf den richtigen Dampfer zu finden.

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