CBDC, CBDC: Ukrainische Notenbank forscht an digitaler Währung

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CBDC: Ukrainische Notenbank forscht an digitaler Währung

Die ukrainische Notenbank vermeldet den erfolgreichen Testlauf ihrer digitalen Zentralbankwährung. Die Zentralbank testet den E-Hryvnia seit Ende letztes Jahres unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nun zieht sie Bilanz.

Mit dem Aufkommen von Kryptowährungen wie Bitcoin ist ein Phänomen in Erscheinung getreten, was es so vorher noch nicht gab: eine Art Währungswettbewerb zwischen privaten und staatlichen Geldmitteln. Während wir seit Menschengedenken an staatlich emittierte Währungen gewöhnt sind, sorgt Bitcoin seit etwa zehn Jahren für Disruption. Eine private Währung, die legitime Chancen hat, mit staatlich gestütztem Geld in Konkurrenz zu treten: Das hat es in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben.

Obgleich das Experiment andauert und sich ein Ergebnis kaum vorhersagen lässt, zeichnet sich das disruptive Potenzial digitaler Währungen auch im traditionellen Finanzsektor immer deutlicher ab. Schließlich forschen bereits eine Reihe von Regierungen an digitalen Währungen, sogenannten Central Bank Digital Currencies (CBDC).

So geschehen in der Ukraine. Nach Berichten der ukrainischen Nachrichtenseite Interfax erklärte die ukrainische Notenbank die Pilotphase zu ihrer CBCD, dem E-Hryvnia, für beendet. Details über die Auswirkungen möchte die Bank nun innerhalb des Vorstandes besprechen. Dies teile Alexander Yablunivsky, seines Zeichnes Vorsitzender der Abteilung für Zahlungssysteme bei der Notenbank, auf einer Pressekonferenz in Kiew mit:

Ende letzten Jahres haben wir ein Pilotprojekt gestartet, um den praktischen Aspekt [des E-Hryvnias] […] zu bewerten. Das Pilotprojekt ist nun beendet. Wir haben eine analytische Zusammenfassung erstellt, die wir im Vorstand der Nationalbank prüfen werden.

E-Hryvnai: Keine Kryptowährung


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Indes stellte Yablunisky heraus, dass es sich beim E-Hryvnai keineswegs um eine Kryptowährung handelt. Im Gegensatz zu Bitcoin & Co. erfolge die Herausgabe der Währungseinheiten nicht auf einem dezentralen Ledger, sondern durch zentrale Organe wie der Notenbank. Dieser Unterschied führe immer wieder zu einem falschen Verständnis über digitale Währungen:

Wir sprechen [beim E-Hryvnai] nicht von Kryptowährung, sondern von einer digitalen Währung der Zentralbank. [Digitale Währungen] können sowohl auf zentralen als auch auf der dezentralen Ledgers implementiert werden,

hieß es auf der Pressekonferenz vom vergangenen Freitag, dem 22. Februar.

Digital ist besser

Neben der Ukraine forschen noch eine ganze Reihe anderer Staaten an digitalen Währungen, darunter Iran, Venezuela, Schweden und Uruguay.

Kryptowährungen wie Bitcoin werden sich in Zukunft auch mit ihren staatlichen Pendants messen müssen. Ob die Bitcoin-Wertversprechen als Qualitätsmerkmal ausreichen, um in diesem Wettbewerb zu bestehen, bleibt abzuwarten.

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