Cariota sei dank: Autodaten über IOTA vernetzen 

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: intelligent vehicle cockpit and wireless communication network concept via Shutterstock

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IOTA ist als ein blockchainähnliches System bekannt, welches intermaschinelle Kommunikation im Internet der Dinge zum Ziel hat. Doch wie genau kann man sich das vorstellen? Ein Entwicklerteam hat einen Use-Case im Bereich intelligente Mobilität nachvollziehbar aufbereitet.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

IOTA gilt gemeinhin als Kommunikationsmedium für das „Internet der Dinge“ (engl.: „Internet of Things“ (IOT)). Das System nutzt dafür anstelle einer klassischen Blockchain das sogenannte Tangle, das eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich Geschwindigkeit und Skalierbarkeit bietet. IOTA wird in Kooperation mit Unternehmen und Wirtschaftskonglomeraten entwickelt. Wie genau IOTA und das Tangle, die „Blockchain ohne Blöcke“, funktioniert, haben wir uns schon einmal genauer angesehen.

Man hörte viel von Partnerschaften rund um IOTA, doch kann man sich selbst eine Vorstellung von der Nutzung des Tangle-basierten IOT-Netzwerks machen? Das Projekt CarIota hat einen Use-Case zur Vernetzung von Automobil und Tangle aufgebaut.

Cariota – Vernetzung von Auto und Tangle

Als Basis benutzt das Entwicklerteam einen Arduino Yun. Arduinos sind Mikrocontroller, die gerade im DIY-Bereich dank der vergleichsweise einfachen Ansteuerung besonders beliebt sind. Die Mikrocontroller-Programmierung geschieht mithilfe einer C-ähnlichen Sprache. Neue Codes können auf den Arduino über die USB-Schnittstelle eines normalen Computers geladen werden.


Der Arduino-Code fragt die Sensordaten periodisch ab und erhält danach schnelle Antworten vom CAN-Bus Shield. Ein CAN-Bus ist ein industriell genutztes Datenübertragungssystem. Über dieses Bus-System können verschiedene Sensordaten aus dem Automobil weitergegeben werden. Das geschieht über den OBD-II Port, der bei jedem Auto leicht zugänglich ist.

Direkt über den Arduino kann man die Daten zumindest noch nicht an das Tangle weitergeben. Die Daten werden deshalb in das JSON-Format überführt und mithilfe des sogenannten MQTT-Protokolls versendet. Das Message-Queue-Telemetry Transport-Protokoll ist ein Standard in der intermaschinellen Kommunikation. Empfänger dieser MQTT-Nachricht ist schließlich ein Raspberry Pi. Mithilfe Masked Authenticated Messaging oder kurz MAM kann der Raspberry Pi die Daten an das Tangle senden.

Diese Daten können nun ihrerseits dezentral über einen MAM-Decoder abgerufen werden. Man kann sogar einen Schritt weitergehen und einen weiteren Use-Case namens Sensorhub nutzen. Mit diesem kann man dann mehrere MAM-Streams abonnieren und die Daten auf einer Karte überwachen.

Man sieht also: Auf Github und mithilfe von Produkten, die über verschiedene Onlineshops erwerbbar sind, kann man sich – ganz im Sinne von #BUILDL – im Rahmen eines Wochenendprojekts eine Vorstellung von IOT und intermaschineller Kommunikation machen.

BTC-ECHO


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