Marktupdate Britisches Investment-Unternehmen verkauft Gold für Bitcoin – zieht China nach?
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bitcoin-Münze vor Chart mit BTC-Kurs

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Ein britischer Vermögensverwalter schichtet von Gold in Bitcoin um und spricht von einem Defensiv-Manöver. Auch das chinesiche Staatsfernsehen hat festgestellt, dass Bitcoin Gold übertroffen hat – Max Keiser sieht darin ein bullishes Signal. Das Marktupdate.

Der Bitcoin-Kurs startet einen neuen Angriff auf die die Marke von 19.500 US-Dollar. Zuletzt scheiterten die Bullen am Abend des 15. Dezember an der Marke – zumindest vorläufig. Immerhin: Die Korrektur fiel diesmal weniger dramatisch aus als am Vortag. Zur Zeit des Schreibens handelt BTC bei 19.700 US-Dollar und damit nur Knapp über dem erst am 1. Dezember aufgestellten Allzeithoch.

Bitcoin statt Gold: Der Trend setzt sich fort


Nun kann man sich keinesfalls darauf verlassen, dass die „19k“ in Stein gemeißelt ist, denn der Widerstand bei 19.500 US-Dollar ist stark und die psychologische Hürde der 20.000 US-Dollar möglicherweise noch stärker. Für die langfristige Kursentwicklung stehen die Zeichen jedoch nach wie vor – wenn nicht mehr denn je – auf Wachstum. Vor allem als eine alternative zum Wertspeicher Gold scheint sich Bitcoin langsam auch bei Großinvestoren zu etablieren. Zuletzt hat das britische Investment-Unternehmen Ruffer Investment Company verkündet, 2,5 Prozent seines Portfolios in Bitcoin investiert zu haben. Das Investment wurde Anfang Dezember durchgeführt und erfolgte zulasten seiner Gold-Position.

Einer der jüngsten Neuzugänge [für das Portfolio] ist Bitcoin. Dies ist in erster Linie ein defensiver Schritt, der im November unternommen wurde, nachdem das Unternehmen sein Engagement in Gold reduziert hatte,

heißt es dazu in einer Mitteilung an die Investoren, die Ruffer am 15. Dezember veröffentlicht hat. Dabei betont das Unternehmen, dass das Bitcoin Investment der Diversifizerung seiner Gold Position diente, jedoch nur einen Bruchteil seiner Gold-Holdings ausmache.

Chinesisches Staatsfernsehen berichtet über Bitcoin

Aktuell sorgt eine Meldung aus dem Bitcoin-kritischen China für Aufsehen. Der chinesische Staatssender CCTV hat auf seiner Weibo-Präsenz einen Artikel veröffentlicht, der konstatiert, dass Bitcoin Gold in der Investorengunst den Rang ablaufen könnte. Wie sich jedoch herausgestellt hat, wurde der Artikel, der sich um Gold-Investments dreht, bereits in einem chinesischem Investment-Magazin publiziert. Bitcoin wurde dabei nur am Rande erwähnt, und zwar in Form eines Zitats von JPMorgan Manager Nikolaos Panigirtzoglou. Dieser räumte BTC vergangene Woche das Potenzial ein, Gold ernsthaft Konkurrenz machen zu können.

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Matthew Graham, CEO der in Beijing ansässigen Investment-Firma Sino Capital, sieht in der Erwähnung von Bitcoin durch CCTV dennoch ein bullishes Signal:

So oder so ist die Tatsache, dass es auf CCTV ausgestrahlt wird, ziemlich bedeutsam, ich bin mir nicht sicher, ob der Ursprung der Aussage so wichtig ist.

Bitcoin ist in China zwar nicht illegal – man bedenke den enormen Anteil, den chinesische Mining-Farmen am Mining-Markt haben. Allerdings ist es den Banken verboten, mit Krypto-Unternehmen zusammen zu arbeiten.

Wenn sich die Bitcoin-Erwähnungen in chinesichen Staatsmedien häufen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sich diese harsche Haltung der chinesischen Regulatoren gegenüber Bitcoin abmildert. Dass Bitcoin als Zahlungsmittel zugelassen wird, darüber muss man indes keine Illusionen hegen. Schließlich ist China gerade dabei, mit dem DC/EP seinen eigenen digitalen Yuan einzuführen, der freilich hochgradig zentralisiert ist.

Bank of America Umfrage: Investoren gehen long bei Bitcoin und shorten den US-Dollar

Während China mit seiner CBDC langfristig auch die Hegemonie des US-Dollars infrage stellen will, tut die Inflation ihr Übriges, um den Status der Leitwährung zu gefährden. Eine aktuelle Umfrage der Bank of America (BofA) zeigt, dass der Trend sich aktuell gegen den US-Dollar gewendet hat. Im Rahmen einer monatlichen Umfrage unter 200 internationalen Fonds-Managern hat die BofA konstatiert, dass das Geld aktuell vor allem in Technologie-Unternehmen fließt. 57 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei Long-Positionen im Tech-Sektor die größte Handelsaktivität sehen, gefolgt von Short Positionen für den US-Dollar (17 Prozent) und Long-Investments in Bitcoin (15 Prozent).

85 Prozent der Befragten gehen laut Bloomberg davon aus, dass 2021 die Kurse an den Märkten insgesamt zulegen werden. Allerdings sind weniger als fünf Prozent davon überzeugt, dass BTC eine überdurchschnittliche Performance zeigen wird.

Krypto-Analystin Mira Christanto von Messari interpretiert das als ein Zeichen der Ignoranz – und als Signal dafür, dass die Bitcoin-Adaption noch immer in den Kinderschuhen steckt.

Gute Nachrichten – weniger als 5 Prozent der globalen Fondsmanager haben von Bitcoin gehört. Wir sind noch früh dran.

(Umfrage der Bank of America vom 15. Dezember 2020)

Auf den Hinweis eines Twitterati, dass ihre Aussage irreführend sei – schließlich bedeutet ein wenig euphorischer Kursausblick keine Unkenntniss – erwidert Christanto:

Ich bin sarkastisch. […] Ich sehe nicht, wie findige Manager sagen, dass Bitcoin sich unterdurchschnittlich entwickeln wird, es sei denn, sie haben noch nie von Bitcoin gehört.

Die ernorme Kursentwicklung, die Bitcoin 2020 an den Tag gelegt hat, liefert letztlich für beide Seiten Argumente: Bullen sehen sich bestätigt, während Bären vor allem die Ansteige im Spätjahr für überhitzt halten.

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