Digitales Gold JPMorgan: „Bitcoin wird ein ernstzunehmender Konkurrent für Gold“

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

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Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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JPMorgan glaubt, dass die Akzeptanz von Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen in der Mainstream-Finanzbranche Gold schaden wird. Gleichzeitig verzeichnen Krypto-Funds Rekordvolumina und viele Anleger tauschen Gold zu Bitcoin.

Erst vor wenigen Wochen bescheinigte JPMorgan BTC eine glänzende Zukunft und seit Oktober erleben BitcoinFonds enorme Kapitalzuströme von institutionellen Investoren. Laut JPMorgans quantitativen Strategen Nikolaos Panigirtzoglou wird sich dieser Trend langfristig fortsetzen und immer mehr Institutionen werden in das digitale Gold investieren.


JPMorgan ist eine der wenigen Wall-Street-Banken, die eine große Verschiebung von Gold zu den KryptoMärkten prognostizieren.

Die Adaption von Bitcoin durch institutionelle Anleger hat gerade erst begonnen. Die Akzeptanz von Gold bei institutionellen hingegen ist schon sehr weit fortgeschritten.

JPMorgan, Nikolaos Panigirtzoglou

Daher glaubt, dass Unternehmen das Investoren in der Zukunft einen kleinen Teil von ihren Gold Investitionen zu BTC umschichten werden.

Steht ein epochaler Vermögenstransfer bevor?

JPMorgans Berechnungen zeigen, dass nur 0,18 Prozent des Vermögens von sogenannten Family Office Assets in BTC angelegt sind. Exchange Traded Funds (ETF) für Gold kommen dagegen auf 3,3 Prozent. Ein Transfer von Gold zu Bitcoin könnte daher einen enormen Vermögenstransfer von mehreren Milliarden US-Dollar, einläuten, den es in dieser Form so noch nie zuvor gegeben hat. Aus diesen Gründen sei es laut Panigirtzoglou wahrscheinlich, dass sich eine steigende Akzeptanz von Bitcoin in institutionellen Kreisen, negativ auf Gold auswirken könnte.

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Dieses plötzliche Umdenken bei JPMorgan hat große Aufmerksamkeit in der Krypto-Twitter-Community auf sich gezogen. Im Jahr 2018 kritisierte JPMorgan CEO, Jamie Dimon, Bitcoin scharf und bezeichnete die digitale Währung als Betrug.

Institutionen decken sich mit Bitcoin ein

Dennoch sprechen die Fundamentaldaten eine andere Sprache. Grayscale, ein Digital Asset Manager, hat Rekord Zuflüsse in seinen Bitcoin– und Ethereum (ETH)-Trusts verzeichnet. Allein Grayscale, PayPal und die Cash App kaufen täglich mehr BTC auf, als von Minern gemined wird.

Darüber hinaus hat auch CoinShares über den jüngsten Anstieg der Kapitalzuflüsse berichtet. Innerhalb von nur wenigen Wochen wären demnach 1,4 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-Anlageprodukte investiert worden. Unterdessen verzeichnete Gold einen Rekordkapitalablfuss von 9,2 Milliarden US-Dollar. Eine Grafik von Bloomberg veranschaulicht diese Entwicklung:

Bitcoin Gold Transfer
Bloomberg.com

James Butterfill, Investmentstratege bei CoinShares äußerte sich dazu gegenüber Reuters:

Wir haben in letzter Zeit eine enormes Interesse für Bitcoin bei unseren neuen Kunden festgestellt. Ich glaube das Bitcoin erst am Anfang der Schwelle zur institutionellen Übernahme steht.

Trotzdem ist der Krypto-Markt eine vergleichsweise winzige Anlageklasse. Während in diesem Jahr mehr als 4,8 Milliarden US-Dollar in KryptoFonds geflossen sind, entspricht diese Zahl nur 10,5 Prozent der 45,7 Milliarden US-Dollar, die in diesem Jahr in Goldanlageprodukte geflossen sind.

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