Neuer Hype? Blockchain Gaming: Warum das Potential der Branche unterschätzt wird

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Die Grafik zeigt verschiedene Computerspielinhalte wie von Cryptokitties und Decentraland.
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In der virtuellen Spielewelt trifft die Krypto-Ökonomie auf fruchtbaren Boden. Immer mehr Games setzen auf Kryptowährungen und Blockchain. Wie der aktuelle Stand zu bewerten ist, warum wir in den nächsten Jahren mit einem rasanten Wachstum im Blockchain-Gaming-Sektor rechnen können und welche Chancen sich daraus ergeben.

Spiel und Spekulation sind zwei Merkmale vieler technologischer Innovationen. Dies gilt für die Blockchain-Technologie mindestens so sehr wie für das Internet. Insbesondere der Gaming-Sektor hat das Potential zu einem der größten Sprungbretter für die Krypto-Ökonomie zu werden. Aktuell lassen sich die meisten Spieleangebote, die auf Features der Blockchain-Technologie zugreifen, eher belächeln. Von einer Etablierung in der Breite sind die meisten Spiele-dApps noch weit entfernt. Genau dies ändert scheint sich aber immer schneller zu ändern.

Die Anfänge sind gemacht

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Grundsätzlich muss man darin unterscheiden, wie die Blockchain-Technologie, bei Games eingesetzt wird. Ein eher einfacher Anwendungsfall ist es, Zahlungen mit Hilfe von Kryptowährungen abzuwickeln. Deutlich relevanter sind hingegen Anwendungen, die das Spiel selbst betreffen, was eben bei dezentralen Spielen in Form von dApps der Fall ist. Ein bekanntes Beispiel sind hier die CryptoKitties, die zu einer ersten großen Blase im dApps-Segment geführt haben. Dabei ging es um Non Fungible Token (NFT), die ähnlich wie Sammelkarten einen einmaligen digitalen Wert mit spielerischen Elementen verknüpfen konnten. Inzwischen gibt es zahlreiche solcher dApps, die versuchen Wert durch knappe Spiele-Items zu erzeugen.

Ein anderes Beispiel ist Enjin beziehungsweise das Enjin Network. Dabei handelt es sich um einen Verband von verschiedenen Blockchain-Entwicklerstudios, die ihre Spiele miteinander verknüpfen. So können Gegenstände aus den unterschiedlichen Games in anderen teilnehmenden Spielen Verwendung finden. Der dazugehörige Enjin Coin (ENJ) steht aktuell immerhin bei einer Marktkapitalisierung von rund 120 Millionen US-Dollar.

Vom digitalen Kartenspiel hin zum AAA-Meisterwerk

Die aktuellen dApps und NFT Games sind eher simple Smartphone-Spiele, anstatt anspruchsvolle AAA-Produktionen, die man gebannt vor dem großen Desktop-Bildschirm zu Hause spielt. Diese besseren „Kartenspiele“ entwickeln sich allerdings auch immer weiter und auch große Gaming-Schmieden wie Ubisoft und Blizzard interessieren sich immer stärker für die Blockchain-Technologie.

Die Anwendungsfelder sind dabei durchaus divers. So hat beispielsweise Blizzard ein Patent angemeldet, das Ergebnisse aus Spiele-Partien auf eine Blockchain setzt. Dort wären die Daten „inhärent widerstandsfähig gegen Manipulation.“ Digitaler Diebstahl von Gaming-Verdiensten oder In-game-Schätzen würde damit folglich der Vergangenheit angehören.

Bereits „on-Chain“ ist die Regensburger Softwareschmiede Cipsoft. Diese hat das erste Blockchain Game für Litecoin entwickelt. Litebringer – so der Name des Hybrids aus Idle Game, Online RPG und Trading-Simulation – findet nicht auf Servern, sondern ausschließlich auf der Litecoin Blockchain statt. Das bedeutet wiederum, dass jede Interaktion mit dem Spiel defacto eine Litecoin-Transaktion ist. Ausrüstungsgegenstände werden dadurch auf der Blockchain abgesichert und vor Hacks geschützt.

Ohne Wallet kein Blockchain Gaming

Ein positiver Nebeneffekt von der Blockchain-Adaption im Gaming-Sektor ist, dass man die Nutzer immer stärker dazu drängt sich eine Wallet zu erstellen, um partizipieren zu können. Durch diese spielerische Notwendigkeit findet ganz nebenbei also auch eine Krypto-Erziehung statt, die wiederum positive Auswirkungen auch außerhalb des Gaming-Sektors auf das Medium Token haben kann.

Inzwischen sind es nicht mehr nur digitalaffine Menschen, die viel Zeit mit Gaming verbringen. Das „Daddeln“ ist inzwischen in vielen Bevölkerungsschichten angekommen. Dadurch kann man auch Menschen erreichen, die sich sonst eher weniger mit der Krypto-Thematik auseinandersetzen würden. Zumal diverse Aspekte der Technologie im Gaming abgedeckt werden. Sei es das Bezahlen für Items, das Nutzen einer dezentralen Datenbank für Spieleergebnisse oder das Erleben einer gänzlich neuen NFT-Ökonomie, die Use Cases sind vielfältig.

E-Sports bringt Geld ins Spiel

Aktuell befinden wir uns noch ganz am Anfang. Spannend wird es, wenn sich die großen Gaming-Schmieden hinter beispielsweise World of Warcraft, Fortnite oder Call of Duty dazu entscheiden in Zukunft Blockchain Features zu integrieren. Zumal hier ein großer und stark wachsender E-Sport-Markt hinter steht. Auch gibt es genau wie im Fußball oder anderen Sportarten große Vereine und Ligen, in denen man um viel Geld spielt.

Mit Hilfe der Blockchain-Technologie könnten so Fans das „Trikot“ ihrer Idole erwerben. Beispielsweise könnte man das Trikot von Lionel Messi oder Christiano Ronaldo tokenisieren und in 100 limitierte NFT ausgeben, die wiederum im Fußball-Spiel Fifa erworben und gehandelt werden können. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Das Zauberwort heißt Virtual Reality

Ein besonders großer Impuls dürfte von dem Bereich der Virtual Reality (VR) kommen. Natürlich geht VR weit über das Gaming hinaus, doch auch hier wird es in den nächsten Jahren immer mehr zum Standard werden, dass wir zum Zocken eine Brille aufsetzen. Spielwelten – vor allem Spielwelten in der Virtual Reality – können besonders von der Blockchain-Technologie profitieren.

Ein Beispiel dafür ist die Blockchain-VR-Welt Decentraland, in dem man Grundstücke in Form von NFT erwerben kann. Das teuerste Grundstück ist für über 80.000 US-Dollar verkauft worden. Die Grundstückspreise steigen also nicht nur in der realen, sondern zukünftig auch in der virtuellen Welt. Spätestens, wenn Facebook mit dem VR-Brillen Oculus-Projekt horizon unsere Social-Media-Aktivitäten in den virtuellen Raum verlagert, wird dort eine neue Ökonomie entstehen.

Weniger Hype, mehr Substanz

Im Gegensatz zu ICOs oder dem aktuellen DeFi-Hype können Blockchain Games auch außerhalb der Finanzwelt Menschen für die Krypto-Welt begeistern. Natürlich kann es auch im Gaming-Bereich zu Übertreibungen kommen, allerdings ist davon gegenwärtig noch nichts zu erkennen. Viel mehr dürften Games zu einer kontinuierlichen Etablierung von Token führen, wenn der Hauptfokus nicht auf das schnelle Geldverdienen ausgelegt ist.

Schwierigkeiten könnten dennoch entstehen, wenn die Skalierung der Blockchains nicht mehr mitkommt. Ohne bessere Skalierungslösungen birgt ein kleinerer Gaming-Hype die Gefahr, dass die zugrunde liegende Blockchain an ihre Grenzen stößt.

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