BitGrail insolvent? – 17 Millionen Nano wurden gestohlen

Quelle: Theft at work

BitGrail insolvent? – 17 Millionen Nano wurden gestohlen

Die italienische Exchange BitGrail hat heute Nacht verkündet, dass ihm 17 Millionen Nano gestohlen wurden – was gestern Nacht noch einem Marktwert von fast 160 Millionen Euro entsprach. Es stellt sich die Frage, ob die Exchange einen derart hohen Verlust überstehen kann. Gemäß eigener Angaben scheint Nano selbst durch den Angriff nicht kompromittiert worden zu sein. 

Nano, vor einem Rebrand als Raiblocks  bekannt, wird unter anderem auf BitGrail gehandelt. Vor dem Listing auf Binance wurde der meiste Handel von Raiblocks/Nano auf den Exchanges Kucoin und BitGrail durchgeführt. Für BitGrail scheint diese Zeit nun vorbei zu sein:

Gestern abend um 21:30 Uhr wurde auf der Seite von BitGrail geschrieben, dass 17 Millionen Nano entwendet wurden. Das entspricht nach dem leichten Kursfall gestern Nacht einem Diebstahl von 136 Millionen Euro. Da BitGrail eine deutlich kleinere Exchange als Bitfinex, Binance oder Bittrex ist, kann es gut möglich sein, dass der Verlust dieser Summe der Exchange das Genick bricht.

Dafür spricht auch, dass das Nano Dev Team seitens Bitgrail schon am Vormittag des 8. Februars gebeten wurde, ob die Blockchain Lattice hinter Nano zugunsten BitGrails geändert werden könnte. Dies wurde seitens Nano aber nicht nur abgelehnt, sondern auch als unmöglich dargestellt.

Fest steht, dass BitGrail bezüglich Nano insolvent ist: Während in der Datenbank der Exchanges den Nutzern über 19 Millionen Nano zugeschrieben sind, liegen aktuell jedoch nur vier Millionen Nano in der Wallet der Exchanges.

Die Exchange hat die Polizei verständigt und versucht, das Problem zu lösen. Dabei machen sie nun, wie in einem veröffentlichten Chat Log zwischen den Entwicklern hinter Nano und Firano von BitGrail geschrieben steht, dem Dev Team hinter der Kryptowährung schwere Vorwürfe:

Dank eines Fehlers seitens XRB (Nano) ist unsere Node ausgefallen, was einen Angreifer die Möglichkeit zur Initiierung von Double Payments gab. Dank eines weiteren Bugs im offiziellen Chain Explorer von XRB können wir nicht genau sagen zu welcher Zeit dies geschah. Trotz Lösungsvorschlägen von unserer Seite haben sich Entwickler gegen eine Kooperation mit uns entschieden. (Übersetzt von BTC-ECHO)

Auf der anderen Seite wird seitens Nano betont, dass es sich hier um keine Double-Spending-Attacke handelt. Die nächsten Tage werden zeigen, wer von beiden Seiten richtig liegt. Insgesamt ist wie immer zu empfehlen, Coins, die nicht aktiv zum Traden verwendet werden, von Exchanges zu ziehen und in sicheren Wallets zu speichern.

BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen
eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen
Altcoins

Der eCash-Pionier David Chaum deutet an, mit Praxxis die Quadratur des Kreises geschafft zu haben: ein konsensbasiertes Netzwerk, das ohne den Energiehunger von Proof-of-Work und ohne die Zentralisierungsgefahr von Proof of Stake auskommt. Dabei soll Praxxis dezentral, hochskalierbar und diskret sein.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

USA: SEC gibt grünes Licht für Securitize als Wertpapieremittenten
USA: SEC gibt grünes Licht für Securitize als Wertpapieremittenten
Insights

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Securitize als Wertpapieremittenten registriert. Securitize ist eine digitale Wertpapierplattform, ferner nutzt die Bitcoin-Börse Coinbase Securitize als Transferstelle. Nun kann das Unternehmen offiziell als Verwahrstelle von Aufzeichnungen über Änderungen des Eigentums an Wertpapieren fungieren.

IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
Blockchain

Die Distirbuted-Ledger-Technologie (DLT) verspricht überall dort einen Mehrwert, wo es komplizierte Transaktionen zwischen mehreren Parteien nachzuverfolgen gilt. So auch in der Reisebranche. IBM hat hier gemeinsam mit Travelport nun eine neue Blockchain-Lösung für Reisebüros und Hotels lanciert. Die Entwickler versprechen damit, die Arbeitsabläufe in der Branche entscheidend zu vereinfachen.

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Kommentar

US-amerikanische Behörden gehen verstärkt gegen chinesische Drogen-Hersteller vor. Diese nutzen Kryptowährungen wie Bitcoin, um ihr Geld zu transportieren. Die gehandelten Waren bestehen unter anderem aus synthetischen Opioiden. Ein Kampf gegen Windmühlen, die ihr Fundament auf US-amerikanischem Boden haben.

Angesagt

Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Tech

Immer mehr südkoreanische Blockchain-Start-ups und Bitcoin-Börsen listen ihre Projekte in Übersee. Neben den USA und China ist auch Singapur ein beliebter Zufluchtsort für Krypto-Entrepreneure. Die Entscheidung, auf ausländischen Plattformen zu operieren, lässt sich auf ungünstige Bedingungen auf dem heimischen Markt zurückführen. Unterdessen reagieren große internationale Börsen erfreut und öffnen ihre Pforten für Südkoreaner.

„IOTA“, sagte die Schranke zum Smartphone
Tech

IOTA im Alltag: Die App trive.park bezahlt Parkhausautomaten mit IOTA. Hinter dem Projekt steckt das deutsche Software-Start-up trive.me, das seinerseits der EDAG Group angehört. EDAG und trive.me sehen in der Tangle-Integration von IOTA eine Grundsteinlegung für künftige Mobilitätsservices.

Libra unter Monopolverdacht: EU-Kommission befasst sich mit dem Facebook Coin
Regulierung

Die EU-Kommission prüft Facebooks Währungsprojekt Libra auf mögliche wettbewerbswidrige Praktiken. Einen entsprechenden Fragebogen haben die Wettbewerbshüter Anfang des Monats an die Mitglieder der Libra Association versandt. Damit muss sich die Organisation hinter der noch ungeborenen Währung bereits zwei Monate nach deren öffentlichen Verkündung gegen Monopolverdacht wehren.

CBA: Größte australische Bank entwickelt Handelsplatz für Umwelt-Token
Blockchain

Die Commonwealth Bank of Australia (CBA) hat einen Handelsplatz für Token, die für eine nachhaltige Förderung und den Erhalt der Umwelt stehen, vorgestellt. Dieser soll den Schutz der Umwelt vorantreiben und Investitionen in die Umwelt möglich machen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: