Bitfinex blockiert Token-Verkauf von Kim Dotcom

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Quelle: Shutterstock

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Der Internet-Unternehmer Kim Dotcom ist vorerst damit gescheitert, einen Token seiner Blockchain-Plattform K.im über Bitfinex zu verkaufen. Die Krypto-Börse teilte mit, der geplante Verkauf von Kimcoin Token über Bitfinex werde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Bitfinex hat dem IEO von Kim Dotcom eine vorläufige Abfuhr erteilt. Über ein Initial Exchange Offering (IEO) wird ähnlich wie bei einem Initial Coin Offering (ICO) eine Kryptowährung oder ein Token erstmals an Investoren verkauft. Bei einem IEO legt jedoch die jeweilige Handelsplattform die Bedingungen für den Verkauf fest, während ein ICO prinzipiell jedermann durchführen kann. Bitfinex begründete die Entscheidung mit Verweis auf regulatorische Unsicherheiten.

K.im werde nun ein aktienbasiertes Angebot an qualifizierte Investoren ausarbeiten, teilte Bitfinex weiter mit. Die Entwicklung der K.im-Plattform soll in der Zwischenzeit auch ohne Token-Verkauf weitergehen.

Laut eigener Roadmap soll die K.im Blockchain zum Vertrieb digitaler Inhalte im dritten Quartal 2020 startklar sein.

Kontroverse um Dotcom

Mit dem abgesagten IEO seiner Kimcoin Token hat sich die Kontroverse um den deutsch-finnischen Blockchain-Unternehmer weiter verschärft. Die USA hatten Kim Dotcom bereits zuvor beschuldigt, Urheberrechte zu verletzen und seine Auslieferung aus Neuseeland beantragt. Als Folge musste Kim Dotcom, der ursprünglich Kim Schmitz hieß, seine File-Sharing-Website Megaupload.com schließen.

Mit K.im will Dotcom nun eine Blockchain-Plattform anbieten, über die digitale Inhalte jeder Art verkauft oder gestreamt werden können. In einem Tweet vom 29. Oktober kündigte Dotcom zudem an, dass sein Unternehmen K.im 10 Prozent seiner Einnahmen aus Transaktionsgebühren an WikiLeaks und Julian Assanges Rechtsabteilung spenden werde.

Sicher ist dies eine bewusste Provokation gegenüber der US-Regierung, die Julian Assange wegen „Verschwörung“ angeklagt und seine Auslieferung aus Großbritannien beantragt hat. Assange ist einer der Gründer und Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks, die es sich zum Ziel gesetzt hat, geheimgehaltene Dokumente allgemein verfügbar zu machen. WikiLeaks veröffentlichte mehrfach interne Dokumente von US-Streitkräften und -Behörden, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Assange droht deswegen ein Strafprozess in den USA.

Die USA haben auch Bitfinex angeklagt. Die Krypto-Börse steht unter Verdacht, Anleger und Kunden um Millionenbeträge betrogen zu haben.

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